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Kaisers Bart - Meister5tück

Kaisers Bart - Meister5tück
Stil: Progressive Metal
VÖ: 23. Februar 2018
Zeit: 75:18
Label: 7hard
Homepage: www.kaisersbart.de

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Ein rein deutschsprachiges Progressive Metal-Album als Debüt vorzulegen, das ist schon mutig. Aber die Band Kaisers Bart ist für dieses gewagte Unterfangen gut gerüstet. Schließlich haben sich die beteiligten Musiker ihre Sporen längst in anderen Bands live und im Studio verdient, allen voran Mischa Mang. Er blickt auf eine jahrelange und beeindruckende Karriere als Musical-Sänger zurück, wo er reichlich Erfahrungen sammeln konnte - Erfahrungen, die in das Album Meister5tück nur allzu deutlich eingeflossen sind. Tatsächlich versprühen die aufwändig arrangierten Kompositionen das Flair eines Metal-Musicals und stecken als solche voller Dramatik und mitreißender Momente. Da kommen Chöre, Samples und der Synthesizer ebenso zum Einsatz wie eine Sängerin, die immer wieder punktuell Akzente setzt.

Davon abgesehen ist das Meister5tück aber ganz schön schwere Kost. Das Material mal eben nebenbei zu hören funktioniert definitiv nicht! Hier ist Aufmerksamkeit gefragt und obendrein auch Zeit! Denn ellenlange Instrumentalpassagen, in denen sich die Kollegen von Herrn Mang durchaus virtuos austoben können, blasen die meisten der elf enthaltenen Titel auf Spielzeiten zwischen sechs und zehn Minuten auf. Das gesamte Werk schafft es auf satte eineinviertel Stunden, die neben ergreifenden Refrains eben auch allerhand Dissonanzen und verzwickte Arrangements aufweisen, bei denen die Band definitiv ein wenig hätte entschlacken können. Schließlich trägt die düstere Atmosphäre des Albums noch dazu bei, dass man hier von Easy Listening wirklich meilenweit entfernt ist. Diese oft beklemmende Stimmung resultiert aus der erzählten Geschichte des Konzeptalbums, einer Geschichte, wie sie tragischer und verworrener nicht sein könnte, obwohl sie ein durchaus reales Einzelschicksal des 20. Jahrhundert wiedergibt. Zuviel soll an dieser Stelle über die Story aber nicht verraten werden. Schließlich ist sie essenzieller Bestandteil des Albums und es wert, beim Hören der Musik und beim Mitlesen der Texte erfahren zu werden.

Vielleicht sind die Songs sogar zu sehr auf das lyrische Konzept zugeschnitten. Immer wieder hat man beim Hören das Gefühl, dass hier zu viel aus dem Kopf heraus gearbeitet wurde, anstelle den Gefühlen freien Lauf zu lassen. Aber das trifft wohl auf viele Prog-Alben zu. Fan dieses Genres sollte man schon sein, wenn man bei Kaisers Bart Land sehen möchte. Meister5tück ist ein faszinierendes und aufwändiges Album, das streckenweise aber ganz schön anstrengend sein kann.

Dagger

4 von 6 Punkten

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