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Appearance Of Nothing - Behind Closed Doors

Appearance Of Nothing - Behind Closed Doors
Stil: Progressive Metal
VÖ: 10. Februar 2006
Zeit: 36:40
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.appearanceofnothing.com

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Heute denken wir mal an unsere Nachbarn und bieten euch etwas aus der Schweiz. Was meint ihr, was das sein könnte?
Oh nein, keine neue Gotthard CD, auch kein neues Album von Shakra. Was könnte es sonst sein, was uns das Nachbarländle zu bieten hat? Schokolade? Nein. Duftsäckli? Nein. Das schon gar nicht.
Diesmal wollen wir eine kleine Band namens Appearance Of Nothing näher betrachten, einer noch jüngeren schweizerischen Band, die uns heute ihre neue Eigenproduktion mitbringt.
Beim ersten Moment habe ich eine typische Hardcore CD erwartet, oder auch ein neues AC/DC Cover-Album doch in diesem Fall habe ich mich weit verfehlt. Appearance Of Nothing haben sich zu einem ganz anderen Schritt entschlossen und wagen sich nun fernab des Mainstream Weges und jeglicher anderen gegenwärtig sehr populären und kommerziell erfolgreichen Stilrichtungen. So üben sich nun in etwas ungewohnten und relativ untypischen Progressive Metal Klängen.

Behind Closed Doors startet zu Beginn gleich nach dem ruhigeren Intro mit härteren und kräftigeren Riffs, die allerdings ziemlich rasch in sanftere Melodien, gemixt mit feineren Synthie-Klängen übergehen. Zeitgleich setzen auch die Vocals ein, so dass zugleich auch das Tempo deutlich reduziert wird.
Der dritte Song "The Door" weist deutliche Züge des Industrial Metal auf, weshalb die ersten Riffs dieses Songs auch deutliche Ähnlichkeiten mit Rammstein aufweisen. Allerdings passt sich dieser Song allmählich auch dem gewohnten Progressive Metal Gefüge an. Unterstützt wird diese Songstruktur auch von den einsetzenden Vocals und der damit verbundenen Rhythmus- und Melodieänderung.
Der nächste Song "Lies" fängt als ruhige Ballade mit Cat Stevens Einflüssen an, startet aber dann vollständig durch und lässt sein fetziges Tempo entfesseln. Dieser Song zählt dementsprechend auch zu einem der schnellsten der Platte. Genauso auch dürfen sich hier die Gitarristen auch etwas austoben und einige schnellere und deftige Riffs loslegen. Das Outro des Songs wird wieder mit den Klängen von "Wild World" von Cat Stevens begleitet.
"The Saint" stellt eine wunderbare und sanftmütige Rockballade dar, die durch die raue Stimme des Sängers Pat Gerber besondere Geltung bekommt. Es mischen sich zwar einige progressivere Elemente in diesen Song, doch strahlt "The Saint" durchaus sehr viel Wärme und Herzlichkeit aus. Von daher dürfte sich dieser Song auch sicherlich auch für romantischere und ruhigere Momente eignen.
Passend zu "The Saint" verleitet auch "Searching For Answers" zum Träumen. Auch dieser Titel stellt eine sehr sanftmütige und harmonische Atmosphäre dar. Diese Harmonie wird zur Mitte des Songs deutlich verspielter und gewinnt durch das einsetzende Schlagzeug und durch die begeleitenden Riffs deutlich an Dynamik. Allerdings finde ich die Keyboardklänge als Ausgang etwas zu verspickt. Dadurch wird dem Titel irgendwie etwas von dem bisherigen Flair genommen.
Die letzten beiden Songs "Hold On" und "The Slave" stellen typischere Progressive-Metal Songs dar, bei welchen teilweise auch bekanntere Songstrukturen der ersten beiden Titel des Albums zu finden sind. Beides sind auf jeden Fall auch sehr dynamische und kraftvolle Songs, die auch von sehr wohlklingenden Riffs und vor allem Soli unterstützt werden. Beide Titel sind zwar auch sehr experimentell aufgebaut, allerdings wirken sie dennoch nicht zu verspielt.

Behind Closed Doors stellt auf jeden Fall ein gewagtes, aber doch sehr gelungenes Progressive Metal Werk dar.
Die Strukturen der einzelnen Titel sind sehr gut durchdacht und ausgearbeitet. Selbiges gilt auch für die Komposition und für das gesamte Gefüge.
Auch sehr bemerkenswert ist die raue Stimme des Sängers. Dies verleiht dem Album einen besonderen Touch.
Trotz aller positiven Aspekte gibt es leider auch einige Abstriche, ansonsten hätte dieses Album durchaus noch eine höhere Punktzahl verdient.
An einigen Stellen ist es leider schade, dass der Sänger bei der musikalischen Vielfalt etwas untergeht und die Instrumente zu sehr in den Vordergrund treten. Dies ist wahrscheinlich auf die Produktionsmittel zurückzuführen.
Auch wenn das Schlagzeug insgesamt nur einen sehr begeleitenden Einfluss einnimmt, so stören die rhythmusgebenden Drums aber auch etwas, sowie das häufige Einsetzen des Schlagzeug-Besens.
Genauso auch verlieren einige Songs, wie "Searching for Answers" durch die zu starke Betonung des Keyboards etwas von ihrem eigenen Charakter.
Ansonsten ist Behind Closed Doors aber auf jeden Fall ein gutes und viel versprechendes Album. Ein Manko wäre allerdings auch die recht knapp bemessene Spielzeit.

Mark

3 von 6 Punkten

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