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Evergrey - Torn

Evergrey - Torn
Stil: Progressive Power Metal
VÖ: 19. September 2008
Zeit: 53:40
Label: SPV
Homepage: www.evergrey.net

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Torn - Zerrissen, das ist ein Titel, der enorm gut auf das neue Machwerk von Evergrey passt. Selbst die Promofirma hat es nicht leicht, die Aussagen des Sängers Tom Englund auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Zwischen "...die Stücke klingen genau so, wie es unsere Fans von uns erwarten" und "Wir nahmen keine Rücksicht auf irgendwelche Hörgewohnheiten im Radio..." tut sich doch die ein oder andere Untiefe auf. Aber keine Sorge, auf Torn wurde nicht wie auf dem Vorgänger Monday Morning Apocalypse versucht, die Songs in kalte Drei-Minuten-Häppchen zu quetschen, sondern die Mannen um den charismatischen Sänger haben sich wieder auf alte Stärken zurückbesonnen.

Viele der heißgeliebten Evergrey-Trademarks der Recreation Day-Era sind auf Torn wieder vertreten: Stakkato-Riffs, melancholische Keyboards, bombastische düstere Melodien und sogar die ein oder andere längere, atmosphärische Hymne ist wieder dabei. Toms düstere und ergreifende Stimme ist sowieso über jeden Zweifel erhaben und schafft es spätestens mit dem tragischen "When Kingdoms Fall", mir einen wohligen Schauer über den Rücken zu jagen. Genauso erweist sich der Neuzugang am Bass, Ex-Stratovarius-Tieftöner Juri Kainuleinen, als sehr gute Wahl. Das stimmige, in brauntönen gehaltene Cover, das einen Engel mit gebrochenen Flügeln zeigt, schafft es, die Stimmung der Songs, die mit so ergreifenden Textzeilen wie "Today you died for me" gespickt sind, treffend zu unterstreichen. Zwar werde ich das Gefühl nicht los, dass Evergrey hier wirklich versuchen, es jedem recht zu machen, wodurch viele Kanten und Ecken abgeschliffen worden sind, aber im Großen und Ganzen haben wir es hier tatsächlich mit einer großartigen Scheibe zu tun. Dies sollte besonders denen bewusst werden, die sich mehr als nur die ersten Songs der Scheibe einverleiben, denn die Lieder werden im Laufe der Platte immer stärker - bis hin zu dem emotionalen Knaller "These Scars", der am Ende des Silberlings thront.

Torn ist eine konsequente Fortsetzung der bisherigen Evergrey-Alben und orientiert sich wieder deutlich an dem gewohnten Evergrey-Sound. Dass die Schweden damit die eigenen Klassiker in den Schatten stellen können, würde ich jetzt nicht behaupten. Muss ich aber auch nicht, denn Torn beinhaltet elf geniale, atmosphärische und verdammt kraftvolle Dark-Metal-Epen, die jedem Evergrey-Fan wohl munden sollten.

Sebbes

5 von 6 Punkten

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