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Adagio - Archangels In Black

Adagio - Archangels In Black
Stil: Progressive Power Metal
VÖ: 06. Februar 2009
Zeit: 47:39
Label: Listenable Records
Homepage: www.adagio-online.com

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Ihrer Bezeichnung wurden Adagio bis dato noch nie gerecht. Adagio bedeutet eigentlich langsam bzw. ruhig und das war das Quintett um Bandgründer, Hauptsongwriter und Gitarrist Stephan Forte noch nie so wirklich. Doch mit zunehmender Dauer ihres Bestehens, sprich mit jedem Album, machten sich neue härtetechnische Klänge breit. Konnten die ersten beiden Alben Sanctus Ignis und Underworld noch durch ihre monumentalen, bombastischen und stark klassisch inspirierten Komponenten überzeugen, so wurden auf Dominate die düsteren Parts etwas mehr in den Vordergrund gestellt. Das lag wohl auch daran, dass nicht mehr der etatmäßige Pink Cream 69-Frontmann David Readman den Songs seinen eigenen (melodischen) Stempel aufdrückte, sondern der Brasilianer Gus Monsanto, der sich im direkten Vergleich hinten anstellen muss, da er gerade in den höheren Passagen Schwächen zu verbuchen hatte.

Bei dem mittlerweile nun vierten Album Archangels in Black darf sich nun der dritte Sänger hinter dem Mikro austoben. Dieser hört auf den Namen Chris Palin (Random Eyes) und kommt aus Finnland. Und oh Wunder, oh Wunder, es geschehen auch noch selbige. Denn das was da aus den Boxen tönt erinnert vom Timbre her ein ums andere Mal an den Symphony X-Sänger Russell Allen, was bekanntlich nicht die schlechteste Referenz darstellt. Allerdings demonstriert Mr. Palin auch seine Talente im keifenden Growlgesang (nachzuhören in der formidablen eingängigen Abrissbirne "Vamphyri" und im rhythmisch vertrackten "Undead" mit sehr starker Melodieführung). Insgesamt eine sehr beeindruckende und vielseitige Gesangsleistung. Ganz verzichtet haben Adagio natürlich nicht auf die Elemente, die sie bekannt gemacht haben, da sind ganz klar noch die Querverweise zu Yngwie Malmsteen vorhanden. Doch mittlerweile darf es wie bereits erwähnt auch etwas mehr sein, die Gitarren braten und fiedeln gleichermaßen und der Anteil an Düsternis, Härte und Aggressivität wurde nach oben geschraubt. Diese schroffe und beinahe schon thrashige und brachiale Gitarrenarbeit kombiniert mit dem neoklassischen Keyboardspiel von Kevin Codfert und der variablen Rhythmusarbeit von Bassist Franck Hermanny und Drummer Eric Lebailly ist perfekt aufeinander abgestimmt. Und zu ihrem Glück sind Adagio nicht mehr darauf bedacht die einzelnen Instrumente in den Mittelpunkt zu stellen, sondern den Song an sich. Streckenweise kommen mir noch Vergleiche zu Bands wie Evergrey, Symphony X und Children Of Bodom bzw. mit Abstrichen Kamelot und Threshold in den Sinn, aber vielleicht ist das ja auch Absicht...

Egal ob Adagio Vollgas geben (Titeltrack, "Twilight At Dawn", "Getsu Senshi"), im schnellern Midtempo proggen ("The Astral Pathway", "Fear Circus", "The Fifth Ankh") oder die ganze Bandbreite im symphonischen und progressiven Power Metal abdecken ("Codex Oscura"), Archangels In Black ist wohl nach dem famosen Debütalbum zum abwechslungsreichsten und unterhaltsamsten Album in der Bandgeschichte geworden. Die Kombination der verschiedenen Elemente führt einerseits zu komplex(er)en Arrangements, andererseits aber auch zu mehr Eigenständigkeit. Es braucht vielleicht noch mal ein oder zwei Hördurchgänge mehr bis die Songs zünden und die Produktion könnte auch eine Spur voller sein, aber ansonsten gibt es nix zu bemängeln. So kann es weitergehen, starke Scheibe!

Andi

5 von 6 Punkten

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