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Bloodbound - Book Of The Dead

Bloodbound - Book Of The Dead
Stil: Heavy Metal
VÖ: 25. Mai 2007
Zeit: 56:32
Label: Metal Heaven
Homepage: www.bloodbound.se

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Book Of The Dead, da war doch mal etwas mit dem Buch der Toten mit Beginn des 21. Jahrhunderts. Ja, jetzt habe ich es! Steel Prophet hieß die Band, welche ein Album mit demselben Titel herausbrachte und uns Nackensportlern ein astreines Speed Power Metal-Album erster Güteklasse reichte. Das vorliegende Buch hat daher schon mal einen schweren Stand, aber Vergleiche hinken ja immer, deshalb berufen wir uns auf das erste Album Nosferatu des schwedischen Vierers mit germanischer Unterstützung am Mikro, bei dem noch Urban Breed (Ex-Tad Morose) seine Stimmbänder zum Schwingen brachte und das mich mit dem Schminktopfgesudeloutfit und der musikalischen Belanglosigkeit nicht zu begeistern wusste.

Doch neuer Sänger und somit neues Glück? Seit einiger Zeit hat nun Michael Bormann (Ex-Jaded Heart, Ex-The Sygnet, Ex-...) das Mikro von Urban in die Hand genommen und singt wie auch sein Vorgänger excellent, jedoch wissen die Songs zu keiner Sekunde zu überzeugen. Identitätslos und langweilig plätschert das Werk an einem vorbei, dass man nicht mal im Stande ist, das Schneuztuch zu schwenken. Handwerklich ist alles im grünen Bereich, jedoch ist der milliardste Aufguss von Hammerfall und Co. irgendwann abgeschmackt und bieder wie eine Woche altes Brot. Ein bisschen oohohoh und uuhuhu, mal flott ("Sign Of The Devil", "Into Eternity", "Bless The Unholy") mal im Midtempo ("Flames Of Purgatory", "The Tempter"), und schon haben wir den Mitsinghit. Au weh zwick, ist das Klischee und Zucker beladen. Nichts gegen Klischees, aber das ist irgendwie am Reißbrett konstruierte Mucke der faden Art.
Die sanfte leblose und gerade im Drumbereich gummiweiche Produktion tut ein Übriges, damit die Scheibe im Wust der ähnlich gelagerten Veröffentlichungen vollkommen untergeht. Bei Konzept und Texten denkt man eher an brutalen Stoff, zumindest der thrashigen Nevermore-Sorte. Doch das ist hier so weit weg wie Ralf Schumacher vom Podestplätzchen. Einfallsloser altbackener 0815-Melodic Rock, von Metal will ich mal gar nicht sprechen, dass es mir die Zehennägel um 180 Grad aufbiegt. Wenigstens das ist schmerzhaft true.

Für möchte-gern-harte mit Porno bebalkten Antlitz versehene Kurzhaarträger, die die x-te langweilige Auflage von Helloween, Hammerfall, Victory, Sinner, Primal Fear, Dream Evil und zig weiteren Bands dieses Metiers zuhause stapeln, ist ein weiteres Kleinod gefunden, zu dem man den Kasper in der Dunkelkammer bis zum Bersten schneuzen kann. Da sind Mad Max hohe Spielkunst und um Lichtjahre besser. Mir tut es trotz aller Kritik für die Band leid, denn die Musiker spielen einwandfrei und Michael Bormann ist mit seinem kraftvollen und dennoch melodiösen Organ einer meiner inländischen Lieblingssänger. So genial wie zu den Jaded Heart-Perlen ist das hier Gebotene leider nicht. Schade, da habe ich einen tiefen Griff ins Klo getätigt und drücke erstmal die Stopp- und dann die Spültaste. Wie man ein ähnlich gruseliges Konzept musikalisch gut umsetzen kann, haben erst kürzlich die deutschen Power Metaller Powerwolf mit Lupus Dei bewiesen. Herr Kurzen, bitte übernehmen Sie!

Siebi

1 von 6 Punkten

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