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Golem (IT) - Black Era

Golem (IT) - Black Era
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: Dezember 2005
Zeit: 42:12
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.golemneverdies.it

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Geil! Ab und an greift man bei Redaktionssitzungen blind in den Stapel und hofft dass etwas Gutes dabei herauskommt. Und dieses mal war's ein absoluter Volltreffer. Gleich am Anfang sollte man erwähnen, dass die relativ unbekannten Italiener von Golem auf keinen Fall mit der Berliner Death Metal Band gleichen Namens zu verwechseln sind.

Was unsere italienischen Freunde hier spielen ist melodischer Death Metal mit derben, tiefen Growls, zahlreichen Gitarrensoli und druckvollem, flotten Drumming. Würde man andere Bands als Vergleich heranziehen wollen, könnte man den Sound der vier Jungs als eine Mischung aus Children of Bodom, Norther, Judas Priest und Iron Maiden bezeichnen. Selten habe ich eine Scheibe erlebt, bei der knackiger Melodic Death und zahlreiche Elemente aus Power, Thrash und Speed Metal ein so homogenes Ganzes ergeben. Sicher, in der Form ist das sicher nichts Neues, trotzdem ist Black Era ein enorm starkes Album dem man genau anmerkt, dass die Musiker mit Herzblut bei der Sache waren. Der Introsong "Ever Been To Hell" legt mit flottem Drumming und verspielten Gitarrensoli gleich zu Beginn der Scheibe die Messlatte recht hoch. Track Nummer Zwei auf dem Album entpuppt sich schlichtweg als das berühmte Zitat Ezechiel 25:17 aus Pulp Fiction. Filmfreunde dürften die Rachearie von Samuel L. Jackson zur Genüge kennen. Der Titelsong "Black Era" könnte fast aus der Feder von Alexi Laiho und Co. stammen, die Vorliebe der Bandmitglieder für Children Of Bodom wird hier ebenso wie in Song Nummer vier, "The Dark Passenger" recht deutlich erkennbar. Weiter gehts mit "Metal Holocaust", einer brachialen Nummer mit treibendem Drumming und technisch anspruchsvollen Gitarrensoli. Mit letzteren übertreibt man es stellenweise schon fast etwas, gleicht das jedoch mit der Death Walze "Like A Cage" wieder aus, die Erinnerungen an In Flames weckt. "World Of Lies" ist in diesem Zusammenhang eher ruhig, was vor allem dem hymnischen Chorus in der Mitte des Songs zuzuschreiben ist. Song Nummer Neun, "Enemyself" geht dann eher experimentelle Wege, mit leicht untersteuertem Gesang und kleineren Spielereien im Soundmixing.
Was den Sound betrifft, kann man absolut keine Mängel fest stellen. Glasklar und differenziert rundet die Leistung am Mischpult die ausgezeichnete Vorstellung Golems ab. Der letzte Song "Oil Spirits" ist der härteste des Albums, hinterlässt ebenso wie die Lieder davor mit hochwertigen Soli einen starken Eindruck.

Sicherlich nicht das innovativste Album des Jahres 2006, auf Grund der großartigen musikalischen Qualität bleibt aber uns nichts anderes übrig als die Höchstnote zu zücken. Wenn es ein Paradebeispiel für verdammt gut geklaut gibt, dann hier.

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6 von 6 Punkten

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