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Xodiack - Shinra Bansho Setsuri

Xodiack - Shinra Bansho Setsuri
Stil: Visual Kei
VÖ: 15. Januar 2010
Zeit: 28:48
Label: Gan-Shin Records
Homepage: www.xodiack.com
MySpace: www.myspace.com/xodiackofficial

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Dass Japaner (manchmal positiv, manchmal negativ) gehörig einen an der Waffel haben, sollte allgemein bekannt sein. Nicht umsonst hat sich diese Visuel-Kei-Schublade so weit aufgetan und bringt immer neue Auswüchse ans Tageslicht. Einer der neueren Auswürfe heißt Xodiack und frönt eigenen Angaben nach dem Galaxy Metal. Klar, dass man hier einen nicht gerade kleinen Teil der künstlerischen Darbietung auf die Optik legt, aber muss es wirklich ein Salatblatt als Augenklappe sein? Weitergehende Informationen bleiben dem Schriftzeichen-Unkundigen leider verborgen, denn die Homepage des Fünfers ist in deren Landessprache (genauso wie ihre Songs) gehalten.
Doch lassen wir einfach die Musik sprechen, und die ist durchaus für Überraschungsmomente gut. Nach dem kurzen Intro brettert der Opener "Kuroi Taiyou" ordentlich drauf los. Hossa, denkt man sich, als die Death Metal-Klänge incl. gutturaler Vocals sich ihren Weg durch die Membrane brechen. Doch so einfach machen es Xodiack einem nicht, nach einem Break setzen die klaren Vocals ein, bevor es mit einem hintergründigen Groove weitergeht. Auch wenn der Wechsel zwischen Gurgelei und hochmelodischen klarem Gesang, unterlegt von süßen Keyboardklängen, etwas gewöhnungsbedürftig erscheint, so entfaltet er doch seinen Reiz. Die nächsten Songs gehen etwas gebremster und weitaus melodischer zu Werke, auf die Growls verzichtet man hier jedoch vollständig. Vielmehr werden Riffs ausgepackt, die jeder Power-Metal-Truppe gut zu Gesicht stehen würden. Soviel zu ersten Hälfte des Silberlings. Entweder stammt die zweite Hälfte von einer älteren Aufnahmesession oder der Mann am Mischpult ist über den Reglern eingeschlafen. Jedenfalls packt man bei "MasK" die Lars-Ulrich-Gedächtnis-Snare aus und scheppert sich durch den Song, der eigentlich recht abwechslungsreich, wenn auch arg überdreht gestaltet wurde. Eingängige Melodielinien werden selbst wieder zerpflügt, auf einmal singt alles wirr durcheinander, auch die Growls kommen kurz wieder zu Wort. Da muss man sich erst einmal zurecht finden. Eine düstere Atmosphäre will man bei "Hellraiser" mit den im Hintergrund wabernden Keys erzeugen, doch bleibt es beim Versuch. Durch das Verwursten von allerlei Einflüssen und Ideen braucht es schon manchmal seine Zeit, ehe man sich in dem einen oder anderen Song der zweiten CD-Hälfte zurecht findet, denn diese ist weitaus abgefahrener gestaltet als die ersten drei Songs. Trotzdem (oder gerade deswegen?) hat die Scheibe einen gewissen Reiz, auch wenn manchmal über das Ziel hinausgeschossen wird.
Zum Abschluss gibt es als Bonus noch den Video-Clip zu "Kiminifuru Zetsubo No Ame", der die Band in wechselnden futuristischen Landschaften zeigt, die allesamt dem Rechner entsprungen sind. Dabei bleibt die Optik, eine Mischung aus Gwar-Lordi meets Tokio Hotel, einfach gewöhnungsbedürftig.

Ray

4 von 6 Punkten

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