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Shadow Gallery - Room V

Shadow Gallery - Room V
Stil: Progressive Rock
VÖ: 30. Mai 2005
Zeit: 75:34
Label: Inside Out
Homepage: www.shadowgallery.com

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Vier lange Jahre nach dem vierten Release Legacy kommen die Amis um Mastermind Gary Wehrkamp mit ihrem neuen Meisterwerk Room V um die Ecke geproggt. Das neue Album schließt inhaltlich an das 98er-Konzeptalbum Tyranny an, auf dem Shadow Gallery die Geschichte zweier Menschen auf der Suche nach einer neuen Identität beschrieben. Die Story beginnt acht Stunden nach dem Ende von Tyranny und wird in 14 Kapiteln unterteilt in Act III und Act IV fortgeführt.
75 Minuten Progmusik vom Feinsten darf der Fan erwarten. Gary Wehrkamp und seine Mannschaft haben ein formidables Album abgeliefert, das seinem direkten Vorgänger Legacy weit überlegen ist. Gut, an Carved In Stone aus dem Jahr 1995 kommt man wieder nicht heran, aber so einen Meilenstein schreibt man auch nicht alle Tage.
Das Instrumental "Manhunt" beginnt den Reigen sehr hart und treibend. Schnelle Gitarrensoli wechseln sich mit Keyboard- und Pianoklängen im Wechselschritt ab, um wieder gemeinsam in ein stimmiges Klangbild einzutauchen. Ja eintauchen kann man bei dieser Platte. "Comfort Me" zeigt den gefühlvollen Gesang von Mike Baker, der zusammen im Duett mit Laura Jaeger den ersten Höhepunkt ansteuert. Ruhig getragen und doch bombastisch. Flötenpassagen in Verbindung mit klar wie Gebirgsseen klingenden Akustikgitarren erzeugen Gänsehaut. Nach knappen sieben Minuten wird es dann mit "The Andromeda Strain" wieder härter, der Chorus fesselt und bleibt schön im Gehörgang hängen. Die Gesangslinien bestimmen ganz klar den Song. Danach bietet "Vow" einen geeigneten Ruhepol. Im Verlauf der acht Minuten steigert sich das Stück zu einem melancholischen Bombastschmachtfetzen mit mehrstimmigen Vocallines und wiederum einer famosen Gesangsleistung von Mr. Baker. Musik zum Träumen. Haltet schon mal das Taschentuch bereit. Nur schööööööön. "Birth Of A Daughter" und "Death Of A Mother" ziehen härtetechnsich etwas an und beenden den dritten Akt mit vielen Tastenklangcollagen, Gitarrengefrickel und wahnwitzigen Breaks. Was hier auffällt, dass jeder Musiker sich frei entfalten kann, jedes Instrument steht für sich alleine und dennoch wird sehr songdienlich geproggt. "Lamentia" nimmt nochmals kurz das Thema von "Comfort Me" auf und somit fällt der Vorhang für Akt drei.
Akt vier lässt sich mit "Seven Years" und dem atmosphärsichen einminütigen "Dark" instrumental verspielt an, bevor "Torn" mit ruhigem Beginn und Bakers Stimme inklusive eines Flötenspiels wieder träumen lassen. Durch eine schöne Gitarrenmelodie und den abwechslungsreichen Passagen besitzt der Song alle Trademarks der Schattengalerie. Auch die restlichen Tracks bewegen sich auf diesem Niveau und erfreuen mit der kompletten Palette progressiver Mucke.
Fans schlagen bei der Special Edition mit zweiter CD inklusive erweitertem Booklet sowie Bonustracks und Videos zu, ansonsten ist das vorliegende Album Kraftfutter für Freunde von Spock's Beard, Marillion, Dream Theater und Konsorten. Die Höchstnote wäre angemessen, da Carved In Stone aber einfach nie zu toppen sein wird, gibt's von meiner Seite einen fetten Daumen hoch.

Siebi

5 von 6 Punkten

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