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Defecto - Duality

Defecto - Duality
Stil: Modern Metal
VÖ: 23. Oktober 2020
Zeit: 47:34
Label: Black Lodge
Homepage: www.defecto.dk

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Es gibt sie noch! In der grauen Masse an monatlichen Veröffentlichungen gibt es sie noch, jene Alben, die wie ein Leuchtfeuer heraus stechen. Duality, der dritte Dreher der dänischen Band Defecto ist genau solch ein Leuchtfeuer... und mehr noch. Es gleicht einem kleinen Blick in die Glaskugel, wo man die Band in einigen Jahren auf den großen Bühnen dieser Welt spielen sieht.

Wollte man den Stil von Defecto beschreiben, kommen einem vielleicht Mercenary und Five Finger Death Punch in den Sinn, neuere Alben von Avenged Sevenfold oder auch Metallica zu Zeiten von Load und Re-Load. Dennoch will es einfach nicht funktionieren zu sagen "klingt wie...". Dafoer sind Defecto viel zu eigenständig, zu vielseitig und wohl auch zu experimentierfreudig. Mutig sind sie außerdem! So stellen sie an die erste Stelle ihres neuen Albums nicht etwa einen der beiden Gassenhauer "Rise" oder "All For You", die im Vorfeld schon als Videoclips durchs Netz geisterten. Nein, sie haben sich für den langen und progressiven Track "Rings Of Saturn" entschieden, der zwischen zarten Melodien und fettem Groove wie zwischen Licht und Schatten seinen spannenden Weg geht. Meterdicken Groove findet man auf Duality übrigens zuhauf, aber ebenso feinste und großzügig dimensionierte Gitarrenduelle, Chöre, Synthesizer - wo nötig auch mal etwas dicker aufgetragen - und allerhand süechtig machende Melodien. Über all dem brilliert Sänger / Gitarrist Nicklas Sonne mit seinem umfangreichen und emotionalen Organ, das von hochmelodischem Gesang in diversen Höhenlagen bis hin zu gelegentlichen Grunts reicht.

Man könnte nun her gehen und Lobeshymnen über jeden einzelnen der insgesamt elf Songs anstimmen - vom wirklich grandiosen Opener über die bereits erwähnten und sofort züendenden Aushängeschilder "Rise" und "All For You" über das progressiv-treibende "Condemned" und das poppig-melodische "Washed Away" bis hin zur finalen Gänsehaut-Ballade "Don't Say Goodbye". Auf diesem Album ist wirklich jede einzelne Nummer ein Volltreffer und man kann nur hoffen, dass Defecto den Titel ihrer letzten Nummer auch auf sich selbst beziehen. Zum Glück gibt es sie, die Leuchtfeuer aus der Feder junger Bands, die uns Gewissheit geben, dass man sich über die Zukunft des Heavy Metals trotz dem allmählichen und altersbedingten Verschwinden der großen Ikonen keine Sorgen zu machen braucht.

Dagger

6 von 6 Punkten

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