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Redemption - The Origins Of Ruin

Redemption - The Origins Of Ruin
Stil: Progressive Power Metal
VÖ: 30. März 2007
Zeit: 57:15
Label: Inside Out
Homepage: www.redemptionweb.com

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Gerade mal zwei Jahre ist es her, dass Redemption Mastermind Nicolas van Dyk (Gitarre, Keyboards) das verdammt starke Album The Fullness Of Time veröffentlicht hat. Einen hohen Anteil der Progressive Metal-Anhänger konnte er garantiert auf seine Seite ziehen, so war es doch kein Geringerer als Fates Warning-Sänger Ray Alder, den er für den Platz hinter dem Mikro gewinnen konnte. Genau dieser steht auch beim mittlerweile dritten Output The Origins Of Ruin Gewehr bei Fuß.

Wie schon bei The Fullness Of Time zeigt Nicolas van Dyk, was für ein phänomenal guter Songwriter er ist und mit Gitarrist Bernie Versailles (Agent Steel), Neuzugang Sean Andrews am Bass, sowie Drummer Chris Quirate (Prymary) fand er die optimale Besetzung um das komplexe Material umzusetzen. In den insgesamt neun Songs werden sämtliche Stilmittel eingesetzt um das Album sowohl kraftvoll als auch melodiös zu halten. Der Opener "The Suffocating Silence" klingt zwar vom Sound her etwas kühl, ist aber dennoch majestätisch und mit harschen Gitarrenklängen untermalt. Das verspielte, atmosphärische und auch schroffe "Bleed Me Dry" mag zwar nicht gleich beim ersten Mal zünden, ist aber der perfekte Übergang zu dem in Power Metal-Regionen schwebenden "The Death Of Faith And Reason". Nach dem doch erstmal gewöhnungsbedürftigen Eröffnungstriple folgt aber ein absoluter Übersong. "Memory" überzeugt durch grandiosen Spannungsaufbau. Keyboard und Gitarre sind perfekt aufeinander abgestimmt und erzeugen eine harmonische und hymnische Stimmung. Zum Schluss hin wird noch mal ordentlich Gas gegeben und die Soli werden ausgepackt. Als kleine Verschnaufpause ist der knapp dreiminütige Titeltrack gedacht. Ray Alder erzeugt mit seiner zerbrechlichen Stimme, die nur vom Piano getragen wird, eine Gänsehaut von einem anderen Stern. Die allerdings ist bei "Man Of Glass" gleich wieder vorbei, tendenziell geht dieser Song in Richtung "Bleed Me Dry", wobei "Man Of Glass" einen Tick "einfacher" klingt. "Blind My Eyes" ist der nächste Übersong, der durch ein superbes Arrangement und melodische Harmonieklänge überzeugt und sich in den nächsten Tagen und Wochen wohl im Kleinhirn verankert. Das vertracktere "Used To Be" zieht vom Härtegrad wieder ein bisschen an und tönt auch mit mehr Groove aus den Boxen. Im abschließenden Longtrack "Fall On You" werden wieder die Emotionen ausgepackt und in ein dramatisches Epos integriert, das zum Träumen schön ist.

The Origins Of Ruin erinnert vom Sound und auch von der durchgehenden bedrückenden Stimmung an das Dream Theater Glanzstück Awake. Das soll jetzt nicht heißen, dass Redemption in irgendeiner Weise geklaut haben, nein dafür sind die Songs viel zu eigenständig. Das Album erfordert natürlich wieder höchste Aufmerksamkeit, da die Kompositionen technisch anspruchsvoll sind und sich auf hohem Niveau bewegen. Alles, was das Prog-Herz begehrt ist hier vereint: Melodie, Härte, Aggressivität und Melancholie, dargeboten von einem Ray Alder in Höchstform und in eine dynamische und klare Produktion gepackt. Und auch wenn die ersten drei Tracks nur knapp an der Überlegenheit des restlichen Albums scheitern, The Origins Of Ruin wird wohl immer öfter mal aus dem CD-Regal genommen werden. Sehr runde Sache, nicht nur für Fates Warning-Fans.

Andi

5 von 6 Punkten

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