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69 Chambers - War On The Inside

69 Chambers - War On The Inside
Stil: Progressive Heavy Rock
VÖ: 24. März 2009
Zeit: 55:43
Label: Silverwolf Productions
Homepage: www.69chambers.com
MySpace: www.myspace.com/69chambers

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69 Chambers sind der Beweis: es gibt sie noch, jene junge Kapellen, die es fertig bringen, einen eigenen Stil fernab der gängigen Konventionen zu kreieren und dabei dann auch noch verdammt gut auszusehen. Das tut im Übrigen auch Frontfrau und kreatives Haupt Nina, die sich für das Album-Cover in lasziver Pose inmitten einer Badewanne ablichten ließ und dabei das Nötigste mit den eigenen Händen bedeckt. Sex sells, aber in diesem Fall wäre das gar nicht nötig gewesen. Denn die eigenständige Mixtur aus Hardrock, Heavy Metal und Grunge dürfte auch ohne diesen optischen Appetizer genügend Zuspruch finden.

Viele unterschiedliche Einflüsse lassen sich im Sound des Schweizer Trios ausmachen. Hin und wieder erinnert die Gitarrenarbeit an Machine Head, aber auch Soundgarden haben deutliche Fußspuren in der weiten Ebene hinterlassen, auf der 69 Chambers ihr musikalisches Konstrukt errichten. Ich könnte nun zu jedem der 13 Tracks einen Kommentar abgeben. Aber da wir in einer Epoche leben, in der Stress und Zeitmangel als immaterielle Statussymbole zu begreifen sind, picke ich mir nur einige Nummern heraus und fasse mich kurz.

Schon der eingängig groovende Opener "The Day Of The Locust" bleibt sofort haften und macht Lust auf mehr. Flott geht's weiter mit dem passenden Titel "Bloodaxe" und schon bald offenbart sich, dass Eingängigkeit und schräge Noten sich nicht ausschließen müssen. "Ex Nihilo" zeigt die Schweizer von ihrer ersten anderen Seite, ist sehr langsam, atmosphärisch und mit Bassbeats unterlegt. Man kann dieses ruhige Intermezzo natürlich auch als Luftholen vor dem großen Sprung betrachten. Denn mit dem folgenden "Return Of The Repressed" bringen die Musiker ein wahres Mosh-Monster an den Start, bei dem die sonst eher poppig singende Nina nicht einmal vor schwarzmetallischem Fauchen zurückschreckt. Was sich hier zaghaft ankündigte wird noch ausgebaut: Finsternis zieht herauf, und nach kurzem Introitus, für den auch Slayers "Seasons In The Abyss" Pate gestanden haben könnte, thront mit "Judas Goat" der intensivste und brutalste Track präzise in der Albummitte. Nun sind es sogar ganze Strophen, die in dämonischer Manier ins Mikro gekreischt werden, als nach dem Doom-lastigen Auftakt die Doublebase hypnotisch ein hohes Tempo vorlegt.

Ruhe tut Not nach diesem Unwetter. Der Hörer findet sie im nachdenklich wirkenden "The Collapse Of Time And Space", ehe mit dem fröhlich und flott rockenden "Dead Letter Office" endlich wieder positive Energien frei gesetzt werden. Die Anordnung der einzelnen Stücke wurde hier wirklich gekonnt vorgenommen und die satte, druckvolle Produktion lässt ohnehin keine Wünsche offen. Am Ende steht die sexy Akustik-Ballade "A Ruse" und hallt noch lange nach.

Keine Frage: nach diesem beeindruckenden Debüt muss man 69 Chambers im Auge behalten. Bleibt nur noch zu hoffen, dass man die beiden Mädels und ihren Schlagzeuger in Bälde live zu Gesicht bekommt.

Dagger

5 von 6 Punkten

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