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Graveworm - Collateral Defect

Graveworm - Collateral Defect
Stil: Black Metal
VÖ: 25. Mai 2007
Zeit: 41:32
Label: Massacre Records
Homepage: www.graveworm.de
MySpace: www.myspace.com/graveworm

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Die Südtiroler Graveworm haben ja schon auf dem diesjährigen Spring Metal Festival in Salzburg zwei neue Songs für die Fans parat gehabt. Und den dort erweckten positiven Eindruck gilt es nun mit ihrem neuen Album zu bestätigen. Und genau das machen sie! Die Kooperation mit dem Branchenriesen Nuclear Blast ist inzwischen beendet und man ist nun bei Massacre Records gelandet.
Nach dem futuristisch anmutenden Intro "Reflections" geht es mit dem wohl beeindruckendsten Scream von Stefano Fiori (Vocals) der Bandgeschichte in 41 Minuten schwarzmetallische Unterhaltung auf hohem Niveau. Da bin ich mal gespannt, wie Stefano diesen Schrei live bringen will. Wie auch immer, "Bloodwork" entwickelt sich schon nach dem kurzen, eher gezügelt gehaltenen Anfang als wahre Black Metal-Abrissbirne. Hier sind alle bekannten Trademarks der Band auf den Punkt gebracht: aggressives Riffing, schnelle Drums, harmonische Melodien und über allem thront Stefano Fiori mit seinem Organ. Egal ob tiefe Growls oder hohe Screams, diese Stimme zieht einen in seinen Bann. Dabei wird bei "Bloodwork" das Tempo geschickt variiert, von hyperschnell über Midtempo bis wieder schnell. So macht Black Metal Spaß (ja, das darf Black Metal). "Touch Of Hate" beginnt ebenfalls rasant und wird im Mittelteil etwas zurück gefahren von der Geschwindigkeit. Ein guter Song, wären da nicht die kurzen Sequenzen, die arg an das Pfeifen von Rammstein in "Engel" erinnern. Das wäre hier nicht nötig gewesen. Das ist dann aber auch schon der einzige Wermutstropfen, den es abzuhandeln gilt.
Die Südtiroler schaffen es einfach, mit ihrem eingängigen, melodischen und doch aggressiven Sound den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Dabei treten sie eben nicht permanent aufs Gaspedal, wie z.B. bei "The Day I Die". Der Song ist im Midtempo gehalten, doch die Drums fordern einen förmlich auf, die Matte kreisen zu lassen. "Fragile Side" überrascht dann durch den Einsatz von klaren Vocals, die zusammen mit Stefanos Screams und Growls ein gelungenes Wechselspiel der Gefühle erzeugen. Der Song wird durch einen sehr ruhigen Part "unterbrochen", bevor er wieder Fahrt aufnimmt und mit einer gehörigen Portion Groove besticht.
An Coverversionen ist man bei Graveworm ja schon gewöhnt, auch diesmal haben sie sich ein Stück vorgenommen, dem sie ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt haben. "Erwischt" hat es "I Need A Hero" von Bonnie Tyler, das nun in neuem, schwarzen Glanz erstrahlt. Während der Strophen des Songs wird sich noch vornehm zurück gehalten, jedoch beim Refrain wird mächtig, mächtig Gas gegeben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Band es schafft, fremde Songs als ihre eigenen zu interpretieren bzw. erscheinen zu lassen.
Den Abschluss bildet mit "Memories" ein rein instrumental gehaltenes Stück. Hier treffen Keyboard und Akustikgitarre aufeinander, wobei das Keyboard stellenweise futuristisch klingt, ähnlich wie im Opener.
Produziert und druckvoll in Szene gesetzt wurde das Ganze wieder einmal von Andy Classen (u.a. Die Apokalyptischen Reiter, Dew-Scented), der der Band einen fetten Sound zurechtgezimmert hat und damit den Songs noch zusätzlichen Schub verleiht.
Mit Collateral Defect machen Graveworm einen großen Schritt nach vorne und festigen ihren Stand als Dark/Black Metal-Band. So fett und erwachsen haben sie bislang nicht geklungen.

Ray

6 von 6 Punkten

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