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Infernal Poetry - Nervous System Failure

Infernal Poetry - Nervous System Failure
Stil: Progressive Death Metal
VÖ: 25. März 2009
Zeit: 40:32
Label: Copro Records
Homepage: www.infernalpoetry.com
MySpace: www.myspace.com/infernalpoetry

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Endlich isser da, der (zumindest von mir) heiß ersehnte neue Longplayer von Infernal Poetry. Passend zur eh schon recht schrägen Vorgänger-EP nennt er sich Nervous System Failure, hoffentlich ist er denn nicht der Reinfall, den der Titel suggerieren könnte.

Auch auf diesem Tonträger geben sich Infernal Poetry wieder extrem verschroben, ihren sogenannten "Schizo Death Metal" haben sie um keinen Deut massenkompatibler werden lassen. Und das ist auch gut so, denn so sind und bleiben sie ein Unikat, ein dringend benötigter Farbklecks auf der todesmetallischen Landkarte. Abgedreht wie eh und je versuchen die fünf Italiener, auch auf der aktuellen Scheibe, das Nervenkostüm des Hörers zu zerrütten, ihn nervös zu machen und generell auf seine Einlieferung in eine Anstalt vorzubereiten. Abgedrehte Arrangements, nervenaufreibende Breaks und Einschübe, eine am Rande der Hysterie befindliche Stimme und die verquersten Lyrics, die ich seit langem in die Finger bekommen habe, nehmen den Konsumenten mit auf eine Reise in eine Gedankenwelt, die vor Wahnsinn und Unlogik nur so strotzt. Dabei bleiben die Stücke trotzdem immer nachvollziehbar und lassen auch das Augenzwinkern, mit denen sie geschrieben und eingespielt wurden, jederzeit durchscheinen. Der ganze Rundling strotzt nur so vor völlig abgedrehtem Humor und macht dadurch die ausgestrahlte Paranoia sehr gut verdaubar.

Technisch ist das Werk absolut passend in Szene gesetzt. Eingeleitet von einem recht süffisant präsentierten Intro zieht sich songtechnisch auf der ganzen Scheibe der berühmte rote Faden durch, den die fünf Wahnsinnigen auch instrumental nie verlieren. Nervenzerfetzende Gitarrenarbeit geht Hand in Hand mit sehr vertracktem Drumming und die Stimme von Frontmann Paolo strahlt durchgehend die weiter oben erwähnte Hysterie aus, ohne mit der Zeit auf die Eier zu gehen. Wie schon die EP klingt auch diese CD aufgekratzt genug, um perfekt zur Stimmung des Rundlings zu passen, ohne dabei wegen ihrer Schärfe weh zu tun. Die Spieldauer ist mit 40 Minuten perfekt bemessen und zeigt, dass die Musik der EP auch auf Albumlänge ihre Wirkung entfalten kann. Und das wahnwitzige Coverartwork setzt dem Ganzen noch die Krone auf, selten wurde die Musik einer CD grafisch so passend umgesetzt.

Klar, das ist keine Musik, die eine große Zielgruppe anspricht, aber was soll's? Wem die EP schon gefallen hat, der wird den Longplayer lieben. Dafür gibt es das Teufelchen, allerdings verbunden mit einer Warnung an den Normalhörer: Normal ist das nicht! Oder um es mit den Worten der Band zu sagen: Hört zu & entspannt euch. Wenn ihr könnt...

Hannes

6 von 6 Punkten

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