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Konzert-Bericht

Mystic Prophecy, Grailknights & Scanner

Matrix, Bochum-Langendreer 23.05.2009

An einem sonnigen Samstag stand in der Matrix in Bochum die "Rock Hard Festival Warm Up Show" auf dem Plan. Dabei waren Mystic Prophecy, Grailknights und Scanner.

Den Anfang machten Scanner, eine kultige deutsche Combo, mit deutlichem 80er Jahre Charme und einem Sänger, der jeder Italometal-Combo gut zu Gesicht stehen würde. Da die in der Matrix versammelte Horde an langhaarigen Kuttenträgern ziemlich klein war, gestaltete sich Scanners Aufgabe als Opener auch als etwas undankbar. Dennoch wurde eine gute Leistung abgeliefert.

Nun zum nächsten Act an diesem Abend; den Grailknights. Ich geb's zu, ich gehöre zu der Fraktion kuttentragender Dickschädel, die die Meinung vertritt, dass Metal nicht lustig sein darf. Deshalb kann ich auch nicht viel zu den Grailknights sagen. Naja außer, dass sie immerhin wirklich lustig sein wollen und eigentlich auch ganz lustig sind. Wenn man also Rollenspieler ist oder gerne "Heeja" und "Heejo" singt, dann hat man sicherlich Spaß mit der Truppe. Von dieser Sorte Menschen scheint es auch eine ganze Menge zu geben, denn die Fangemeinde der Grailknights (der Battlechoir) war recht beachtlich und darüber hinaus auch noch in bester Laune. Gut, vielleicht war ich auch nur etwas angefressen an dem Abend, weil ich nichts trinken durfte und somit nichts von dem Bierfässchen abhaben konnte, das von einem der "Helfer" (dem Pferdchen "Zapf Beauty") der Band in die Menge gereicht wurde.

Endlich kamen dann die heiß erwarteten Mystic Prophecy. Doch zu meinem Erstaunen war die Menschenmenge immer noch recht überschaubar, um nicht zu sagen kaum vorhanden. Der Stimmung in der Matrix hat das jedoch keinen Abbruch getan. Die Band war in Höchstform, hat sich gut verausgabt und auch den paar treuen Anhängern des wahren Metal gut eingeheizt. Auch ein kurzes technisches Problem hat die Jungs nicht aus der Bahn geworfen. Dadurch, dass die Band einige Personalwechsel durchgemacht hat, wurden die neuen Mitglieder zwischendurch auch brav vorgestellt. Die Songs waren gut ausgewählt, so dass von schnellen Krachern bis zu midtempo Nummern alles dabei war. Zu älteren Stücken ("Evil Empires", "Savage Souls") und besonders vielen neuen Nummern ("Across The Gates Of Hell", "Demons Crown", "We Kill, You Die") wurde lauthals mitgesungen, die Matte geschwungen und die Faust in die Luft gereckt.
Trotz viel zu kleiner Zuschauerzahl war es ein gelungener Abend und ein großartiger Auftritt einer äußerst sympathischen Band, die gezeigt hat, dass sie es schaffen, die schiere Power ihrer Songs auch live zu vermitteln.

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