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Festival-Bericht

Wacken Open Air 2017

mit Volbeat, Amon Amarth, Megadeth, Marilyn Manson, Status Quo, Alice Cooper, Accept, Whiskeydick, Ugly Kid Joe, Annihilator, Emperor, Irdorath, Lady Kittys Hell's Belles, Versengold, The O'Reillys And The Paddyhats, Mambo Kurt, Tears For Beers, Skyline, Sub Dub Micromachine, Thundermother, Dawn Of Disease, Imperium Dekadenz, Aborted, Null DB, Sanctuary, Clawfinger, Grave Digger, Kissin' Dynamite, Dog Eat Dog, Grand Magus, Paradise Lost, The Head Cat, Stahlmann, Skalmöld, Marilyn Manson, Rage, Possessed, Blaas Of Glory, Beyond The Black, Kärbholz, Mr. Irish Bastard, Orange Goblin, Hämatom, Wolfheart & Taina

Wacken, Wacken 02. - 05.08.2017

(Fotogalerien: Woa2017 )

Freitag, 4. August 2017

Der Freitag empfängt uns mit angenehmen Temperaturen und einem Mix aus Sonne und Wolken, wie es im Wetterbericht immer so schön heißt. Eigentlich wäre heute gleich um 12:00 Uhr der Gig von Lacuna Coil auf meinem Plan gestanden, aber irgendwie habe ich das zeitlich nicht hinbekommen. Der Gang zum Festivalgelände, es ist nun etwa 13:00 Uhr, führt die Folgen der gestrigen Regenfälle nun erstmals bei Tageslicht vor Augen. Zum dritten Jahr in Folge versinken große Teile von Infield, Wacken Center, Metal Markt und Biergarten in mehr als knöcheltiefem Schlamm, oder sollte ich besser sagen Pudding, während Wackinger Village und Wacken Plaza vergleichsweise gut abgetrocknet sind. (BILD 038 WOA_2017)

Sanctuary

Nichts desto trotz kämpfe ich mich durch den Morast, um einen Blick auf Sanctuary zu werfen. Warrel Dane hatte mit der Band Nevermore ja einige mega-erfolgreiche Karrierejahre verbringen können, die Resonanz am heutigen Tag auf Sanctuary hält sich jedoch arg in Grenzen. Vor der Faster Stage haben sich jedenfalls nur sehr wenige Schaulustige und Fans eingefunden und auch ich verbringe nicht allzu viel Zeit vor der Bühne. Das progressive Material ist mir zu so früher Stunde einfach einen Tick zu anstrengend, außerdem sollte man ja auch nicht zu lange an einem Fleck stehen bleiben, da sonst der Oktopus-Effekt des Wacken-Schlamms einsetzt. Im Ernst, die Saugkraft dieses Modders sollte man nicht unterschätzen! Die zieht einem glatt die Latschen von der Ferse! Daher begebe ich mich in Richtung Händlermeile und Biergarten, wo ich mich mit Kaska verabredet habe.
(Dagger)

Clawfinger

Selbe Zeit, andere Bühne. Die Bands, die dieses Jahr die Louder Stage beackern dürfen, sind wahrlich nicht zu beneiden. Der Modder steht stellenweise fast knietief und man muss aufpassen, wo man hin latscht, damit einem die Suppe nicht von oben in die - mittlerweile ja zur Standardausstattung gehörenden - Gummistiefel läuft. Auch Clawfinger haben mit diesen Umständen zu kämpfen, normalerweise sorgt die Band ja für mächtig Bewegung vor der jeweiligen Bühne, aber heute ist Stillstand angesagt. Zak Tell, in einen schicken Testbildschirmanzug gewandet, versucht sein Bestes, aber so richtig Stimmung und Bewegung mag nicht aufkommen. Trotz Songs wie "A Whole Lot Of Nothing", "Rosegrove" oder das zum festen Bestandteil eines jeden Sets gehörende "Nigger". Zwischenzeitlich setzt auch wieder Regen ein, der aber nach Zak's Theorie weggeklatscht werden kann... und es funktioniert. Nach "Biggest & The Best" ist dann zwar erstmal Schluss, aber die Zugabe-Rufe werden erhört und "The Price We Pay" wird durch die PA gejagt.
(Ray)

Bedauernswerte Verlierer auf der Biergartenbühne scheinen in diesem Jahr die Herren von Tears For Beers zu sein. Wie schon gestern, so peitscht auch heute wieder ein Regenschauer über das Gelände. Vor der Beergarden Stage findet man daher eine große Pfütze, aber keine Fans, als die Kieler Band mit Banjo, Akkordeon und Geige nebst der obligatorischen Rock-Instrumente ihren temporeichen Gute-Laune-Folk zum Besten gibt. Aber morgen bekommen die Herren ja noch eine Chance und haben vielleicht mehr Glück. Verdient hätte es die sympathische Band auf jeden Fall.
(Kaska)

Grave Digger

Zum Glück hat der Regen heute nur ein kurzes Gastspiel und wir schwenken vor die Harder Stage. Dass die teutonischen Metaller von Grave Digger mit ihrer Mucke im Moment vielleicht nicht mehr ganz am Puls der Zeit liegen, zeigt der Zuspruch bei ihrem heutigen Konzert. Obwohl sich Chris Boltendahl und seine Mannen ein ganz besonderes Set haben einfallen lassen - gespielt werden Songs der drei kommerziell erfolgreichsten Alben Tunes Of War, Knights Of The Cross und Excalibur - war die Stimmung im Publikum in früheren Jahren einfach besser. Da wurde mitgesungen, was das Zeug hält, da konnte man sich von Crowdsurfern zum Teil nicht erretten. Aber gut, vielleicht hat sich ja auch das Publikum ein wenig geändert, ist braver geworden. Vielleicht liegt's am launischen Wetter oder an der frühen Spielzeit. Oder hat sich ein jeder schlichtweg an Ort und Stelle im Schlamm festgesaugt? Man weiß es nicht. Das Infield hat sich jedenfalls ordentlich gefüllt, als Grave Digger zunächst den Titelsong des aktuellen Albums "Healed By Metal" durch die Boxen feuern, ehe die Reise ins Mittelalter beginnt. Boltendahl und Co sind wie immer bestens aufgelegt und schaffen es, die Massen zumindest zum Klatschen und Singen mitzureißen. Am Ende darf natürlich "Heavy Metal Breakdown" als unverzichtbares Ritual nicht fehlen. Ein feiner Gig, qualitativ erste Sahne, aber halt irgendwie nicht ganz wie "früher".
(Dagger)

Währenddessen sorgen die Baden-Württemberger Kissin' Dynamite auf der Headbangers Stage für reichlich gute Laune. Angesichts Songs wie "Hashtag Your Life" oder "Steel Of Swabia" aber auch kein Wunder, das ist einfach Gute-Laune-Mucke. Die Jungs auf der Bühne haben ebenso wie die zahlreichen Fans vor der Bühne mächtig Spaß in den Backen und feiern einfach. Es ist ja durch die einschlägigen Medien gegangen, dass ein paar Fans dieser Truppe sich zu Fuß vom Süden unserer Republik bis zum Holy-Wacken-Ground aufgemacht haben. Es wird sogar die heilige Zahl von 666 Meilen angeführt. Eine schöne Geste, dass ebendiese Wandersleute auf die Bühne geholt werden, um zusammen mit ihren Idolen zu feiern. Da hat sich der Gewaltmarsch ja gelohnt.
(Kaska)

Dog Eat Dog

Gleich nebenan gebührt den Jungs von Dog Eat Dog noch vor ihrem Set Respekt. Lt. Info des Ansagers steckten die Jungs so dermaßen im Stau, dass sie gerade mal fünf Minuten Zeit zum Aufbau und Soundcheck hatten. Dafür aber wirken die Jungs sehr frisch und kein bisschen genervt. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie der Crossover mit dem Markenzeichen Saxophon und ordentlichem Rap-Anteil aufgenommen wird. Der Zuspruch vor der Bühne ist im Grunde schon Antwort genug. Voll isses. Mit "Expect The Unexpected" hätte man wohl keinen besseren Einstand finden können. Teils chillig, teils fordernd präsentieren sich Dog Eat Dog, dieser Schlachtruf wird während des Sets auch gehörig vom Sänger mit der wohl extravagantesten Frisur des Festivals zelebriert. "Pull My Finger" darf ebenso wenig fehlen wie wohl der bekannteste Hit der Band. Das Saxophon kommt an den Bühnenrand und spielt die Melodie zu "Who's The King" und sofort geht das Zelt steil. Ja, so muss das sein. Zum finalen "No Fronts" wird noch zur vokalen Unterstützung der Tourmanager auf die Bühne geholt, ehe es gleich wieder auf die andere Seite des Zeltes geht.
(Ray)

Grand Magus

Dort beginnen die Schweden Grand Magus mit dem Intro von Conan ihren Set, ehe es in bester Viking Metal-Manier zur Sache geht. JB Christoffersson ist anfänglich kein Mann großer Worte, braucht er auch nicht, denn er kann die zahlreichen Fans vor der Bühne allein mit Gesten dirigieren. "I, The Jury" und "Varangian" werden durch die PA geblasen, ehe es die erste Verschnaufpause gibt. Diese wird jedoch genutzt um die Fans abwechselnd "Viking" und "Metal" brüllen zu lassen, was von nun an immer mal wieder zwischen den Songs zelebiert wird. "Steel vs. Steel" und "Iron Will" dürfen natürlich nicht fehlen, ehe es für den Verfasser dieser Zeilen mal wieder nach draußen geht, die Lungenflügel ächzen nach Sauerstoff.
(Ray)

Paradise Lost

Um 18:30 Uhr stehen Paradise Lost auf der Louder Stage und kehren zurück zu ihren musikalischen Wurzeln. Das ließ sich schon auf dem letzten Album Beneath Broken Earth erahnen und wenn man glaubt, was in der Szene so gemunkelt wird, dann soll das für Anfang September angekündigte Medusa vollends an das große und Szene-definierende Debüt Lost Paradise anknüpfen. Einen ersten Geschmack darauf bekommen die Fans beim heutigen Gig, bei dem die Briten neben unumstößlichen Gassenhauern wie dem poppigen "Say Just Words" eben auch richtig zähen und düsteren Doom Metal inklusive garstiger Shouts auf ihre zahlreich versammelten Fans los lassen. Das passt zwar nicht unbedingt zum allmählich immer freundlicher werdenden Wetter, wie Sänger Nick Holmes selbst zugeben muss, steht aber für die Konsequenz einer sympathischen Band, die während ihrer Karriere immer wieder Maßstäbe gesetzt hat.
(Dagger)

The Headcat

Wir schwenken in den Biergarten, wo es um 19:15 Uhr wieder eines jener kleinen Highlights gibt, wie man es am Mittwoch schon mit Whiskey Dick erleben durfte. Die Rede ist von The Headcat, jener Band bei der Lemmy Kilmister einst seine Liebe zu unverfälschtem, dreckigen Rock'n'Roll auslebte. Seine Mitstreiter Slim Jim Phantom und Danny B. Harvey haben das Trio mit Ex-Morbid-Angel-Frontmann David Vincet am Mikro wieder komplett gemacht und rocken nun den Biergarten, dass die Schwarte kracht. Die Stimmung vor der kleinen Bühne könnte besser nicht sein, die zum kleinen Teich heran gewachsene Pfütze vor der Bühne wird von einigen Fans zum Baden und Tanzen hergenommen und überall sieht man Metalheads zum lockeren Rock'n'Roll der Band auf der Stelle tanzen. Den Song "Born To Loose, Lived To Win" widmen die alten Recken ihrem verstorbenen Frontmann und kommen ganz ohne Cover dann eben doch nicht aus. "Please Don't Touchen", das Motörhead einst mit Girlschool eingespielt haben, wird von den Fans sofort erkannt und mitgesungen. Auch Black Sabbaths "War Pigs" macht in Rock'n'Roll richtig Spaß, wobei man aber nicht vergessen darf, dass The Headcat auch wunderbare eigene Lieder schreiben und mit David Vincent ein ideales Sprachrohr gefunden haben.
(Kaska)

Im Anschluss daran erscheinen einmal mehr The O'Reillys And The Paddyhats im Biergarten und locken noch mehr Gäste vor die Bühne als eben noch The Headcat. Heute kommen die Wahl-Iren zum Glück mit einem leichten Nieselregen davon, so dass dem kompletten Gig nichts im Wege steht. Geschickt platzieren die Musiker das allseits bekannte "Whiskey In The Jar" recht weit vorne im Set. An diesem Punkt ist auch der letzte Musikmuffel mitgerissen und man darf erleben, warum die Veranstalter diese Band für alle vier Festivaltage engagiert haben.
(Kaska)

Emperor

Mit Black Metal auf einer der beiden Hauptbühnen war das in der Vergangenheit beim W:O:A so eine Sache. Meistens war der Sound dermaßen daneben, dass man von den Konzerten nicht allzu viel hatte. Drum stehe ich auch mit gemischten Gefühlen um 21:30 Uhr vor der Faster Stage. Die Vorfreude ist dennoch groß! Denn zu hören gibt es heute vor spektakulärem Abendhimmel Anthems To The Welkin At Dusk, das große Meisterwerk einer Band, die ihrer Zeit stets mindestens einen Schritt voraus war. Die Rede ist natürlich von den norwegischen Black-Metal-Pionieren Emperor, die sich für ein exklusives Konzert in Wacken eingefunden haben. Nach atmosphärischem Intro steigen die Musiker brachial mit "Ye Entrancempyrium" in ihr Set, das Anthems zu dessen 20. Geburtstag in voller Länge und korrekter Reihenfolge wiedergibt. Dem Deibl sei Dank - der Sound sitzt, auch wenn die Gitarren einen Tick hätten lauter abgemischt sein könnten. Aber das stört wenig. Denn was ein stimmlich gereifter Ihsahn und seine Mannen hier abfeuern, scheint schon von einem anderen Planeten. Trotz höchster Geschwindigkeit arbeiten die Norweger mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks! Zwar gibt es auf der rückseitigen Videowall keine aufregenden Bilder, sondern stets nur das Motiv mit dem reitenden Sensenmann unter dem Bandlogo, dafür wird an Pyro-Effekten nicht gespart, während sich der Aktionsradius der Musiker selbst in schwarzmetallischer Tradition auf ein Minimum beschränkt. Nach vollbrachtem Werk legen Emperor quasi als Bonbon noch "Curse You Alle Men", "I am The Black Wizards" und natürlich "Inno A Satana" oben drauf. Das Highlight des Konzerts war aber zweifelsfrei die meisterlich vorgetragene Hymne "With Strength I Burn", bei der auch die Fans zum Mitsingen eingeladen wurden.
(Dagger)

Stahlmann

Währenddessen haben sich zahlreiche Anhänger industriallastiger Klänge vor der Wasteland Stage eingefunden, wo die Göttinger Stahlmann, optisch ebenfalls bestens untermalt, gute Laune sorgen. Wenn man das denn überhaupt so sagen darf. Dieser Sound passt hier perfekt ins Wasteland-Ambiente und so sorgen "Bastard" oder "Adrenalin" für stetig nickende Köpfe, auch wenn anfänglich die Vocals deutlich zu leise durch die Lautsprecher kommen. Dafür ist weiter hinten der Sound umso bass-lastiger. Naja... Sänger Martin sorgt hin und wieder zwischen den Songs mit seinen eindeutig zweideutigen Ansagen für den ein oder anderen Grinser, während über und neben der Bühne reichlich Flammenwerfer im Einsatz sind und die Nacht zum Tag machen.
(Kaska)

23:00 Uhr. Zeit für den Headliner des heutigen Abends und der hört auf den Namen Megadeth! Als Intro läuft auf der Videowall ein cooles Filmchen, bei dem das Bandlogo aus großen Metallteilen von Maschinen zusammengeschweißt wird. Mit einem Knall stürmen dann Dave Mustaine und seine Mannen auf die Bühne und präsentieren nach "Hangar 18" eine ausgewogene Mischung aus alten und neuen Songs. Zu beeindruckender Lightshow erleben wir zu einem mördermäßigen Sound Gitarrenakrobatik par excellence! Dabei knurrt kein anderer beim Singen so schön wie Knurrhahn Dave Mustaine. Gerade bei "Sweating Bullets" wird dieser eigenwillige Vortragsstil derart ad absurdum getrieben, dass es schon beinahe etwas Komödiantisches hat. Ja, ein cooler Hund ist er irgendwie schon, der Dave. Ganz egal, was manch Unkenrufer über ihn sagt. Wenn er dann wie ein Lausbub mit verschmitztem Lächeln immer wieder das Publikum beäugt, kommt der Lockenkopf einfach sympathisch rüber. Für das Finale haben sich Megadeth natürlich ein paar ganz besondere Hits aufgespart - mit Genre-Klassikern wie "Symphony For Destruction", "Peace Sells" und "Holy Wars" endet eine feine Lehrstunde in Sachen Thrash Metal!
(Dagger)

Skalmöld

Zeitgleich schlendere ich an der Wackinger Stage vorbei, wo sich der Sound zugegebenermaßen aus der Entfernung arg schräg anhört. Doch je näher man (also ich) kommt, desto klarer und fesselnder wird der Sound. Schon haben mich die Isländer Skalmöld in ihren Bann gezogen. Schnell wird klar, das einzige, was hier zählt, ist die Musik. Kein Dresscode, keine aufwändige Gewandung, einfach ein paar Männer und ihre Gitarren. Der Pagan-Folk-Metal zieht auch reichlich Publikum, was angesichts der packenden Melodien und der mächtigen, mehrstimmigen Chöre auch kein Wunder ist. Die Jungs haben sichtlich Spaß auf der Bühne, das merkt man am stetigen Grinsen. Definitiv eine Band, deren CDs noch in meiner Sammlung fehlen. Dieses Manko muss behoben werden.
(Ray)

Ganz spaßig wird es danach auf der Faster-Stage, wo sich Marilyn Manson die Ehre gibt oder vielmehr geben soll. Eines gleich mal vorweg: dieser Gig wird wohl in die Geschichte des W:O:A eingehen, denn wohl noch nie wurde bereits während des Sets so über einen Gig auf den einschlägigen Medien abgezogen... doch der Reihe nach. Da das Infield zu diesem Zeitpunkt noch voll ist (das sollte sich aber schnell ändern), suche ich mir einen Platz weiter hinten mit gutem Blick auf die Bühne. Hätte ich mir aber auch sparen können, denn außer Nebel ist erstmal rein gar nix zu sehen. Das Intro ertönt... das Intro verstummt. Nix passiert, die Bühne bleibt dunkel. Das nächste "Intro" ertönt... und verstummt ebenfalls, ohne dass was passiert. Gute 15 Minuten nach den ersten Introklängen wird dann auch mal auf der Bühne das Licht eingeschaltet, so sieht man nun wenigstens roten Nebel. Die Band kann man nun trotz des ersten Songs nicht mal erahnen. Langsam, gegen Ende von "Revelation #12" lichtet sich der Nebel immerhin etwas und gibt den Blick frei auf das eigenwillige Bühnendesign: das Schlagzeug wurde rechts platziert, damit mittig ein riesiger Thronsessel Platz hat, auf dem sich Mister Manson genüsslich räkeln kann. Danach ist erst einmal wieder Schluss. Eine minutenlange Pause folgt, ehe "This Is The New Shit" folgt. Bereits zu diesem Zeitpunkt haben nicht wenige die Nase voll und strömen in Richtung Ausgang. Dumm nur, dass eben dieser von zahlreichen anderen Fans mit Blick auf die Stage verstopft ist. So stecken so ziemlich alle Ausgangswillige im knöcheltiefen Schlamm fest, ohne vor oder zurück zu kommen. Der aufmerksame Beobachter hat zu diesem Zeitpunkt an den Gesichtern gemerkt, dass die Stimmung langsam aber sicher am Kippen ist. Kurzerhand wurden die Gitter, die den Einlass begrenzen, von den Fans zerlegt, so dass die aufgestaute Menge abfließen kann. Gut so, denn viel hätte nicht mehr gefehlt... Währenddessen ist auf der Bühne wieder einmal Schluss mit einem Song und Pause ist angesagt. Sorry, aber dieses Rockstargehabe geht nicht nur mir gehörig auf den Senkel, zumal der Manson auch qualitativ keine gute Leistung erbringt, wenn er denn überhaupt mal was von sich gibt.. Da gönne ich mir lieber ein Gutenachtbierchen im Basislager.
(Ray)

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