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Mix Speakerīs Inc. - Big Bang Music!

Mix Speakerīs Inc. - Big Bang Music!
Stil: J-Pop, J-Rock
VÖ: 26. Januar 2010
Zeit: 54:52
Label: Gan-Shin Records
Homepage: www.mixspeakersinc.com

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Big Bang Musik! von den Japaner Mix Speaker's Inc. hat es mir so richtig angetan. Nachdem beim Anblick des kunterbunten und vor Kitsch nur so triefenden Plattencovers meine Dioptrinzahl auf beiden Augen spontan in ungeahnte Höhen katapultiert wurde, muss ich mir das Laufwerk meines Players ertasten, um den Silberling seinem unvermeidlichen Endzweck zuzuführen. Hätte ich das mal gelassen. Denn was nun über mich hereinbricht, kann einem eingefleischten Metalhead ganz gut das Blut aus den Lauschern treiben - zum Glück hab ich eine hohe Toleranzgrenze und der Tinnitus macht sich zum ersten Mal auch ganz nützlich.

Was auf Big Bang Musik! passiert, lässt sich wohl am ehesten als völlig abgefahrener J-Rock bzw. J-Pop beschreiben. Und damit meine ich abgefahrener als das andere Zeug, was man sonst aus diesem so Metier kennt. Die Songs wurden überfrachtet mit allerhand elektronischem Schnickschnack, gemästet mit tanzbaren Partymelodien, Jazz-Einlagen, Bass-Beats und und und. Dazu noch Texte in der Landessprache der Musiker, scharfe, aber unglaublich synthetisch wirkende Metal-Riffs von der Stromgitarre inmitten dieser horriblen Gesellschaft, und das Chaos ist perfekt. Irgendwo zwischen drei und vier Promille Alkohol im Blut, in jenem kurzen Augenblick, ehe sich die Wahrnehmungskraft endgültig verabschiedet hat, beginnt die Mucke vermutlich sogar richtig Spaß zu machen. Gut - mit Ecstasy könnte man es auch noch probieren - dann gibt wohl selbst das Plattencover einen Sinn. Dummerweise bin ich gerade nüchtern und mies gelaunt. Und in diesem Zustand ist es nicht auszuschließen, dass viele der Nummern eine garstige Migräne bei ihren Hörern provozieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Eigentlich sollte ich in diesem Casus kein Urteil fällen, da dieser zuckersüße J-Pop in der Redaktion eines Metalmagazins nichts verloren hat. Aber nachdem mir das Teil nun knapp eine Stunde meines Lebens geraubt hat, kann ich mir eine vollkommen subjektive Wertung und die Vergabe eines Gnadenpunktes nicht verkneifen. Bereits erwähnte Toleranzgrenze wurde bei diesem Album nämlich definitiv überschritten.

Dagger

1 von 6 Punkten

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