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Russ Ballard - Book Of Love

Russ Ballard - Book Of Love
Stil: Hard Rock
VÖ: 20. Oktober 2006
Zeit: 68:16
Label: Silversonic Records
Homepage: www.russ-ballard.com

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Russ Ballard ist kein Unbekannter. Einige der bekanntesten Rock- und Popklassiker aller Zeiten stammen aus seiner Feder, z.B. "Since You've Been Gone" von Rainbow. Mit Book Of Love legt der Mann mit der Sonnenbrille nun das neunte Album seiner in den Siebzigern begonnenen Solo-Karriere vor.

Auf Book Of Love konzentriert sich der Engländer auf tiefgründige Texte, unter anderem verarbeitet er die Trennung von seiner Frau. Die Texte sind sehr düster, fast depressiv. Hoffungsvolle Zeilen muss man mit der Lupe suchen.

Die Musik ist entspannter Rock. Book Of Love fängt mit "It's My Life" ganz nett an und setzt das Tempo: Midtempo regiert. Der Fuß wippt leicht mit. "Crazy World" ist ein typischer Vertreter der radiotauglichen Pop-Rock-Nummern, mit denen man sich bedüdeln lassen kann. Klingt wie wenn man jemanden mit Wattebäuschen zu Tode steinigen wollte. Bei "In The Dark" geht dann das Verhängnis los: Russ' Singstimme, die ein wenig an die von Jon Bon Jovi erinnert, fängt an rumzujammern, dass der Finger unwillkürlich zur Skiptaste zuckt. Die Gesangsmelodie ist ein ständiges Geleiere, einfach furchtbar. "When You Sleep" ist ein Stück ohne Schlagzeug. Die gesprochenen Passagen zwischendrin sind ein netter Einfall. Bei "Love Works In Strange Ways" hat's im Refrain für Ross leider nur drei Töne, alle hoch. Und er wiederholt ihn ständig. Grausam. Wenn ich einen Hund hätte, würde er wahrscheinlich mitjaulen. Gleiches gilt für "Like Father Like Son". Die Melodie vom Refrain soll wohl flehentlich klingen, nervt aber einfach nur. Da können die erfreulich tief gehaltenen Strophen auch nichts mehr retten. Bei "Is There Anybody Out There" geht das Gejammere gleich in der Strophe los und zieht sich durch das gesamte Lied.
Dann ein Lichtblick: "I'm Just Not Made For This World" ist - wiederum bis auf die Melodieführung im Refrain - richtig gut. Die Chöre erinnern an Farmer Boys und verleihen dem Lied Charakter. "Just Like Me" hat einen gesprochenen Mittelteil, der schon fast gerappt ist. Ansonsten schönes Lied. "On To The Next" gefällt durch nette Melodieführung.
Aber das Verhängnis setzt sich fort: "This Is Not A Love Song" ist tatsächlich kein Love Song, sondern ein Jodel Song. Gruslig. "The Road That Has No Turning" ist wieder eine ganz nette Ballade, ein bisschen schmalzig vielleicht. Dagegen gibt's bei dem flotten "In My Darkest Hour" einen sehr schönen Refrain. Der Titeltrack fällt dagegen geschwindigkeitsmäßig wieder voll runter. Gähn. Allerdings sind die Melodien ganz nett gemacht. Überhaupt eine Beschreibung, die man inflationär verwendet, wenn man dieses Album beschreibt: ganz nett. Mit "In To The Light" wird der Jammergesang weiter geführt. Schade, man hatte schon gehofft, es wäre zumindest damit vorbei. Nach "Wonderful World" hat man's dann geschafft.

Diese CD ist buchstäblich randvoll mit Musik. Ich finde den Großteil dieser Musik dermaßen nervtötend, dass ich eine Kaufempfehlung nur denjenigen geben würde, die ich nicht leiden kann. Da hat sich Russ Ballad, "einer der größten Songwriter, Sänger und Produzenten", mal so ein richtiges Ei gelegt. Ins Klo. Lediglich einige ganz nette - da isses schon wieder! - Einfälle retten dieses Album vor dem völligen Verriss.

Kara

2 von 6 Punkten

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