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Blind Guardian - A Twist In The Myth

Blind Guardian - A Twist In The Myth
Stil: Bombast Progressive Speed Metal
VÖ: 01. September 2006
Zeit: 51:52
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.blind-guardian.com

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Dass es nach dem Besetzungswechsel am Schlagzeug (Thomen raus - Frederik rein) auch musikalisch einen Umbruch geben würde, hatte die Band schon im Vorfeld zur Produktion von A Twist In The Myth angekündigt. Und so war es auch keine große Überraschung, als man den Fans im Frühling mit der Single "Fly" einen doch sehr ungewöhnlichen Blind Guardian Song als Vorgeschmack auf das neue Album vorstellte. Eine ungewohnt morderne, fast schon poppige Metalnummer, die mit den alten Blind Guardian-Songs nur noch sehr wenig gemeinam hatte. Okay dachte ich, schauen wir mal was der Rest des Album so bringt, denn schlecht war der Song ja nicht, nur ungewohnt.

Mittlerweile hat "Fly" ein paar Monate auf dem Buckel, die Veröffentlichung des Album rückt immer näher und ich weiß nach knapp 50 Durchläufen der Promo immer noch nicht, was ich von A Twist In The Myth halten soll. Finde ich das hier gebotene jetzt nun gut oder schlecht? Tja, diese Frage ist leider nicht so einfach zu beantworten. Festhalten kann man aber auf jeden Fall, dass das Album anders ist, ganz anders als alles andere, was Blind Guardian bis jetzt veröffentlich haben. Und wer dachte, A Night At The Opera wäre ein sperriges Album gewesen, der soll sich erstmal das hier anhören. Wie zum Teufel soll man sowas beschreiben?? Ich hab ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, denn auch wenn ich hier jetzt was von bombastischen verschnörkelten Songs quatsche, muss man das Album ja doch mindestens 20 Mal hören, um es so einigermaßen zu begreifen.
Okay, die Unterschiede zu früher sind schnell ausgemacht: Hansi singt fast nur noch hoch, wendet seine tiefe Stimme nur noch selten an (was sehr schade ist); man hat nochmal eine Schippe Bombast, Schnörkel, Breaks und Chöre draufgelegt und leider (für mich), irgendwo das Gaspedal verlegt, denn durchgehend schnelle Songs gibt es hier überhaupt nicht mehr. Tja, und genau bei diesen Punkten liegt für mich auch der Hase im Pfeffer! Denn auch wenn man elf sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Songs kreiert hat, wären doch zwei drei Speednummer nichtn wirklich schlecht gewesen. Und dass Blind Guardian es mit den Chören unbedingt immer übertreiben müssen, muss ich auch nicht wirklich verstehen, denn weniger wäre sicherlich mehr gewesen. Vielleicht hätte man so das Album auch schon mit zehn Durchläufen annähernd verstanden, aber so überfrachtet wie es ist, kann man es immer und immer wieder anhören und irgendwie wird man doch nicht schlauer. Eine unbefriedigende Angelegenheit.

Wie ihr merkt, ist die ganze Angelegenheit ein wenig wirr, deswegen halten wir zum Schluss einfach einmal Folgendes fest: Die Single "Fly" ist der Höhepunkt des Albums, daneben begeistern coole Songs wie "This Will Never End", "Otherland" und "Another Stranger Me". "Carry The Blessed Home" ist eine furchtbare Ballade, mit einer Keyboardmelodie, bei der sich meine Fußnägel umbiegen (zum Glück aber der einzige wirkliche Ausfall des Albums). Trotz der Komplexität des Albums bemerke ich, wie mir immer wieder einzelne Fragmente der Songs in den Gedanken rumschwirren und mich begeistern; ich mir bei manchen Anfänge der Songs (z.B. bei "Lionheart" und "The Edge") denke, cool, das wird sicher ein genialer Song, sich dann aber wieder diese Zwiespältigkeit breit mache, weil die Songs einfach zu überfrachtet sind und die Chöre alles zukleistern.

Summa Sumarum viel Pros und Cons und schlussendlich bin ich mir einfach nich sicher, ob diese Scheibe das Zeug zu einem Blind Guardian Klassiker hat, da die Jungs hier einfach ein wenig zu viel gewollt haben und zu viele Neuerungen auf einmal eingeführt haben - ich bin schlichtweg einfach überfodert! Keine einfach Sache das, weswegen ich mit die Bewertung auch sparen möchte!

Thorsten

Ohne Wertung

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