12 Headbänga online
Reviews (10075)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Valborg

Interview:
Slechtvalk

Live-Bericht:
Waldstock Open Air

Video:
Van Canto
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Interview

English VersionInterview mit The Batallion (08.05.2008)

CDs von The Batallion kaufenZur Druckversion dieses Artikels

buy, mail, print

Logo The Batallion

Die Norweger The Batallion haben mit Stronghold Of Men ein erstklassiges Thrash-Feuerwerk auf die Meute losgelassen. Da nicht jede Band mit dem Debüt so einen Volltreffer landet, schuldet uns Band-Chef Stud Bronson ein paar Antworten, warum die Scheibe so höllisch gut geworden ist. Dieser erweist als treuer "Old-School-Fan" und hat sogar einen guten Tipp für Leute, die mit Metal nichts am Hut haben.

HH: Servus Batallion, wie geht es euch? Eure Debüt-Scheibe Stronghold Of Men wurde soeben veröffentlicht, wie sind die Reaktionen bisher?

Stud: Uns geht es richtig, richtig gut! Wir kommen grad vom Karmoygeddon-Festival, wo wir eine höllisch gute Zeit und einen niederknüppelnden Gig hatten.
Die Reaktion auf das Album sind bisher sehr gut und haben uns zu vielen Gig-Angeboten verholfen. Wir haben jetzt sogar einen Deal mit einer Booking Agentur, genannt Photograve. Sie betreuen auch Bands wie Immortal und Emperor.

HH: Batallion ist ja ein Begriff aus dem Militärbereich, seid ihr alle also an Fakten über Kriege und alles was damit zusammenhängt interessiert? Warum habt ihr die Bezeichnung "Batallion" verwendet, denn ursprünglich wird das Wort doch "Battalion" geschrieben?

Stud: Ja wir alle sind an diesen Fakten interessiert, aber ich persönlich bin von der Atmosphäre eines Krieges fasziniert. Egal, ob es die Weltkriege oder andere antike Kriege sind. Diese Aggressionen und die Erinnerungs-Traumata in die Leute mit Kriegs-Erfahrung involviert sind.
Das Wort "Battalion" wurde ursprünglich "Batallion" geschrieben, so etwa Anfang des 19. Jahrhunderts. Ich war in vielen Museen überall auf der Welt und habe es in dieser Form gesehen. Und nachdem wir eine Old-School-Band sind, wollten wir es auch auf die alte Weise schreiben.

HH: Erzähl mir etwas von der Bandgeschichte; wann habt ihr euch gegründet, gibt es irgendwelche Demo-Scheiben und habt ihr euch die Bühne schon mit größeren Bands geteilt?

Stud: Wir starteten als Band im Sommer 2006. Als ich die richtigen Mitglieder gefunden hatte, verlief alles recht einfach und es machte Klick. Unsere erste 4-Track-Demo wurde mit einer Auflage von je 500 Stück als CD und Vinyl gepresst, dies veröffentlichten wir sogar auf unserem eigenen Label Masculin Records. Natürlich alles selber finanziert. Danach haben wir ein paar Angebote von Plattenfirmen erhalten und landeten schlussendlich bei Dark Essence Records.
Wir haben uns schon die Bühne mit Bands wie Satyricon, Gorefest, Necrophobic und Audiopain geteilt.

HH: War dies euer erster Aufenthalt in einem professionellen Studio? Wenn ja, wie war es und gibt es ein paar lustige Anekdoten?

Stud: Nein, unsere Demo wurde auch professionell aufgenommen. Wir haben alle schon in Bands wie Old Funeral, Grimfist, Taake oder Borknagar gespielt, also haben wir alle schon Studio-Erfahrung. Dennoch waren die Aufnahmen großartig. Wir hatten eine riesige Party, als ich meine Vocals im Kasten hatte. Sogar Abbath von Immortal kam vorbei und sang ein paar Backing-Vocals auf "Man To Man Warfare" und "Detonate". Wir hatten sogar zwei Leute von Hellish Outcast an Bord, die die Backing-Vocals auf "March Of The Veterans" gemacht haben. Danach haben wir eine Menge Bier und Whiskey getrunken und Tonnen von Marlboro geraucht, um in die richtige Stimmung zu kommen. Rock'n'Roll Hölle!

HH: Ihr lebt ja alle in Bergen; wie schwer ist es für eine Death/Thrash-Band sich in einer Stadt zu etablieren, welche von Black Metal regiert wird. Habt ihr irgendwelche Kontakte zu dieser Szene?

Stud: Kontake zu der Szene? Ich war einer der wenigen Leute, die diese Szene mit Old Funeral gegründet haben, das war im Jahr 1988! Bergen ist eine kleine Stadt, also kenne eigentlich jeden, der in einer Metal-Band spielt. Es war sehr schwierig, die richtigen Leute zu finden, da stimme ich dir zu! Deswegen habe ich auch so lange gewartet, bis ich die Band gegründet habe. Jeder spielt auch irgendwo anders und ich möchte nicht Teil davon sein. Wir sind eine feste Band ohne Session-Musiker, wie die meisten anderen Bands. Wir müssen uns zu 100% auf die Sache konzentrieren und dann ist es zu stressig nebenbei noch in einer Million anderer Bands zu spielen. Ich habe in den Mitgliedern und in der Musik genau das gefunden, was ich solange gesucht habe.

HH: Welche Bands haben dich dazu animiert selber in einer Band zu spielen oder eine Extreme-Metal Band zu gründen?

Stud: Früher waren es Bands wie Motörhead, Sodom, Possessed, Slayer und Metallica, aber nur das Zeug aus den früher 80ern. Und heute höre ich es immer noch, hah! Ich höre nur ganz selten neuere Bands an und ich verliere das Ganze langsam aus den Augen. Ich kann in neuerer Musik keinen Geist und Mumm finden. Ich vermisse auch die Begeisterung und die Gefahr der alten Tage. Nenn mich dumm oder altmodisch, wenn du magst, aber so fühle ich mich am wohlsten. Die Leute sagen immer zu mir, dass ich musikalisch nicht immer in der alten Zeit leben kann. Es tut mir Leid, aber ich werde und ich will es solange leben, bis mir etwas Großartiges über den Weg läuft und bisher ist dies nicht geschehen.

HH: Mit welchen Bands würdet ihr gerne in Zukunft die Bühne teilen?

Stud: Motörhead, Sodom, Immortal, Destruction, Carcass und der Rest von den alten, klassischen Bands. Aber das ist nicht so wichtig. Wichtig ist nur, dass das wir rauskommen, spielen und die Hölle entfesseln. Aber ich muss zugeben, dass es ein Kindheits-Traum von mir ist, für Motörhead zu eröffnen. Ich habe sie schon des Öfteren getroffen und es sind tolle Kerle.

HH: Mal abgesehen von deinem neuem Album, welche Bands hörst du so zur Zeit?

Stud: Im Moment höre ich eine alte Isengard-Scheibe. Davor habe ich mir eine Platte von einer alten Punk-Band namens Dead Boys reingezogen und davor ein Black Sabbath-Bootleg aus dem Jahr 1973. Ich bin sogar extra nach London gefahren, um ein paar alte Vinyls zu bekommen und so habe ich ein paar Platten von Thin Lizzy, Roky Erickson, Fastway, The Damned, Edgar Broughton und das neue Hellhammer-Vinyl-Set ergattern können. Ich habe sogar eine Bootleg-Aufnahme von Ace Frehley, von einer Show im Londoner Astoria im April, wo ich selber war und diese höre ich auch viel. Wenn ich also neues Zeug zum Hören finden will, reise ich einfach in die Vergangenheit zurück, haha!

HH: Gibt es schon konkrete Pläne für die Zukunft? Eine Tournee? Festival-Auftritte oder sogar eine neue Veröffentlichung?

Stud: Ja, alles was du erwähnt hast. Wir hoffen, dass unsere neue Booking-Agentur uns für eine Menge Auftritte und Festivals buchen wird und wir haben sogar angefangen Songs für ein zweites Album zu schreiben. Der Plan ist, zu spielen, spielen und nochmals spielen. Wir wollen euch in den Arsch treten und den gesamten Globus rocken so gut wie möglich! Genau!

HH: Wie würdest du deine Musik einer Person beschreiben, die keinerlei Zugang zu der Metal-Szene hat? Wie würde diese Beschreibung aussehen?

Stud: Ich würde es als "harte" Musik beschreiben und danach der Person erzählen, dass sie von uns wegbleiben soll.

HH: So ich bin mit meinen Fragen am Ende! Danke für die Geduld und die Antworten! Die letzten Worte sind die deinen!

Stud: Dank dir für dein Interesse an The Batallion. Ich würde gerne die Leser informieren, dass unser Debüt Stronghold Of Men auch als Limited Edition Black Gatefold Vinyl und als Picture Disc ab Juli 2008 erhältlich sein wird. Wenn ihr euch unser Album nicht leisten könnt, dann geht und stehlt es euch! Stay Old!

Basti

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos

© www.heavyhardes.de