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Landmine Marathon - Rusted Eyes Awake (Re-Release)

Landmine Marathon - Rusted Eyes Awake (Re-Release)
Stil: Death/Grind
VÖ: 23. Oktober 2009
Zeit: 31:47
Label: Prosthetic Records
Homepage: www.landminemarathon.com

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Ja, da schau her, Frau Stachelbär, da geht die musikalische Zeitreise doch mal wieder in Richtung der Neunziger, diesmal aber ausnahmsweise nicht auf der ach so modernen Retro Thrash-Welle, nein, was Landmine Marathon auf ihrem Zweitwerk Rusted Eyes Awake veranstalten, geht ganz klar in Richtung Repulsion, frühe Carcass oder Terrorizer. Death Metal meets Grindcore in seiner ursprünglichen Form also, ohne Anbiederungen an Modeerscheinungen der letzten 15-20 Jahre.

Dabei geht der Fünfer aus Phoenix relativ abwechslungsreich zur Sache, Blastbeat-getriebene Stücke werden von düster-bösartigen Tracks abgelöst und die Band hat es gleichzeitig geschafft, sowohl die ein oder andere feine Melodei als auch eine ganze Menge Groove in ihre Songs zu packen. Gut, ein Füllhorn verschiedenster Facetten darf man nun auch wieder nicht erwarten, aber für dieses Genre herrscht recht wenig Langeweile. Dabei kommt die Band immer sehr authentisch rüber, das Gesamtpaket wirkt nicht aufgesetzt oder gekünstelt, sondern sehr echt und schlüssig.

Der Sound ist angenehm solide ausgefallen, keine Spur von Proberaum-Feeling, aber auch keine Hochglanzproduktion, die diesem Musikstil eh unangemessen wäre. An den Instrumenten verrichten solide Handwerker ihr Tagwerk und am Mikro überrascht Grace Perry mit einer Performance, die so ganz und gar nicht ladylike anmutet, sondern im besten Sinne Gift versprüht. Auch das Cover weiß mit seiner gewollt anachronistischen Art durchaus zu gefallen und die Spieldauer ist mit gut einer halben Stunde zwar nicht übermäßig opulent ausgefallen, reicht aber in Anbetracht der musikalischen Nische, in der die Band ihren Platz gefunden hat, sehr wohl aus, um nicht als Negativum gewertet zu werden.

Neues wird aus Rusted Eyes Awake nicht geboten, ganz im Gegenteil. Aber so ein Ausflug in die Musikgeschichte hat auch was für sich und kann mich durchaus eine Zeitlang in Erinnerungen schwelgen lassen...

Hannes

Ohne Wertung

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