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Captain Duff - Seaside Curse

Captain Duff - Seaside Curse
Stil: Nihilist Bloodsucker Rock
VÖ: 2009
Zeit: 33:27
Label: Eigenproduktion
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/captainduff

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Nihilist Bloodsucker Rock!? Na, da hat aber mal wieder jemand ganz tief in der Genreschatzkiste gekramt. Wie kommt man denn auf sowas? Unbekümmert sollen sie sein und haufenweise Rum im Blut sollen sie haben, die Jungs aus dem fränkischen Piratennest Würzburg. Das verspricht mir zumindest der beiliegende und witzig zu lesende Promo-Zettel. Klar, warum auch nicht, Piratenmucke ist ja auch nach dem Untergang der Jolly Roger wieder angesagt wie lange nicht. Das Coverartwork dagegen schreckt erstmal ab, denn das deutet auf tiefsten Underground-Sound hin. Aber davon lasse ich mich natürlich nicht beirren. Mal schauen, was drauf ist auf dem betont räudigen Werk der jungen Seefahrer.

Ein markerschütternder Schrei eröffnet das Album und nach den ersten Takten ist klar, dass der Stoff sich tatsächlich prima hören lässt. Nicht der von mir erwartete Proberaumsound mit vorgeschobener Härte wurde aufs Plastik gebannt, sondern punkig-bluesig angehauchter und solide instrumentierter Rock'n'Roll schallt mir entgegen. Zwar ist die rotzige Mischung, die Captain Duff hier abliefert, stellenweise noch recht bieder, aber Potential ist hier allemal vorhanden und auch das hörbare Selbstvertrauen spricht für die Band. Ich gehe mal davon aus, dass die Stücke live eine ganze Ecke roher und wilder aus den Boxen schallen dürften. Die eigentliche Überraschung an dieser Truppe steht jedoch hinter dem Mikrofon. Mit einer leicht angesoffenen Glenn-Danzig-Stimme röhrt sich Sänger Cpt. Dave mit seinen "Woe Calls" durch die knappen 33 Minuten Piraten-Rock, die durchaus zu gefallen wissen. Überhaupt scheint Herr Danzig das Grüppchen ziemlich beeinflusst zu haben, denn das Riffing wie auch die düstere Grundausrichtung der Songs schlägt ziemlich in eben diese Düsterrock-Kerbe. Gewürzt wird Seaside Curse mit einer gehörigen Prise Punk, etwas Bikerrock im Stile von Gluecifer und Turbonegro und fertig ist die Hintergrundbeschallung für das nächste Trinkgelage. Auf Schnickschnack und technische Spielereien muss der Hörer, mal abgesehen von ein paar eingestreuten Intros, verzichten, dennoch funktionieren die straighten, authentischen Rocksongs - gerade weil sie eben nicht behaupten, mehr zu sein, als sie wirklich sind. Also, Freunde der Karibik, wer jetzt Lust auf den Sound bekommen hat, sollte direkt mal auf Captain Duffs Myspace-Seite (http://www.myspace.com/captainduff) vorbeischippern und sich bei Gefallen direkt an captainduff@gmail.com persönlich wenden, um sich die CD für faire neun Goldtaler ins Haus flattern zu lassen.

Sebbes

4 von 6 Punkten

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