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Svarrogh - Lady Vitosha

Svarrogh - Lady Vitosha
Stil: Black Metal
VÖ: 28. Februar 2004
Zeit: 42:55
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.svarrogh.de.vu

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Nach einer schier ewigen Verzögerung von drei Monaten erblickte doch endlich das zweite Album von Svarrogh, dem Soloprojekt des Bulgaren Dimo Dimov, der zugleich bei Hatred Divine als Drummer in Lohn und Brot steht, das Anlitz dieser Welt.

Und dieser Herr war seit dem Erstling, "Baxas Xebesheth 1883" betitelt, beileibe nicht faul. In nahezu allen Bereichen, sei es das Songwriting, die Produktion oder die Instrumentierung, sind gewaltige Qualitätsunterschiede festzustellen. Das muss man erstmal verdauen, war ja der Vorgänger wahrlich nicht frei von Fehlern. Da schepperte mal das Schlagzeug irgendeinen Phantasietakt, mit dem die Gitarren natürlich nicht gleichzogen (durchaus interesant für den Hörer, der irgenwann überhaupt nicht mehr mitkommt), ging mal der Gesang völlig unter oder ertränkte mal das Keyboard alle anderen Instrumente in einer riesigen Schallwoge. Dennoch habe nicht nur ich damals schon - trotz der zahlreichen Mängel und wegen der (falls man sich zu ihnen durchkämpfen konnte) durchaus guten Songs - Svarrogh eine gute Zukunft prophezeit, falls man das ganze mal ein wenig besser auf die Reihe kriegen sollte.

Und siehe da, die Zukunft ist hier! "Lady Vitosha" steckt jedes frühere dimov'sche Material mit Leichtigkeit in die Tasche. Beginnend mit einem folkigen, anfangs stark an Negura Bunget erinnernden Akustikintro beginnt die Reise des Hörers durch mal aggressive, mal melancholische, teils ruhige, teils wutschäumende Songs zwischen Death und Black Metal. Alle Songs sind gespickt mit äußerst viel Abwechslung, zu der nicht nur die Dreifachvocals Marke Keif-Grunz-Sing beitragen, sondern auch die vielen Akustik- und Folkparts, die in die Lieder eingebaut sind, aber nicht fremdartig wirken. Vielmehr fügen sie sich völlig natürlich in das Gasamtwerk ein, wobei ich sagen muss, dass das Instumental "Brer Wind In The Forest Of Straw" dank der durchgehend eingesetzten Flöte/Schiffssirene gewaltig nervt. Aber da das ein einmaliger und nur zweiminütiger Ausfall ist, wollen wir mal gnädig sein.

Der Sound ist trotz Homestudio ziemlich professionell und überhaupt kein Vergleich zu "Baxas Xebesheth 1883". Hier konkurrieren die einzelnen Instrumente nicht mehr, sie ergänzen sich. Sogar mein "heißgeliebtes" Keyboard fällt hier keineswegs negativ auf. Schon ein kleines Wunder für sich. Einzig und allein das Schlagzeug hinterlässt einen sehr zwiespältigen Eindruck. Diesmal stimmt zwar der Takt, verliess sich Herr Dimov aber auch auf die Dienste eines Drumcomputers. Völlig absurd! Als Drummer auf seinem Soloprojekt einen Drumcomputer einzusetzten will mir einfach nicht einleuchten. Zumindest beschränkt sich der Rechenknecht nicht auf "Bumm-Tschak". Immerhin, trotzdem ein dickes minus, zumal man die Bassdrum kaum heraushört, was sich vor allem in schnellen Passagen bemerkbar macht und den Songs den Wind ziemlich aus den Segeln nimmt.

Unterm Strich eine gewaltige Verbesserung und ein gutes Album, wenn man mal über die wenigen verbleibenden Kritikpunkte hinwegsieht. Endlich hat es Dimo Dimov geschafft, das, was er von Anfang an mit Svarrogh vorhatte, nämlich (nicht nur in den Texten) Bulgarischen Death/Black Metal zu spielen, angemessen und hochwertig in die Tat umzusetzen. Zwar schrammen manche Riffs nur knapp an der magischen Grenze zwischen "sich beeinflussen lassen" und "abkupfern" vorbei, aber das schmälert das Hörvergnügen kaum. Daumen hoch für "Lady Vitosha"!
Zu bestellen ist das Album entweder als MC für drei Euro oder als CD-R mit achtseitigem Farbbooklet für sechs Euro über die Homepage oder direkt über welkesblatt@gmx.de.

Erinc

Ohne Wertung

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