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Dream Evil - The Book Of Heavy Metal

Dream Evil - The Book Of Heavy Metal
Stil: True Metal
VÖ: 24. Mai 2004
Zeit: 50:07
Label: Century Media
Homepage: www.dreamevil.se

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Ja holla, was ist das denn. Ein Eunuchenartiger Schrei zu Beginn einer CD ruft bei mir normalerweise den sofortigen Druck auf die Stop-Taste hervor, aber irgendwie hält mich das erste Riff schon wieder davon ab. Einige Sekunden später verlässt der gequälte Ausdruck mein Gesicht und ein dickes Grinsen macht sich breit. Der Griff nach der Luftgitarre ist nur noch Formsache. Und das bei einer True Metal Scheibe...

Um es gleichmal vorwegzunehmen: The Book Of Heavy Metal - dritter Output aus dem Hause Dream Evil - vereint in knappen 50 Minuten alle Klischees, die man von einer True Metal Band erwartet und macht dabei wesentlich mehr Spaß als Hammerfall und Manowar zusammen je könnten. Dabei ist das Erfolgsrezept dieser All-Star-Band eigentlich ganz einfach: Nimm dich nicht ernst, zieh die Klischees durch den Kakao und rocke einfach drauf los.

Und genau das tun die Jungs. Bereits der Opener und Titeltrack geht sofort ins Ohr und bleibt dort genauso hängen, wie das mitgröhltaugliche "The Crusaders Anthem". Der zweite Track "Into The Moonlight" hat in seiner epischen Form die Chance ein großer Dauerbrenner zu werden. Das an Ozzy erinnernde Hard-Rock Kraftpaket "No Way", der Mitgröhl-Stampfer "Let's Make Rock" und das fast schon poppige "Tired", sowie die Schmusesongs "Chosen Twice" und "Unbreakable Chain" zeigen die gesamte Bandbreite und das musikalische Können der Musiker. Festzuhalten bleibt, dass es im Vergleich zum Vorgänger um einiges flotter und fetter zur Sache geht. Dafür ist sicherlich zu einem Großteil auch die ausgezeichnete Leistung von Produzent Fredrik Nordström (In Flames, Arch Enemy u.a.) verantwortlich, die dem Ganzen gewohnt routiniert die Krone aufsetzt.
Auch die in den letzten Jahren während diverser Touren gesammelte Erfahrung merkt man der Band an. Im Gegensatz zu den ersten beiden Scheiben wirken die Kompositionen in sich schlüssiger und nicht mehr so zerfahren. Die Hooklines, Keyboarduntermalungen und Riffs im Stile von Accept, Dio oder Judas Priest passen wie die Faust aufs Auge und zeigen, dass die Musiker ihren Job lieben und mit vollster Hingabe ausführen. Und genau diese Hingabe spiegelt sich in jedem einzelnen Songs wieder und macht The Book Of Heavy Metal" zu dem was es ist: dem wahrscheinlich geilsten Heavy Metal Album der letzten Jahre.

Metalheads, die geile Hymne lieben, gerne laut mitshouten und ihre Luftgitarre lieben müssen hier zugreifen. Der Rest der Welt sollte auf jeden Fall reinhören, denn The Book Of Heavy Metal ist eines der Highlights des Jahres 2004.

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6 von 6 Punkten

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