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SaraLee - Damnation To Salvation

SaraLee - Damnation To Salvation
Stil: Gothic Metal
VÖ: 20. Februar 2009
Zeit: 46:22
Label: Firebox Records
Homepage: saraleeweb.com
MySpace: www.myspace.com/saralee

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Sich als Gothic-Metal-Band mit dem Namen eines amerikanischen Großkonzerns zu schmücken, der hinter Marken wie Wonderbra oder Duschdas steht, strahlt besonders in Zeiten der Finanzkrise ein gewisses Maß an Selbsicherheit aus. Da aber die Finnen von SaraLee außerhalb Finnlands noch recht unbekannt sind, ist der BH-Hersteller wohl noch nicht wirklich auf die Düsterrocker aufmerksam geworden. Immerhin beweisen SaraLee mit ihrem Zweitwerk Damnation To Salvation durchaus das Potiential, bis weit über ihre Landesgrenzen hinaus Bekanntheit zu erlangen, denn das Material steht nicht hinter dem von kommerziell erfolgreichen Kollegen wie HIM, Entwine oder The Rasmus zurück.

Der Beginn des Albums ist mit "Scars" und besonders "Forsaken" recht kraftvoll ausgefallen und erinnert stellenweise fast an selige Sentenced-Zeiten. Davon und auch von den zaghaft eingesetzten Grunts in "Forsaken" sollte man sich als Gothic-Fan aber nicht abschrecken lassen, denn im Laufe der folgenden 45 Minuten lässt die Härte nach und Melancholie sowie Melodien treten deutlich in den Vordergrund. Und hier können SaraLee ihre Stärken dann auch gekonnt ausspielen. In "Sleeping In The Fire" und "Rescue Me" treffen getragene Keyboardteppiche auf filigrane, treffend platzierte Gitarrenlicks und über allem schwebt die mächtige Stimme von Sänger Joonas, der manchmal mystisch wie HIMs Ville Valo und manchmal so kraftvoll wie Ville Laihiala von Sentenced klingt. Besonders das traurig anmutende "Crimson Sky" kann mit einem hervorragenden, harmonischen Refrain punkten. "Nights" und das finale "Last Day Alive" drücken noch einmal heftigst auf die Tränendrüse, aber netterweise wird durch die zwischengelagerten straighten Rocksongs "Turning Point" und "Remains Of Carmen" die Stimmung so weit aufgelockert, dass man doch noch Licht am Ende des Tunnels zu erblicken vermag.

Damnation To Salvation verbreitet für eine Frühjahrsveröffentlichung eine ziemlich herbstliche Stimmung. Das aber auf hohem songwriterischen Niveau und ohne bemerkenswerte Ausfälle. Die Auswahl an Rocksongs und Balladen auf dem Silberling hält sich auch in etwa die Waage und so sollte für jeden Düsterrocker etwas dabei sein. Ich würde zuschlagen, solange der Winter sich noch nicht verabschiedet hat, denn für die ersten Sonnenstrahlen im Biergarten ist Damnation To Salvation wohl eher der falsche Soundtrack.

Sebbes

5 von 6 Punkten

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