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Wig Wam - Hard To Be A Rock'n'Roller

Wig Wam - Hard To Be A Rock'n'Roller
Stil: Glam Rock
VÖ: 18. November 2005
Zeit: 45:15
Label: Napalm Records
Homepage: www.wigwam.no
MySpace: www.myspace.com/wigwamania

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Hier ist es also nun, das Debut der Puderquasten-Schwinger aus Norwegen, die 2005 schon mal den Grand Prix unsicher machten, bevor Lordi dann 2006 monstermäßig obsiegten und Ralph Siegel endgültig in den tiefen Abgrund der Depression stürzten. Mit so ungefähr genau 12 Monaten Verspätung ist das Rezi-Exemplar nun auch bei uns gelandet, aber wir sind natürlich sehr geneigt, den Königen der Spandex-Hosen trotzdem noch - oder wieder - unser Ohr zu leihen.
Denn wie schon auf dem Folgewerk Wig Wamania feuern die Jungs um Frontmann (Zweifel sind angebracht) Glam ein derart frohgelauntes Poser-Prachtstück um die Ohren, dass die Frisur trotz Drei Wetter Taft rotiert. Wer Ironie, Doppelbödigkeit oder Komplexität sucht, ist hier fehl. Wer aber munter drauflos posieren will, der kann jede Menge Spaß haben.

Los geht's mit "In My Dreams", dem Song, der in heimischen Gefilden sogar auf Platz Eins der Charts kletterte, gefolgt vom Titelstück, mit dem Wig Wam ihre Zelte auch beim Schangsong-Contest aufgeschlugen. Freunde, das ist Glam, so wie er sein muss - von der Attitüde her feiern Ratt und Poison hier ihre Auferstehung, aber die musikalische Qualität, die die Ami-Glamer immer vermissen ließen, ist hier schubkarrenweise vorhanden. Die musikalische Fraktion zeigt hier immer wieder, dass man meilenweit weg ist von den Simplicissismus-Übungen der 80er - Wig Wam sind Haarspray-Rocker, aber mit Niveau und technischer Finesse.
Nach "Bless The Night" packen sie denn auch gleich die erste handfeste Überraschung aus: "I Turn To You" liefert ein schmissiges Cover des Dancefloor-Hits von Melanie C. ab. Schön! Mit dem Instrumental "The Drop" zeigen sie dann eindeutig ihre musikalische Klasse, aber wie auch auf Wig Wamania können sie die kompositorische Qualität leider nicht auf der ganzen Strecke aufrecht erhalten. Nummern wie "Car-Lyle" oder "The Best Song In The World" (Komplexe haben sie nicht) hätte man sich getrost schenken können, hier wird es dann doch austauschbar und wenig inspiriert. Gegen Ende reißt dann aber die bluesige Ballade "A Long Way To Go" und das hymnische "Crazy Things" noch mal jede Menge.

Freunde des gepflegten Schminkens: hinhören. Das rockt wunderbar. So weit, so schön. Aber der absolute Highlight, das ist eine Hommage an den großen Grand Prix-Übervater himself: als Bonus-Track kredenzen Wig Wam uns eine Cover-Version von... "Dschingis Khan"! Ja, von genau dem Hammersong, mit dem Ralph Siegel 1979 einen respektablen vierten Platz ergatterte und sich vier Wochen in Folge an die Spitze der deutschen Charts setzte. Und das Stückchen war ja nicht von schlechten Eltern - auch textlich gings ja hier derartig zur Sache, dass uns die Ohren rot wurden (wie war das mit den sieben Kindern?), und die englische Übersetzung lässt nichts zu wünschen übrig. "Hey Rider, Ho Rider" - man fragt sich nur, was Herr Siegel jetzt macht: leert er wie sein Mongolenheld den Krug in einem Zug, oder hört man ihn lachen - immer lauter lachen?

Holgi

5 von 6 Punkten

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