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Konzert-Bericht

Alice Cooper & Brides Of Destruction

Tollwood, München 21.06.2004

Wie war das noch: Nachher ist man immer schlauer! Genau, denn eigentlich hätte ich mir dieses Konzert sparen sollen. Dann hätte ich meinen alten Helden so in Erinnerung behalten, wie ich ihn mir immer vorgestellt hatte, seitdem ich 1989 zum ersten Mal das Album "Trash" gehört hatte. Nämlich dass er eine gruselige Horrorshow auf der Bühne abzieht, so wie es in der Presse immer groß dargestellt wurde und er einfach nur einen geilen Rockohrwurmer nach dem produziert. Tja, hätte hätte hätte...

...habe ich aber nicht, deswegen kann ich jetzt von einem eher missglückten Konzertabend berichten, der mit den Brides Of Destruction auch schon entsprechend anfing. Die neue Spielwiese von Nikki Sixx (Mötley Crüe) und Tracii Guns (L.A. Guns) war für mich einfach nur ein Abklatsch derer Hauptbands und dementsprechend langweilig. Ok, es rockte und die Kostüme waren auch ganz lustig, aber sowas von angestaubt, da hätte ein guter Frühjahrsputz auch nichts mehr gebracht *hust*! Gut, kann passieren, sind die alten Herren halt in der Vergangenheit stecken geblieben und es gibt ja sogar ebensolche Fans, also passts. Aber verdammt nochmal, besorgt euch dann doch wenigstens einen Sänger der auch singen und einen Ton länger als zwei Sekunden halten kann. Naja, zum Glück war es nach gut 45 Minuten endlich vorbei und man konnte sich wieder einen Mogelbecher Bier (0,4l in einem riesen Becher für drei EUR - das ist Tollwood) besorgen, bevor der Abend endlich richtig los gehen sollte...

...sollte - wurde aber wieder nichts, denn Alice Cooper enttäuschte mich auf ganzer Linie! Er kam um ca. 20:20 Uhr auf die Bühne und mit "No More Mr. Nice Guy" und "Billion Dollar Babies" ging es eigentlich ganz gut los, nur dass Herr Cooper fast nicht zu hören war und wenn, dann krächzte er eher als zu singen. Zudem unterhielt er sich kein Wort mit dem Publikum, spielte einfach seine Show runter - eine abgespeckte Version von dem Programm, über welches ich immer in den Magazinen gelesen hatte - zwar ganz nett, aber trotzdem enttäuschend. Und als ob es das noch nicht gewesen wäre, setzte er mit einer bescheidenen Setlist noch einen drauf, größtenteils neues Zeug vom neuen Album, welches einfach nur langweilig und ohne Schmackes aus den Boxen krabbelte (im Schneckentempo)! Wieso spielt der nicht seine Hits wie "Hey Stoopid", "Lost In America", "Feed My Frankenstein" oder "House Of Fire"? Naja, vielleicht hätte er die genauso verhunzt wie die zweite Zugabe "Poison", mit furchtbaren Mickey-Mouse-Backingvocals und einer kraftlosen Leadgitarre, autsch! Oder man hätte dem tollen Schlagzeuger sein zehnminütiges Solo verwehren müssen, was bei der Qualität natürlich ein Unding gewesen wäre...! Verdammt!
Einzige Höhepunkte waren der letzte Songs des regulären Sets, "School's Out", weil das Publikum den schiefen Gesang von Alice übertönte und das als erste Zugabe gebrachte "Brutal Planet", welches mit seinen Rammstein-artigen Gitarren ein wenig Abwechslung ins Set brachte!
Alles in allem war das aber leider zu wenig für knappe 30 Euro Eintritt!!! Den Bock schoss der alte Herr aber mit seinen Merchandisingpreisen ab: 30 EUR für ein T-Shirt, 40 EUR für eine signierte CD (unsignierte gab es nicht) und 45 EUR für ne signierte DVD! Ist der noch zu retten????
Ein Glück, dass es auf dem Tollwood gutes Andechser Bier gibt, denn das rettete dann endlich doch noch den Abend! Prost!

Thorsten

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