15 Headbänga online
25.10.2019 Jane
01.11.2019 Joey DeMaio
08.11.2019 Annihilator
09.11.2019 Stormbringer Thrash Inferno 23
16.11.2019 Tanzt! Festival
11.04.2020 Dark Easter Metal Meeting
Reviews (10069)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Enchant

Interview:
Commander

Live-Bericht:
Black Zone Bavaria III

Video:
Threat Signal
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Festival-Bericht

Wacken Open Air 2017

mit Volbeat, Amon Amarth, Megadeth, Marilyn Manson, Status Quo, Alice Cooper, Accept, Whiskeydick, Ugly Kid Joe, Annihilator, Emperor, Irdorath, Lady Kittys Hell's Belles, Versengold, The O'Reillys And The Paddyhats, Mambo Kurt, Tears For Beers, Skyline, Sub Dub Micromachine, Thundermother, Dawn Of Disease, Imperium Dekadenz, Aborted, Null DB, Sanctuary, Clawfinger, Grave Digger, Kissin' Dynamite, Dog Eat Dog, Grand Magus, Paradise Lost, The Head Cat, Stahlmann, Skalmöld, Marilyn Manson, Rage, Possessed, Blaas Of Glory, Beyond The Black, Kärbholz, Mr. Irish Bastard, Orange Goblin, Hämatom, Wolfheart & Taina

Wacken, Wacken 02. - 05.08.2017

(Fotogalerien: Woa2017 )

Samstag, 5. August 2017

An diesem letzten Tag erwartet uns das, was man wohl als ideales Festivalwetter bezeichnen kann: angenehme Temperaturen, immer etwas Wolken vor der Sonne und kein Regen. Selbst der Schlamm beginnt allmählich abzutrocknen. Daher trödeln wir auch nicht länger am Zeltplatz rum und machen uns früh genug auf den Weg, um pünktlich um 12:00 Uhr am Ort des Geschehens zu sein. Auf den Bus verlassen wir uns dabei übrigens ein weiteres Mal nicht! (BILD 181 WOA_2017)

Rage

Den Tag auf der Louder Stage eröffnen heute Rage und demonstrieren, wie sich guter alter Speed Metal anhören muss. Für sein neues Line-Up hätte Band-Boss Peavy Wagner keinen besseren Griff machen können als mit den beiden Südländern Marcos Rodriguez und Vasillos Maniatopoulos. Rage klingt durch deren Beitrag wie nach einer Verjüngungskur! Das bewies bereits das letzte Album The Devil Strikes Again, von dem es zu Beginn gleich mal ein paar Songs auf die Mütze gibt. Auch von der brandneuen Scheibe Seasons Of Black gibt es neben dem Titeltrack noch "Blackened Karma" zu hören, welche beide selbst neben alten Klassikern wie "Black In Mind" eine ausgesprochen gute Figur machen und von den zahlreich anwesenden Fans auch sauber abgefeiert werden. Die Chemie innerhalb der neuen Truppe passt einfach - das zeigt schon der sichtliche Spaß, mit dem alle Beteiligten auf der Bühne an die Arbeit gehen. Am Ende ist dann das Publikum gefragt - nun heißt es "Higher Than The Sky" so laut wie möglich mitzusingen. Schließlich steht Gitarrist Marcos im Rampenlicht, der sich als ausgezeichneter Metal-Sänger erweist, wenn er Dios "Holy Diver" zum Besten gibt. Nach so einem genialen Auftakt muss der letzte Festivaltag einfach gut werden!
(Dagger)

Possessed

Zeitgleich locken auf der Faster Stage Possessed eine relativ überschaubare Menge an Metalheads vor die Bühne. Schade, denn die Amis legen sich ordentlich ins Zeug. Trotz ihrer nur zwei Alben genießt die Band um Jeff Becerra einfach Kult-Status, den sie sich aber nicht anmerken lassen. Jedenfalls sind "Swing Of The Axe", "Tribulation" oder "Death Metal" ein gutes Mittel, um sich den morgendlichen Kater aus dem Kleinhirn hämmern zu lassen. Jeff genießt den Auftritt, was man am Dauergrinsen gut erkennen kann. Da lässt der erste Moshpit des noch jungen Tages nicht lange auf sich warten.
(Ray)

Blaas Of Glory

Auch im Biergarten ist die Stimmung gut. Das Bier fließt bereits in rauen Mengen und auf der Bühne stehen die niederländischen Blaas Of Glory. Manch einer mag diese neunköpfige Kapelle aus den letzten Jahren als Walking Act kennen, die im Grunde überall haben überraschend auftauchen können. Heuer wurde die bunte Truppe jedoch quasi als stationäre Band für die Beergarden Stage verpflichtet und macht auch hier eine ausgezeichnete Figur, wenn sie alle möglichen Metal-Hits durch den Polka-Fleischwolf dreht. Dazwischen tragen witzige Ansagen in gebrochenem Deutsch und allerhand Blödeleien zur guten Stimmung vor der Bühne bei. Die nächste Halbe bitte!
(Kaska)

Um 13:00 Uhr strömen die Festivalbesucher in Massen ins Infield und vor die Harder Stage, wo nun Beyond The Black ihren Auftritt absolvieren dürfen. Es ist schon irre, was diese junge Band für einen Senkrechtstart hinlegt! 2014 beim Nachwuchswettbewerb in Wacken entdeckt, hat die Band um Sängerin Jennifer Haben mittlerweile zwei erfolgreiche Alben am Start, letztes Jahr spielten sie hier auf der Party Stage und heuer nun auf einer der beiden Hauptbühnen! Und es funktioniert! Der Raum vor der Harder Stage ist prächtig gefüllt! Gut, wenn man dann lesen muss, dass kürzlich große Teile der Band mal eben ausgetauscht wurden, hat man schon das Gefühl, dass hinter dieser Combo eine kommerzielle Maschinerie läuft, aber das soll an dieser Stelle nicht ins Gewicht fallen. Mit Hits der Marke "Written In Blood" oder "In The Shadows" am Start, ist beste Unterhaltung garantiert. Die noch junge Jennifer Haben erweist sich als talentierte Frontfrau, die sich selbst gut in Szene setzt und mit den großen Frauenstimmen der Metalwelt auch locker mithalten kann. Lediglich das arg schmalzige Cover der Motörhead-Ballade "Love Me Forever" stößt mir etwas auf.
(Dagger)

Kärbholz

Im Zelt vor der Headbangers Stage ist es voll geworden als Kärbholz ihren Set mit der "Überdosis Leben" mehr als positiv gestimmt beginnen. Die Meute vor der Bühne singt den Text locker und vor allem textsicher mit, was die Jungs noch mehr pusht. "Da Ist Noch Leben Drin" schallt es gleich aus der PA und einigen hundert Kehlen. Die Jungs sind einfach mega sympathisch und haben das Zelt von der ersten Sekunde an in der Hand. Mit etwas Melancholie wird "Das Hier Ist Ewig" zelebriert, ehe die eigene Herkunft mit "Kind Aus Hinterwald" besungen wird. Hierzu gesellt sich noch Jessy und ihre Geige von den Paddyhats zu den Jungs, eine feine Sache. Das obligatorische Spiel "wir setzen uns alle hin und springen gleichzeitig auf" wird noch um die Komponente "und werfen allen Müll nach vorne, den wir so am Boden finden" erweitert. Schon hübsch anzusehen, was so alles durch die Gegend fliegt. Mit "Feuerräder" ist dann auch schon fast wieder Schluss, "Evolution Umsonst" bildet das Finale eines schweißtreibenden Sets, der mehr als nur Spaß gemacht hat. Kärbholz versprühen einfach eine positive Energie, die nicht selbstverständlich ist.
(Ray)

Mr Irish Bastard

Wir schwenken mal rüber ins Wackinger Village und zur Wackinger Stage. Wenn einem The O'Reillys And The Paddyhats und Tears For Beers drüben im Biergarten bislang noch nicht genug Irish Folk Rock serviert haben, dann steht man nun, um 16:30 Uhr, hier nämlich genau richtig. Mr. Irish Bastard liefert mit seiner spaßigen und turbulenten Mucke schließlich genau das richtige Futter für Fans von Dropkick Murphys oder Fiddler's Green. So dauert es auch nicht lange, bis das Volk vor der Bühne zu tanzen beginnt. Mitsingen sollen wir außerdem, was nach kurzer Anleitung von Frontmann The Irish Bastard auch prima funktioniert. Ist bei Songs wie "Ballad Of A Workshy Man" oder "Fuck You, My Darling" auch keine allzu große Kunst. Bei Letzterem lassen sich einige Übermütige vor der Bühne sogar zu einem kleinen Moshpit hinreißen! Schließlich erlebt der Gig seinen Höhepunkt beim finalen "I Hope They Sell Beer In Hell", zu dessen witzigen Versen noch ein letztes Mal so richtig getanzt und gesungen wird.
(Kaska)

Orange Goblin

Wer auf Horrorfilme und deftige Männer-Musik steht, der ist um 16:40 Uhr im Bullhead City Circus vor der W:E:T Stage bestens aufgehoben. Hier feiern nämlich die britischen Stoner-Rocker Orange Goblin ihr 20-jähriges Bandbestehen und versprechen Songs aus allen Schaffensphasen. Zugegeben - Stoner Rock ist vielleicht eine etwas vage Klassifizierung. Schließlich haben die Goblins mit einem Faible für alte Horrorfilme von ihren psychodelischen Anfängen bis hin zum Motörhead-mäßigen Rotz-Rock der letzten beiden Alben schon einige musikalische Phasen durchlaufen. Das Zelt füllt sich mehr und mehr, als die Band loslegt und der wirklich riesenhafte Frontmann Ben Ward mit "The Filthy & The Few" einen derben Nackenbrecher zum Einstieg anstimmt. Routiniert führt der Hüne nun durch ein Set, das mit "They Come Back" seinen zweifelsfreien Höhepunkt erreicht. Schließlich fordert Mr. Ward das Publikum nun auf, mittig vor der Stage eine Gasse zu bilden. Wir kennen dieses Spielchen - es folgt die Wall of Death, von der ich dachte, dass sie in Wacken verboten worden wäre, und mündet in einem amtlichen Moshpit. Mit "Red Tide Rising" endet ein vor Adrenalin nur so strotzender Auftritt, bei dem alle Alben der Band berücksichtigt wurden.
(Dagger)

Hämatom

Vor der Louder Stage hat sich eine ordentliche Menge versammelt, als Hämatom selbstredend mit "Wir Sind Gott" in ihren Set einsteigen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich die Band seit ihrer Gründung entwickelt hat, quasi vom Kinderlied zum Nackenbrecher. Die Menge geht begeistert mit, zumindest was der Boden so hergibt. Denn im Gegensatz zur Wackinger Plaza (vollständig abgetrocknet) und zum restlichen Infield (fast trocken) steht hier vor der Louder Stage der Modder noch recht hoch, was die Bewegungsfreiheit doch arg einschränkt. Aber egal, die Band feuert einen Hit nach dem anderen ab, "All U Need Is Love", "Made In Germany" oder auch "Auge Um Auge", bei dem auch mittels Kanone T-Shirts in die Menge gefeuert werden. Nach und nach kommen auch Pyros zum Einsatz und unterstreichen die Songs optisch. Zwischendurch meint Sänger Nord "ich weiß nicht, wer gerade auf der Hauptbühne spielt (es sind Powerwolf, deren Sound immer mal wieder zur Louder Stage herüber schwappt - Ray), und es ist auch scheißegal. Und euch wohl auch, sonst wärt ihr nicht hier und das find ich geil!!!". Stimmt! Den Höhepunkt bietet das finale "Leck Mich!", bei dem auch die geforderten Mittelfinger zu tausenden in die Luft gestreckt werden. So schön kann Frustbewältigung sein.
(Ray)

Alice Cooper

So allmählich neigt sich das Wacken Open Air seinem Ende, doch zuvor gibt es noch einmal das Infield zu besuchen, wo nun Alice Cooper auf dem Plan steht und mit ihm Rock-Klassiker aus viereinhalb Jahrzehnten! Der Altmeister startet seinen Gig mit dem deftigen Stück "Brutal Planet", ehe er sich auf eine Zeitreise durch all die Jahre seines Schaffens begibt. Wer den Altmeister kennt, der weiß, dass man neben den erstklassigen Songs auch optisch mit allerhand Showeinlagen rechnen darf. Hier unterscheidet sich der Gig im Grunde wenig von Coopers letztem Besuch in Wacken anno 2013. Zu "Feed My Frankestein" mutiert der Shock-Rocker zum riesigen Monster, er spielt mit Puppen zu "Only Women Bleed" und muss sich zur "Ballad Of Dwight Fry" von einer boshaften Krankenschwester malträtieren lassen. Als er diese dann versucht zu meucheln und bei frischer Tat ertappt wird, folgt zu "I Love The Dead" die obligatorische Hinrichtung auf der Guillotine. Dass das Publikum zum Radio-Hit "Poison" am steilsten geht muss im Grunde nicht erwähnt werden, sehr wohl aber die brillante Leistung von Coopers Band. Das sind wirklich ausnahmslos erstklassige Musiker und jeder für sich ein fabelhafter Entertainer. Besonders Gitarristin Nita Strauss, die manch einer von der Coverband The Iron Maidens kennen mag, zieht die Blicke Tausender auf sich, wenn sie wie ein wilder Derwisch über die Bühne wirbelt und in allen nur erdenklichen Posen in die Saiten greift. Am Ende stehen erwartungsgemäß "I'm Eighteen" und "School's Out", zu welchem riesige Luftbälle über die Menschenmassen wandern, während Luftblasen über die Bühne wehen. Mit den Worten "This one is for Lemmy" kündigt Alice Cooper den letzten Song an, dessen Lyrics vorwiegend von Bassist Chuck Garric übernommen werden: "Ace Of Spades"! Wem hier nicht die Gänsehaut über den Rücken läuft, dem ist nicht mehr zu helfen! Ein perfektes Konzert, von dem sich ein gewisser Marilyn Manson nur eine dicke fette Scheibe runter schneiden kann.
(Dagger)

Wolfheart

Während auf der Harder Stage die große Show (völlig wertfrei gemeint) abgezogen wird, heißt es auf der Wackinger Stage: nur die Musik zählt. Finnen sind wohl keine Freunde großer Worte und auch Wolfheart machen da keine Ausnahme. Brauchen sie auch nicht, denn der Mix aus Viking und Death Metal steht für sich. Wenn der Soundmann ihn denn lässt. Anfänglich hat der Mann an den Knöpfen und Reglern doch seine arge Probleme, einen ordentlichen Sound durch die Boxen zu bekommen, ich würde sogar behaupten, der erste Song kommt überwiegend nur durch die Monitorboxen, die Gitarren sind kaum zu hören, dafür übertönen die Keys alles. Danach sind die Vocals zu laut... mit der Zeit hat der Typ jedoch den Dreh raus und einer restlichen epischen halben Stunde steht nix mehr im Wege. Für einen Gastauftritt kommt noch der Sänger von From The Void auf die Bühne, der sich aber eher im Hintergrund hält. Ein Wunder, dass er mit dem Geweih auf dem Kopf überhaupt durch den niedrigen Bühneneingang gekommen ist.
(Ray).

Taina

Gleich im Anschluss stehen auf der Wasteland Stage die Industrial Rocker von Taina für ihren Gig bereit. Die sehr an Rammstein erinnernde Mucke kann jedoch - wohl auch angesichts der musikalischen Schwergewichter auf der Mainstage - nur eine sehr überschaubare Zahl an Fans bzw. Zuschauern vor die Bühne locken. An der Musik mag es nicht liegen, denn die läuft gut rein. Vielleicht wohnten dem vorherigen Gig (Taina bestreiten an diesem WE bereits ihren zweiten Auftritt) ja mehr Leute bei? Egal. Die, die da sind, haben ihren Spaß, wenigstens gibt es kein Gedränge um die besten Plätze.
(Kaska)

Amon Amarth

20:30 Uhr. Faster Stage. Amon Amarth. Für das Heavyhardes-Team sollen die Schweden die letzte Station des diesjährigen W:O:A sein, denn gleich im Anschluss werden wir uns auf die Heimreise begeben. Aber noch ist es nicht so weit! Als der Vorhang fällt, sticht sofort der Bühnenaufbau in die Augen: Das Schlagzeug wurde auf einem riesigen Wikingerhelm mit aufgebrochener Spitze positioniert und macht richtig was her. Dann die ersten Töne vom Klassiker "Pursuit Of The Vikings", dessen markantes Riff sofort von den Fans mitgesungen wird. Frontmann Johann Hegg stürmt mit bekanntem Grinsen im Gesicht die Bühne und ab geht die Post. Mit ihrem bärenstärken Album Jomsviking im Rücken zeigen uns die Wahlwikinger zu dickem Sound und Feuerfontainen, dass eine Death-Metal-Band durchaus im Stande ist, ein solch großes Festival wie das W:O:A zu co-headlinen. Neben neuen Gassenhauern, wie "First Kill" und "Way Of Vikings" lassen auch ältere Überhits der Marke "Cry Of The Blackbirds" und "Death In Fire" nicht lange auf sich warten. Dazu kommen Showeinlagen von kämpfenden Wikingern oder einer beeindruckend gestylten Walküre, die geisterhaft über die Bretter schleicht. Endlich geschieht das, was mir auf dem W:O:A bislang abgegangen ist: ein Crowdsurfer nach dem anderen wird von den dicht an dicht stehenden Fans nun in Richtung Bühne geschwemmt. Die Stimmung könnte besser nicht sein! Schließlich steuert Doro Pesch zum Song "A Dream That Cannot Be" wie schon auf dem Album ihren Teil zur Show bei. Für mich der Zeitpunkt, meine mittlerweile müden Knochen allmählich durch die Reihen nach hinten in Richtung Ausgang zu schieben.
(Dagger)

Schließlich haben wir uns heute noch ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Die lange Heimreise von 666 km bis zum Heavyhardes-Außenposten in Oberfranken möchten wir über Nacht hinter uns bringen, um nicht morgen bei all den Baustellen von einem Stau zum anderen kriechen zu müssen. So endet das 28. Wacken Open Air für uns ein wenig früher als gewohnt. Dass wir Avantasia nicht sehen, lässt sich ganz gut verkraften, aber Kreator zu verpassen tut schon irgendwie weh. Egal, es werden wieder Gelegenheiten folgen.

Was nehmen wir mit nach Hause? Viele, viele Eindrücke selbstverständlich! Viele tolle Bands, viele beeindruckende Shows auf den Hauptbühnen haben wir gesehen, aber auch echte Perlen auf den Nebenbühnen, wie der Beergarden Stage. Außerdem haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass man bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit getrost einem Konzert von Marilyn Manson fern bleiben kann. Auch wenn uns das Wetter zeitweise mit heftigen Kapriolen arg zugesetzt hat, zeigte sich wenigstens der Samstag von seiner besten Seite. Und das Waten durch mehr als nur knöcheltiefen Modder, richtig fies und garantiert ohne Saugkraftverlust, gehört ja mittlerweile schon irgendwie mit dazu, zum Wacken Open Air. Das Festival lief dieses Mal übrigens wieder in gewohnter Weise ausgesprochen friedlich ab. Freilich wurden wieder einige Diebstähle gemeldet, aber vermutlich verlieren manche Festivalbesucher auch ihr Zeug zu später Stunde, wenn der Promillegehalt im Blut nicht mehr so ganz im grünen Bereich liegt. Ein älterer Herr im Rollstuhl erzählte uns beispielsweise, dass er sein Smartphone verloren hatte - nein, nicht beim Crowdsurfen - und innerhalb von drei Stunden hatte er es zurück. Es war bei einem Security abgegeben worden. Schurken unter den Festivalbesuchern waren also auch heuer wieder die Ausnahmen und sicher nicht die Regel! (BILD 183 WOA_2017)

Pommesgabel

Traditionsgemäß wurden zwischenzeitlich die ersten Bands für 2018 bekannt gegeben. Der Countdown auf der Wacken-Homepage wurde auf Null gesetzt und der Kartenvorverkauf hat begonnen. Ausverkauf wurde bislang nicht gemeldet! Bleibt zu wünschen, dass sich die Veranstalter von dem vergleichsweise späten Ausverkauf dieses Jahres nicht beeindrucken lassen und nun anfangen, kommerziellere Bands zu verpflichten. Nein, das W:O:A soll bleiben, wie es ist: 100% Metal, Rain ör shine! Das Heavyhardes dankt allen tapferen Lesern, die es bis hierher geschafft haben. Wenn alles gut geht, sind wir auch im nächsten Jahr wieder vor Ort um Euch dann in gewohnter Weise vom 29. Wacken Open Air zu berichten.
(Dagger)

Dagger & Ray

Vorherige Seite1234

Zur Übersicht
Zur Hauptseite
Werbung:


© www.heavyhardes.de