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Reversion - King Of Deceit

Reversion - King Of Deceit
Stil: Progressive Metal
VÖ: 09. Juli 2008
Zeit: 54:19
Label: Kampas Records
Homepage: www.reversionband.com
MySpace: www.myspace.com/reversionband

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Lange hat es gebraucht, das erste Album der finnischen Band Reversion, bis es den Weg zu uns in die Redaktion gefunden hat. Immerhin hat die Veröffentlichung von King Of Deceit schon vor gut einem Jahr stattgefunden. Aber was lange währt wird ja bekanntlich auch gut und so sorgte der Silberling in seiner düsteren Verpackung tatsächlich für ein kleines Überraschungsmoment im Hause Dagger.

Dreh- und Angelpunkt dieser progressiven Tonkunst ist zweifelsohne Sänger Aleksi Parviainen, der nebenbei auch noch bei den Kapellen Malpractice und Soulcage hinterm Mikro steht. Stimmgewaltig meistert er jede ihm gestellte Aufgabe. Mal mit klassisch hohem Metal-Organ, meist aber mit kraftvollem und angenehm tiefem Gesang voller finnischer Schwermut trägt er uns seine Botschaften um Weltschmerz, Tod und die Tragödie des Seins entgegen. Ich zögere nicht, diesen Burschen mit Mikael Akerfeldt und Warrel Dane in einem Atemzug zu nennen. Aleksis eingängigen und harmonischen Gesangslinien steht eine progressiv vertrackte Instrumentalarbeit voller Polyrhythmik und ausgeklügelten Solodarbietungen gegenüber. Durchgedrehte Synthesizer, Dissonanzen, aber auch meditative Momente sorgen nicht selten für düstere Momente, denen der Mann am Mikro auch gerne mal durch Fauchen, Screams und tiefes Grollen an Nachdruck verleiht.

Großes erwarten den Hörer während der ersten Albumhälfte: der hymnische Opener "Mindstorm", "Immortalized" im Spannungsfeld aus Aggression und Schwermut, balladeske Momente in "Enigma" und "Event Horizon", eine kristallklare, fast schon perfekte Produktion - nach vier Titeln hat sich der Kaufpreis bereits gerechtfertigt. Während der zweiten Hälfte wird das Material dann zunehmend düsterer und komplizierter. Die Grenze wird überschritten und es beginnt anstrengend zu werden. Doch nur für kurze Zeit - am Ende steht der neunminütige Titeltrack, in dem die Band noch einmal all ihr Können in die Waagschale wirft.

Nach fünf Durchläufen weiß ich: King Of Deceit ist ein überraschendes Klangerlebnis, für das man sich Zeit nehmen sollte; für Gefolgsleute großer Kapellen wie Dream Theater, Mercenary und vielleicht noch Soilwork lohnt sich das Reinhören auf jeden Fall.

Dagger

5 von 6 Punkten

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