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The Vincent Black Shadow - Fear's In The Water

The Vincent Black Shadow - Fear's In The Water
Stil: Rock
VÖ: 10. November 2006
Zeit: 48:28
Label: Bodog Music
Homepage: www.thevincentblackshadow.com

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Und wieder ein Beweis der These, dass die besten Dinge dann daherkommen, wenn man am wenigsten damit rechnet. Hinter dem etwas seltsamen Namen und dem noch seltsameren Cover (Badewanne mit schwarzem Zeug gefüllt, darauf eine Plastikente - ah ja) verbirgt sich so eben flugs mal die beste Nicht-Metal-Scheibe, die ich seit mindestens wenn nicht länger gehört habe.
The Vincent Black Shadow kommen aus Kanada und haben ihren illustren Namen aus dem Kultroman Fear And Loathing In Las Vegas übernommen, wo Autor Hunter S. Thompson seitenweise über dieses Ding referiert - es handelt sich um ein legendäres Motorrad aus den 40er Jahren, erbaut von einem gewissen Phillip Vincent. Soviel also zum Namen. Wer nun allerdings, gemäß dem Feeling des genannten Romans, benebelte Stoner-Klänge erwartet, sieht sich getäuscht.
Vielmehr präsentieren die drei Geschwister Kirkham (Rob, Chris und Tony) und ihre Sängerin Cassandra Ford (welch ein Name!) eine bunte Mischung aus Rock, Pop, Gothik, Punk, Ska, Schlager und Country. Da gibt es flotte Rocker ("Metro"), eingängige Balladen im Stile der 50er-Jahre-Schlagerkönige ("Don't Go Soft"), Swinging Big Band Sound ("House Of Tasteful Men") und einen Western-Song mitsamt Steel Guitar ("Ghost Train Out" - Johnny Cash würde noch mal around kommen, wenn das noch drin wäre). Es gilt das Motto von Peter Lustig: klingt komisch - is aber so. Und zwar innovativ, überraschend, frisch, in jedem Moment spannend. Technisch perfekt, songwriterisch meilenweit voraus.
Über allem schwebt die eindrucksvolle Stimme von Frau Ford, einer gebürtigen Endländerin, die nach einer abgebrochenen Karriere als Plastik-Hit-Barbie in den Philippinen (!) nach Kanada ging und dort ihren eigenen Weg einschlug. Glück gehabt, denn es wäre jammerschade gewesen um diese Stimme, die irgendwo zwischen der göttlichen Debbie Harrie von Blondie und Shirley Bassey angesiedelt ist. Ganz ihrem Namen entsprechend orakelt sie in den Texten über Düsteres, Bizarres, aber auch Groteskes - und hier schließt sich der Kreis zum Motorradl von Hunter S. Thompson dann doch wieder, der so eigenwillig und unorthodox war wie die Musik dieser Kombo.
"Wir wollen nicht kategorisierbar sein", so Rob Kirkham. Das seid ihr nicht, Freunde. Aber schwer genial, das seid ihr in jedem Fall.

Holgi

6 von 6 Punkten

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