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Festival-Bericht

Rock Am Härtsfeldsee

mit Hammerfall, Children Of Bodom, Die Apokalyptischen Reiter, Dragonforce, Undertow, Cypecore, Terror, Brainstorm, Grave Digger, Final Faith, Serious Black, Hämatom & Expire

Festivalgelände Härtsfeldsee, Dischingen 26. & 27.06.2015

Samstag, 27.06.2015

Auch Final Faith sind quasi Lokalmatadoren und dürfen dem gemeinen RaH-Besucher als erster den Marsch blasen. Der melodische Death Metal drückt ordentlich aus den Boxen und kann die wenigen Zuschauer zumindest zum Nicken animieren. Nach ein paar Songs kommt dann etwas Bewegung auf, was sicherlich auch Frontmann Robert "Xceno" Knolmar zu verdanken ist, der zwar zwischen den Songs nicht unbedingt viele Worte verliert, aber immer wieder von der Bühne steigt und den Kontakt zu den Fans sucht. Sehr sympathisch das Ganze und mit dem Groove der in den neuen Songs steckt, darf sich die Band auch über etwas Tumult vor der Bühne freuen.
(Lord Obirah)

Serious Black waren mir vor diesem Auftritt trotz der prominenten Mitstreiter überhaupt nicht geläufig. Mario Lochert und Dominik Sebastian, irgendwer? Erkannt habe ich nur Thomen Stauch. Der keyboardlastige Melodic Metal war jetzt nicht das originellste Material auf Erden, aber sehr gefällig. Der als Piratenkapitän gewandete Sänger Urban Breed stand erkennbar nicht zum ersten Mal auf einer Bühne. Nervig fand ich, dass er ständig auf seinem Schlagzeuger Thomen Stauch rumgehackt hat - und verstanden hat man ihn dabei auch nicht. Songtechnisch gab es ja nur ein Album zum Besten zu geben, As Daylight Breaks. Das Songmaterial könnte teilweise etwas Straffung vertragen, aber Tracks wie "I Seek No Other Life" oder "Setting Fire To The Earth" liefen ganz gut rein und sorgten für begeisterten Applaus.
(Kara)

Hämatom sind für mich nach wie vor ein Phänomen, denn ich kann den Jungs schon seit dem plumpen Debüt nichts abgewinnen und daran ändert auch dieser Auftritt nichts. Dennoch scheint ihnen der Erfolg recht zu geben und die Zuschauerzahlen sowieso, denn das RaH-Zelt zu Dischingen ist verdammt gut gefüllt. Lauthals jubelt das Publikum den Maskierten entgegen und singt ihre eingängigen Refrains in ohrenbetäubender Lautstärke mit. Sänger Nord hat seine Fans gut im Griff und dirigiert diese nach Belieben, die zwischenzeitlich eingesetzte T-Shirt-Kanone feuert einige Leibchen ins gierige Rund und heizt die Stimmung ebenso an, wie die kurzzeitig eingesetzte überdimensionale Hämatom-Fahne oder die funkensprühende Maske von Bassist West. Hämatom kommen unheimlich gut an und werden wohl nicht zum letzten Mal beim RaH Verwendung finden.
(Lord Obirah)

Grave Digger sind wie ein Flutschfinger. Gibt es schon ewig, schmeckt gut, kann man immer wieder haben. Man weiß genau was man kriegt, genießt und freut sich. Egal ob das Intro mit dem auf der nebelgeschwängerten Bühne herumirrenden Grim Reaper, der Aufbau mit den Marshall-Boxen links und rechts vom Schlagzeug, die massive Soundwand, die über das Publikum wegfegt... alles ist wie immer und das ist auch verdammt gut so! Angefangen mit "Hell Funeral" über "In The Dark Of The Sun", den Pac-Man, äh, "Hangman", "Hammer Of The Scots", "Tattooed Rider" bis zum epischen "Excalibur"... das einzige Zeichen, dass wir uns hier im Jahr 2015 befinden, ist Chris Boltendahls lichter werdendes Haupthaar. Der krachende Schluss mit "Tunes Of War" und "Heavy Metal Breakdown" beendet eine astreine Zeitreise zurück in die Achtziger, die von einem zu drei Vierteln gefüllten Zelt enthusiastisch genossen wurde.
(Kara)

Man liest und hört viel von den Apokalyptischen Reitern und jeder, der die Jungs schon mal live gesehen hat, schwärmt von ihrer fulminanten Bühnenshow. Man kann sagen was man will, ja, sie haben Recht. Die Präsenz, die Fuchs, Dr. Pest und Co. auf der Bühne ausstrahlen, ist sehr beeindruckend. Auch das ganze Auftreten kommt unheimlich sympathisch rüber und man kann eigentlich gar nicht anders als sich zu freuen und zur Musik der Jungs abzugehen. Viele, nein, der überwiegende Teil der Meute sieht dies ähnlich und feiert die Thüringer ordnentlich ab. Aber bei Songs wie "Die Sonne Scheint", "Der Weg" oder "Der Seemann" bleibt einem auch gar nichts anderes übrig. Highlight bei letzterem Song ist dann auch das Schlauchboot, mit dem sich eine junge Schönheit vom Publikum tragen lassen darf. Crowdsurfing mal anders. Überhaupt kommen sehr viele Utensilien zum Einsatz. Das Set wird von Fuchs in Uniform eröffnet ("Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"), bei "Revolution" wird eine Fahne geschwenkt und bei "Die Schönheit Der Sklaverei" wird Fuchs in Ketten gelegt. Das Ende der Show wird mit einer Wall Of Death (hey Dragonforce-Fans, schaut mal, so geht das! - Kara) und Konfettiregen zelebriert, der passende Soundtrack dazu kann nur "Reitermania" sein und genau das bekommt Dischingen auch um die Ohren geblasen. Sieht man mal von Undertow ab, ist dies hier für mich der beste Auftritt des Festivals.
(Lord Obirah)

Hammerfall beginnen um 23:37 Uhr und haben nach den Reitern ein schweres Erbe anzutreten. Dieser Herausforderung treten Oscar Dronjak, der erblondet ist, seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe, Joacim Cans, der bärtig geworden ist, seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe, und ihre Mitstreiter engagiert und routiniert entgegen. Joacim ist hervorragend bei Stimme - was ja nicht ganz unwichtig ist bei Power Metal -, und auch der Sound ist großartig. Das war ja nicht immer so an diesem langen Abend. Sie beginnen vor ihrem schlichten weißen Backdrop mit "Hector's Hymn" und "Any Means Necessary" und man merkt bald: Das Energielevel der Reiter können sie wohl nicht halten. Macht aber nichts. "Renegade", "Bang Your Head", "Blood Bound", die Hymne "Heeding The Call", natürlich "Let The Hammer Fall"... das macht Spaß. Dann folgt ein sechsminütiges GitarrensoloInstrumentalMedley, wo sich vor allem Oscar austoben darf. Ein zweites Intro läuft vom Band und nach "Threshold" und dem groovigen "Last Man Standing" gibt's tatsächlich eine Bandvorstellung. Ernsthaft. Dann noch die Bandhymne "Hammerfall" und um 0:38 verlassen Hammerfall kurz die Bühne, um nochmals für "Templars Of Steel" und "Hearts Of Fire" zurückzukehren. Die fünf Schweden schlagen sich insgesamt tapfer und entlassen um 0:54 mit dem letzten Outro eine glückliche Fanschar in die Nacht.

Rock am Härtsfeldsee - wir freuen uns aufs nächste Jahr! Hol den Metzger wieder und bleib ansonsten genau so, wie du bist!
(Kara)

Kara & Lord Obirah

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