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Deathhammer - Electric Warfare

Deathhammer - Electric Warfare
Stil: Black / Thrash Metal
VÖ: 25. Februar 2022
Zeit: 42:45
Label: Hells Headbangers
Homepage: www.facebook.com/deathhammerofficial

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Seit 2006 wütet das infernale Duo Sadomancer und Sergeant Salsten als Deathhammer bereits durchs norwegische Unterholz. Wer den Stil der beiden Burschen kennt, wird zustimmen, dass ein solches Durchhaltevermögen nur auf Überzeugung und Leidenschaft gegründet sein kann. Schließlich zählen Deathhammer in die Liga des zuletzt wieder recht populär gewordenen Subgenre Blackthrash und schwimmen im Fahrwasser von Vorreitern wie Nifelheim, Gehennah oder Deströyer 666. Wie bei jenen reichen die inspirierenden Wurzeln der Norweger aber viel weiter zurück, nämlich in jene Ära, als Bands wie Slayer, Sodom, Kreator oder Destruction versucht haben, die schnellste und böseste Band des Planeten zu sein.

In diesem Sinne servieren uns Deathhammer auf ihrem vierten Langeisen Electric Warfare ein zumeist höllisch schnelles Inferno in der Grauzone aus Black, Thrash und Speed Metal. Um möglichst authentisch rüber zu kommen - man will ja schließlich klingen wie die Idole in den 1980ern - treffen wir auf eine ruppige, aber durchaus kraftvolle Produktion. Sergeant Salsten geifert sich durch seine Verse, dass es eine wahre Pracht ist, und lässt in schöner Regelmäßigkeit seine hohen Screams verlauten. Die kennt man natürlich auch von anderen, ähnlich gepolten Acts. Mit der Konsequenz, wie sie hier verwurstet werden, stiften sie aber tatsächlich so etwas wie ein Markenzeichen von Deathhammer. Zieht man sich dann noch das eine oder andere Video im Netz rein und muss mit ansehen, wie der Sergeant so evil wie irgend möglich immer wieder in die Kamera funkelt, kann man sich das Schmunzeln nicht verkneifen. Dennoch kommt das Gespann irgendwie sympathisch rüber. Das liegt letzten Endes wohl daran, dass wir es mit zwei Überzeugungstätern zu tun haben, die ganz genau wissen was sie da tun und sich eben nicht ausschließlich auf stupides Geknüppel beschränken. In teils genre-untypisch langen Songs bis über die Sieben-Minuten-Marke zeigen Deathhammer nämlich nicht nur ein ausgezeichnetes Händchen für spannendes Songwriting, die langen Spielzeiten lassen den beiden Gitarreros auch allerhand Raum sich so richtig auszutoben und manch virtuoses Gitarrenduell zu inszenieren. Dabei begegnet man durchaus der einen oder anderen Melodie und ja, gelegentlich wird sogar das Tempo zu Gunsten eher rockender Passagen gedrosselt.

Bleibt als Fazit nur die Feststellung, dass Deathhammer das Rad sicher nicht neu erfinden. Was sie machen, machen sie allerdings gut! Daher die Empfehlung: einfach mal die Nummer "Return To Sodom / Soldiers Of Darkness" im Netz aufspüren, laut aufdrehen und sich mitreißen lassen!

Dagger

4 von 6 Punkten

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