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Reverend Bizarre - II: Crush The Insects

Reverend Bizarre - II: Crush The Insects
Stil: Doom Metal
VÖ: 04. Juli 2005
Zeit: 73:24
Label: Spikefarm Records
Homepage: www.reverend.shows.it
MySpace: www.myspace.com/reverendbizarre

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Was ist das? So mir nichts Dir nichts gibt's im Packerl CDs eine neue Scheiblette aus dem finnischen Lohja, wo der Apocalyptic Doom Metal haust. Will heißen, Reverend Bizarre sind wieder unterwegs und hauen uns nach In the Rectory Of The Bizarre Reverend und der 74 Minuten EP Harbinger Of Metal die zweite Volllangrille um die Ohren.
Also Lauscher aufgesperrt und Abfahrt in die Apocalypse mit "Doom Over The World", das locker und flott(!) den Reigen eröffnet. Mjam, schon mal sehr lecker und eigentlich gar nicht so bedrohlich wie ich gedacht hatte. Mit minimalistischem musikalischem Grundgerüst geht es ans Eingemachte. Es regieren die Gitarre, der Bass, die Drums und zu guter letzt die Stimme von Meister Viersaitenbändiger Albert Witchfinder, der klar und deutlich singt und spricht. Der Chorus bleibt sofort im Kleinhirn sitzen, Doom soll die Welt regieren und dies ist des Reverends ewige Mission. Starker Auftakt und ziemlich eingängig, wenn wir das Wörtchen kommerziell mal nicht beanspruchen wollen. "The Devil Rides Out" hat dieses wunderschöne Dadada-Kifferriff und "Cromwell" mit seinem Schunkelrhythmus führen diesen eingeschlagenen Weg weiter und ich wähne die Jungs schon vollends im Geschwindigkeitsrausch. Reverend Bizarre goes Speed Metal?!? Mitnichten natürlich, wenn man bei diesen irren Finnen von schnell spricht, so ist dies für Slayerpuristen ein Sandmännchen-Einschlaf-Lied-Tempo. Soviel zum Verständnis. Stop. Neuer Absatz.

Genau, liebe Freunde, denn jetzt kommen wir zum Rest des Insektengecrushes und es wird gaaanz gaaanz laaangsaaam. "Slave Of Satan" beginnt mit Bassnotengefiedel, Drummer Earl Of Void streichelt zart die Becken, nach 1:24 der erste Snareschlag und zwei Minuten später lässt Albert sein Organ erschallen. Jetzt ist wirklich Zeitlupe hoch zehn angesagt und ich muss Musiker bewundern, die so immens ausdauernd ausufernd laaange laaangsaaam spielen können. Gerade was die Schlagzeugarbeit betrifft. Waaahnsinn, das zollt Respekt, den wer mal hinter einem Drumkit gehockt ist, der will drauf los schlagen, was die Arme und Beine hergeben. Das hier vorgeführte will wirklich gelernt sein, denn hier muss jeder Schlag am richtigen Ort zur richtigen Zeit ausgeführt sein, sonst klingt's nach würgokotz und geht's auf's berühmte Sackhaaar! Nach guten 13 Minuten ist der Sklave verarztet und ich krieche völlig verwirrt Richtung Küche und Kühlschrank, um mir die nächste Hopfenkaltschale einzuverleiben. Derweil röhrt der "Council Of Ten" aus den Boxen und jetzt geht's auch mal zweistimmig zu Werke, das Tempo bleibt laaangsaaam, aber halt, sechs große Uhrzeigerumdrehungen weiter gibt's ein Break und ich richte mich auf und schüttle mit der Bierpulle in der linken und dem imaginären Plektrum in der rechten Hand mein Haupthaar. Oh wie schön, ja "is denn scho Weihnachten?!" kommt mir in den vernebelten Sinn. Nur geil!!!
"By This Axe I Rule!" "Eternal Forest" und der oberamtliche "Fucking Wizard" werden heiß wie Lava in die Gehörmuschel gedrückt, mit dem ein oder anderen Fastbreak (harhar!!!) abwechslungsreich verziert, ich fange an mich im Kreise zu drehen und andächtig auf die Knie zu sinken. Welche Bands zelebrieren ihren Doom heute noch so leidenschaftlich und brachial wie dieses Trio Infernale aus Finnland? Na, ich hör' nix. Genau, das ist es, es gibt nicht wirklich eine Band, die annähernd so Retro spielt und diese Musik abgöttisch lebt. Tiefste Verbeugung eines ergebenen Fans.

Siebi

6 von 6 Punkten

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