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Festival-Bericht

Wacken Open Air

mit Judas Priest, Sabaton, Running Wild, Uli Jon Roth, Europe, Alkbottle, U.D.O., In Extremo, Noctiferia, Dark Tranquillity, Rob Zombie, Ye Banished Privateers, Savatage, Trans-Siberian Orchestra, Blechblos'n, Epica, Ensiferum, The Quireboys, Da Rocka & Da Waitler, Falconer, Sepultura, Kvelertak, Anaal Nathrakh, Thyrfing, MegaBosch, Black Label Society, Samael, In Flames, Cultus Ferox, Within Temptation, Khold, Kataklysm, Powerwolf, Avatar (SWE), Amorphis, Biohazard, Rock Meets Classic, Bloodbath, Cannibal Corpse, Sabaton, Celtica & Exumer

Festivalgelände Wacken, Wacken 30.07. - 01.08.2015

(Fotogalerien: Woa20!% , Woa2015 )

Samstag, 01.08.2015

Wie die Zeit vergeht! Schon ist wieder der letzte Festivaltag angebrochen und der hält noch einmal einiges an Highlights parat. Das Wetter hält, wir fackeln nicht lange und begeben uns zur Mittagszeit auf das Festivalgelände. Das Geschehen auf den Hauptbühnen mit richtig lautem Krach einzuläuten hat auf dem W:O:A eine lange Tradition. So stehen auch an diesem Tag zwei Abrissbirnen erster Güte Gewehr bei Fuß: Khold auf der Black Stage und Kataklysm zeitgleich auf der Party Stage.

Auf der Black Stage haben sich die norwegischen Schwarzmetaller in feinster Zunfttradition, also mit schwarz-weißem Facepainting herausgeputzt und bescheren uns trotz steigender Temperaturen ihre klirrend kalten Midtempo-Groover. Freilich würde das Ganze bei Nacht wesentlich besser wirken und auch so eine riesige Bühne ist für eine eher statisch agierende Band wie Khold sicher nicht die ideale Plattform, dennoch bringt der Vierer seine Mucke glaubwürdig rüber und schafft es, die Fans in den ersten Reihen mitzunehmen. Viel ist derzeit allerdings auch noch nicht los vor der Black Stage, was womöglich auch am Treiben auf der benachbarten Party Stage liegen mag.
(Dagger)

Die Kanadier Kataklysm haben dort die Ehre, den letzten Festivaltag zu eröffnen. Schon zu früher Stunde wird klar, dass es die Bands auf dieser Bühne nicht leicht haben werden. Denn während des nächtens das Areal vor den beiden Hauptbühnen recht gut präpariert wurde, blieb das Areal vor der Party Stage scheinbar unangetastet: Schlamm und Seen, wohin das Auge auch blickt. Kein Wunder also, dass sich die Reihen sehr licht aufstellen und darauf achten, nicht allzu tief in der Schlonze zu stehen. Richtige Stimmung kann da gar nicht aufkommen. Doch die Jungs sind routiniert genug, auch mit so einer Situation umgehen zu können. Man besinnt sich auf das, was man am besten kann und jagt zum Einstand erstmal "To Reign Again" durch die Boxen, gefolgt von "If I Was God... I'd Burn It All". Die Kanadier legen sich ordentlich rein, allen voran Brüllwürfel Maurizio, der auch ständig versucht, die Fans aus der Reserve bzw. aus den Schlammlöchern zu locken. Ein hierfür bewährtes Mittel ist immer der gern genommene Security-Stress-Test, "As I Slither", und auch eine Handvoll Crowdsurfer macht sich auf den Weg Richtung Einflugschneise. Aber da ist noch sehr viel Luft nach oben. Mit "The Black Sheep" gibt es dann auch gleich mal einen neuen Song livehaftig zu hören, der die Liveprobe mit Bravour meistert. Die Fans feiern die Kanadier auf jeden Fall ordentlich ab und bei "Like Angels Weeping (The Dark)" gibt es dann auch einen feinen Pit, ehe das unverzichtbare "In Shadows And Dust" schon wieder das Ende des Sets einläutet. Maurizio verkündet noch, dass man Anfang 2016 in unseren Breitengraden auf Tour sein wird und hofft, alle wieder zu sehen. Geht klar. "Crippled And Broken" ist dann der finale Rausschmeißer (aus dem Schlamm).
(Ray)

13:15 Uhr, mal wieder vor der True Metal Stage. Unglaublich! Das Gelände ist mittlerweile proppenvoll und Tausende warten auf Deutschlands gegenwärtige Metal-Schlagerstars von Powerwolf. Halleluja! Groß ist der Jubel, als das geschminkte Rudel auf die Bühne stürmt und das auch mit Recht. Denn für die nächsten sechzig Minuten geht dort oben so richtig die Post ab! Los geht's mit "Blessed And Possessed", dem Opener vom aktuellen und gleichnamigen Album. Die beiden Axtschwinger Matthew und Charles Greywolf wirbeln ohne Unterlass von einem Bühneneck ins nächste, selbst der Tastenmann kommt bei jeder Gelegenheit nach vorn und heizt die Meute an, während Frontmann Attila mit seinem gespielten Osteuropa-Akzent und reichlich Wortwitz immer wieder für Lacher sorgt. Besonders stolz zeigt er sich, dass man mit dem aktuellen Dreher doch glatt die Sarah Connor von Platz drei der deutschen Album-Charts verscheucht hat. Mit tonnenweise Gassenhauern im Gepäck und ihrer energetischen Show holen die selbst ernannten einzig wahren Metal-Priester das Maximum aus ihren Fans heraus. Alles ist am Singen, Klatschen und Springen, während sich mehr und mehr Crowdsurfer in Richtung Bühne schwemmen lassen. Halleluja! Diese Truppe weiß, wie man begeistert!
(Dagger)

Die Schweden Avatar haben mich mit ihrem aktuellen Album Hail The Apocalypse vom Stand weg überzeugt, da darf ich mir den Set auf dem diesjährigen W:O:A natürlich nicht entgehen lassen (leider spielen gleichzeitig Powerwolf grrrr aber die sehe ich ja auf ihrer Tour noch). Das Zelt vor der Headbangers Stage ist bestens gefüllt, und schon bei der Ankündigung kurz nach dem Set der Black Spiders brandet Jubel auf, gefolgt von Avatar-Sprechchören. Das lässt doch schon mal hoffen. Die Meute soll nicht enttäuscht werden: Der Vorhang geht auf, die Band betritt andächtig im Zirkusoutfit die Bühne, lässt sich die Instrumente bringen... und dann bricht der Wahnsinn los. Mit dem Titelsong des aktuellen Albums wird die Show eröffnet und sofort wird deutlich, dass Avatar hier nichts anbrennen lassen wollen. Wie Verrückte springen sie umher, ziehen Grimassen und peitschen das Publikum nach vorne. Allen voran Johannes Eckerström, der wie ein verrückter Zeremonienmeister durch die Show führt. Dieser Ausstrahlung kann man sich nur schwerlich entziehen. "Let It Burn" und "Get In Line" folgen, ehe das ruhigere "Bloody Angel" durch die PA gedrückt wird. Auch die cleanen Passagen kommen hier gut rüber. Zwischen den Songs werden Anekdoten zu Ansagen verzerrt, die in hysterischen Schreien enden... ja, der Kerl versteht es, den Madman zu spielen. Mit "Paint Me Red" und dem finalen "Smells Like A Freakshow" ist dann aber auch leider schon wieder Schluss. Viel zu schnell muss ich sagen. Diese Band gehört auf die Party Stage. Definitiv. Selten so einen kurzweiligen und mitreißenden Gig erlebt!
(Ray)

Im Anschluss haben sich die finnischen Pagan-Death-Pioniere Amorphis auf der Black Stage etwas Besonderes einfallen lassen für all jene, die ihnen seit Anbeginn die Treue halten. Das Kultalbum Tales From A Thousand Lakes wird heuer zwanzig Jahre alt und zu diesem Anlass in voller Länge zelebriert. Alte Gassenhauer wie "The Castaway" oder "Forgotten Sunrise" einmal wieder live zu hören macht richtig Laune, jedoch erahnt man aufgrund der relativ ruhigen Audienz schon, dass viele jüngere Fans der Band mit dem alten Zeug womöglich nicht allzu viel am Hut haben. Schließlich hat sich der Stil der Band in den letzten Jahren schon sehr gewandelt und die Death-lastigen Tunes der Anfangszeit wurden zu Gunsten eines kommerzielleren Stils domestiziert. Zeitlose Hits, wie etwa "Black Winter Day" werden natürlich dennoch abgefeiert! Als zum Schluss noch "My Kantele" und "Against" Widows" vom Lakes-Nachfolger Elegy zelebriert werden, dürften auch die letzten Unkenrufe erstummen.
(Dagger)

Wir genehmigen uns eine kleine Pause und kehren um 17:30 Uhr zurück vor die Party Stage. Auch wenn von der ursprünglichen Besetzung nicht mehr viel vorhanden ist, die New Yorker Biohazard verstehen nach wie vor ihr Handwerk. Gut, sie leben aktuell noch von den genialen Songs der Vergangenheit, die auch einen Großteil ihres Sets ausmachen... aber die funktionieren eben. Es ist schon gut was los vor der Bühne, während die Jungs auf eben dieser ständig unterwegs sind, jeden Zentimeter auf und neben der Bühne ablaufen und springen. Zu Songs der Marke "Wrong Side Of The Tracks", "Shades Of Grey", "Urban Discipline" oder das grandiose "Punishment" lässt es sich auch vortrefflich abgehen. Die Jungs vor und auf der Bühne haben jedenfalls ihren Spaß, auch wenn der Bewegungsdrang aufgrund der örtlichen Gegebenheiten eher mau ausfällt. Ein paar Unerschütterliche finden dennoch ihren Weg in den Moshpit. Respekt!
(Ray)

Von meinem neuen Standpunkt aus kann ich zwar immer noch Biohazard sehen, aber im Grunde nur noch Rock Meets Classic hören. Von daher entscheide ich mich, auch dort mal vorbei zu sehen (und nicht nur zu hören). Während ich mir also so meinen Platz suche, steht Michael Kiske gerade vor dem Orchester und trällert "I Want Out", was standesgemäß abgefeiert wird. Ja, die Damen im Orchester sind nicht nur ein Ohren- sondern auch ein Augenschmaus, muss ich sagen. Danach wird das Mikro übergeben an keinen Geringeren als Mr. Dee F***ing Snider, der sich nicht lange bitten lässt und "We're Not Gonna Take It" zum Besten gibt. Ja, hier fühlt sich Mr. Snider sichtlich am wohlsten. Doch auch er kann ernst sein, denn im März diesen Jahres ist der langjährige Drummer von Twisted Sister, A.J.Pero, verstorben. Ihm widmet Dee das gefühlvolle "The Price". Eine feine Geste. Danach wird aber wieder gut Gas gegeben, "I Wanna Rock" mutiert zum Mitsingspielchen, das Dee gut zu moderieren weiß um noch das ein oder andere Quäntchen aus den Fans heraus zu pressen. Im Anschluss muss Dee aber ein dringendes Anliegen loswerden, dass er auch auf seinem Shirt prangen hat: STOP MAKING SELFIES. Wer also ein Selfie mit ihm machen will, wird mit Dees eigenem Selfie-Stick verprügelt... So, die Message ist angekommen, darum entledigt sich Dee nun auch seines Shirts und hofft, das Orchester möge es ihm nachmachen. Tatsächlich: der Dirigent folgt seinem Beispiel. Das jedoch nimmt Dee mit einem "I hoped to see some tits" recht gelassen und gespielt enttäuscht zur Kenntnis. Zum Abschluss des Sets wird dann noch die internationale Heavy Metal-Hymne "Highway To Hell" zum Besten gegeben, ehe vorerst Schluss mit Lustig ist.
(Ray)

Das im wahrsten Sinne des Wortes, gegensätzlicher können zwei aufeinander folgende Sets nämlich kaum sein. Wo eben noch Cellos und grinsende Gesichter zu sehen waren, sind nun blutgetränkte Leibchen. Die Schweden Bloodbath haben sich erst im letzten Jahr mit Paradise Lost-Fronter Nick Holmes am Mikro verstärkt, um diese Band auch livehaftig etwas voran zu treiben. Bei Death Metal-Gigs ist das ja auch immer so eine Sache: entweder die Band fegt wie Derwische über die Bretter... oder sie macht es wie die Schweden und verlässt sich auf das spielerische Können, was den Set dann allerdings auf Dauer etwas eintönig macht. Nick bleibt zwar nicht in der Mitte der Bühne kleben, aber die Bewegungen wirken eher andächtig. Dabei haben die Jungs eine feine Setlist in der Hinterhand, die von "Let The Stillborn Come To Me" über "So You Die" und "Cancer Of The Soul" bis hin zu Songs des aktuellen Albums "Anne", "Mental Abortion" und "Unite In Pain" reicht. Dabei wirken die Hinweise von Nick, auf welchem Album er gesungen hat und auf welchem nicht, eher verstörend als erklärend. Direkt vor der Bühne dürfen sich die Pit-Maniacs über Bewegung freuen, der Rest des Publikums reagiert eher verhalten. Zum finalen "Eaten" kommt einmal mehr Dan Swanö auf die Bühne und übernimmt das Mikro. Warum der Gig dann allerdings gute 15 Minuten vor dem eigentlichen Ende zu Ende ist, bleibt ein Geheimnis.
(Ray)

Auf dem Weg zur Black Stage bleiben wir im nach wie vor tiefen Morast vor der Party Stage stecken und als zur selben Zeit - es ist mittlerweile 20:30 Uhr - Cannibal Corpse diese Plattform betreten, bleiben wir halt auch stehen. Junge, junge - lange hab ich die Kapelle nicht mehr gesehen, die Brutal-Death-Pioniere aus Florida haben an Schlagkraft nicht das Geringste verloren. Freilich gleichen sich die Songs auch 2015 wie ein Ei dem anderen, illustre Stückchen der Marke "Stripped, Raped And Strangled" machen live aber trotzdem richtig Spaß. Vor allem Fronttier George "Corpsegrinder" Fisher, der nur aus Nacken und langen Haaren zu bestehen scheint, ist ein weiteres Mal Blickfang Nr. eins, wenn er in unmenschlichem Tempo seine gewaltige Mähne rotieren lässt. Nach einer Handvoll Songs ziehen wir weiter, obwohl der Killertrack "Hammer Smashed Face" noch nicht da war und schwenken von Brutal Death zu schlagermäßigem Metal-Pop aus Schweden.
(Dagger)

Sabaton zählen ohne Zweifel zu den populärsten Bands im gegenwärtigen Metalzirkus und diesen Erfolg hat sich die sympathische Truppe um Joakim Brodem mit Alben wie The Art Of War oder Carolus Rex sicherlich auch verdient. Passend zu den bevorzugten Songthemen rund um den zweiten Weltkrieg haben Sabaton einen Panzer als Podest für ihre Schießbude auf die Bühne gestellt. Während andere Combos, die sich der Kriegsthematik verschrieben haben, auf finstere Bühnenatmosphäre setzen, kommen Sabaton aus dem Blödeln nicht mehr heraus und saufen sich, angespornt von ihren Fans, regelrecht die Birne weg. "Resist And Bite", dann ein Bier auf ex, "Panzerkampf", dann wieder ein Bier und der Refrain von "Gott Mit Uns" wird schließlich umgedichtet in "Noch Ein Bier!" Das Infield platzt zu diesem öffentlichen Besäufnis aus allen Nähten und die Stimmung könnte von der ersten bis zur hintersten Ecke wohl nicht besser sein (obwohl man dank der ungebrochenen Bühnenpräsenz Sabatons während der letzten Jahre das Gros der Show vorhersehen kann). Gegen Ende dann noch "The Art Of War", "Screaming Eagles" und natürlich das unverzichtbare "Primo Victoria" und alle sind zufrieden. Halleluja!... würden Powerwolf diesen Gig vermutlich kommentieren.
(Dagger)

Das W:O:A neigt sich langsam aber sicher zumindest meinem Ende entgegen, schließlich gilt es morgen am Sonntag in aller Früh schon das Campingareal zu verlassen um a) überhaupt raus zu kommen und b) nicht im Stau zu versauern. Daher begebe ich mich ein letztes Mal in Richtung Zeltbühnen, bleibe aber an der Wackinger Stage bei Celtica hängen. Die Band macht mächtig Stimmung, was nicht zuletzt auch dem visuellen Aspekt zuzuschreiben ist, geizt die Band doch nicht mit Flammen, die auch aus den Dudelsäcken empor schießen. "Enter Sandman" als Bagpipes-Version hört man auch nicht alle Tage und das finale "Amazing Grace" sorgt dann sogar für etwas Gänsehaut. Der Andrang am CD-Verkauf neben der Bühne spricht da schon Bände. Auch ich hole mir da ein Exemplar.
(Ray)

Letztendlich komme ich dann doch noch bei den Zeltbühnen an, wo die Frankfurter Exumer noch einmal mächtig Gas geben. Das letzte Mal waren sie dann doch schon vor 14 Jahren zu Gast auf diesem Festival. Das Zelt ist eher mäßig gefüllt, was angesichts von Judas Priest auf der True Metal Stage aber auch kein Wunder ist. Exumer und die Fans vor der Bühne haben jedenfalls Spaß und so kann ich meine Rübe auch noch einmal zu "I Dare You", "Fire And Damnation" und dem finalen "Possessed By Fire" schütteln, bevor es dann doch ab in den Schlafsack geht.
(Ray)

Ja, Judas Priest sind nach vier Jahren wieder in der Stadt bzw. auf'm Acker. Hatte Metalgod Rob Halford 2011 am Ende von ausgiebigen Touraktivitäten doch mit argen stimmlichen Problemen zu kämpfen, klingt er heute frisch und aggressiv wie lange nicht. Das letzte Album Redeemer Of Souls knüpfte ja schließlich auch schon irgendwie an die goldenen Jahre der Band an. Dessen Opener "Dragonaut" läutet das Geschehen ein - die Axtschwinger sind bei bester Poserlaune - und Mr. Halford beginnt seinen schleppenden Gang über alle Ecken der Bühne, den er bis zum Ende durchhalten wird. Ein wenig schleppend gestaltet sich auch der Auftakt mit groovenden Stücken wie "Metal Gods" oder "Victim Of Changes". Zu prächtiger Light- und Feuershow nimmt man Fahrt auf mit "Turbo Lover" und "Redeemer Of Souls", dann die unerwartete Ballade "Beyond The Realms Of Death" vom 1978er Album Stained Class und schließlich folgt ein Reigen an unsterblichen Metalhits, mit denen Judas Priest Geschichte schreiben durften: "Jawbreaker" - "Breaking The Law" - "Hellbent For Leather" - "Electric Eye" - "You've Got Another Thing Coming" und schließlich "Painkiller" und "Living After Midnight"! Bravo! In dieser Qualität möchte man Judas Priest noch viele Jahre in der Szene wissen. Die alten Herren sind auch nach 40 Jahren (!!!) im Geschäft noch für eine Überraschung gut!
(Dagger)

Das war es also, das 26. W:O:A. Selten hat es seinem Motto Rain Or Shine in diesem Ausmaß die Treue gehalten. Wobei mehr Rain als Shine dabei war. In unseren 17 bzw. 15 Wacken-Jahren haben wir so ein Schlammbad noch nie erlebt. Die Veranstalter haben vieles getan, um den Ablauf des Festivals zu gewährleisten und die Fans nicht zu gefährden. Warum aber manche asphaltierte Wege nicht früher für die Allgemeinheit freigegeben wurden, bleibt unverständlich. Dass das Festival in der Gunst der Fans (oder der Wacken-Touristen) weiterhin ganz oben rangiert, zeigt allein schon, dass 2016 bereits am Montagabend wieder einmal ausverkauft war. Bleibt zu hoffen, dass der gemeine Homo Metallus nicht irgendwann nur noch Gast auf seinem Festival ist, statt Teil davon zu sein, denn der Wacken-Tourismus ist ungebrochen, wie der ein oder andere Blick in die Runde zeigte. Ein bisschen gemischte Gefühle bleiben da nicht aus, dennoch überwiegen am Ende und wie immer die positiven Eindrücke. Schon wegen der unfassbaren Schlammmassen wird uns 2015 wohl in ewiger Erinnerung bleiben. Hoffentlich klappt's auch 2016 wieder - mit Blind Guardian, Unisonic, Ministry, Therion, Borknagar und Orden Ogan sind die ersten interessanten Acts für nächstes Jahr bereits bestätigt.
(Ray + Dagger)

Dagger & Ray

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