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Angra - Temple Of Shadows

Angra - Temple Of Shadows
Stil: Power Metal
VÖ: 15. November 2004
Zeit: 66:25
Label: SPV
Homepage: www.angra.net

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Schlicht und einfach "Metal" haben wir zu erwarten auf Temple Of Shadows, dem mittlerweile schon fünften Album der brasilianischen Formation Angra. Aha. Ein Blick auf die Mitwirkenden zeigt schon eher, wohin hier die Richtung geht: Hansi Kürsch (Blind Guardian), Kai Hansen (Gamma Ray) und Sabine Edelsbacher (Edenbridge) haben hier Schützenhilfe geleistet. An den Reglern stand wie schon beim Angra-Werk Rebirth der Pink Cream 69-Kämpe Dennis Ward. Spannung ist also angesagt, was Angra aus diesem illustren Support alles herausholen.

Inhaltlich geht es auf jeden Fall schon einmal anspruchsvoll zu: Temple Of Shadows ist ein Konzeptalbum aus der Feder von Gitarrist Rafael Bittencourt. Erzählt wird die Story eines Kreuzritters im 11. Jahrhundert, der sich so langsam fragt, ob es wirklich so klug ist, sämtlichen Leuten auf den Kopf zu hauen, die anderen Glaubens sind. Durchaus berechtigt.
Musikalisch geht es furios los: mit "Spread Your Fire" erwischen Angra einen packenden Einstieg, der alle Qualitäten des Albums exemplarisch zeigt. Hier bekommt man gut gemachten Power Metal, der schöne Melodiebögen zaubert und mit einer sauberen, druckvollen Produktion glänzt. Besonders hervorzuheben ist auch Edu Falaschi, der am Mikro eine echte Glanzleistung vollbringt. Also klarer Fall, volle Punktzahl und super Scheibe?

Leider nicht. Denn mit fortschreitender Spieldauer wandelt sich der Stil des Albums weg vom Melodic Metal. Man spürt förmlich das Bemühen, stilistisch vielfältig zu sein und auch hohe Ansprüche zu erfüllen. Das funktioniert aber nur teilweise. Die immer häufiger auftretenden, episch-orchestralen Arrangements hauen in einigen Songs durchaus hin ("No Pain For The Dead", "Winds Of Destination"). Oft aber geben Angra damit die Power in ihrem Metal auf, die sie am Anfang entfachen, und liefern mehr und mehr Konzeptgedudel, was teilweise sogar in prog- und fast pop-mäßigen Parts gipfelt ("Sprouts Of Time", ein Song, der eher bei einem Proggie wie Neal Morse zu erwarten wäre). Es gibt immer wieder sehr lobenswerte Ansätze (Flamenco-Gitarren, akustische Einlagen, klassische Passagen des brasilianischen Komponisten Milton Nascimento) - aber zu oft wirkt das bemüht, aufgesetzt und einfach nur öde. Angra hätten besser daran getan, im Stile des Openers weiterzuballern und nicht auf Teufel komm raus einen auf Anspruch zu machen. Schade - hier wäre definitiv mehr drin gewesen.

Holgi

3 von 6 Punkten

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