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Konzert-Bericht

Ahab, Pequod, Commander, Van Drunen & Speedwhore

Hansa 39, München 09.04.2011

Wenn Local-Matadoren rufen, dann folgen die Fanscharen. Hört sich eigentlich nach einer ziemlich fiesen Binsen-Weisheit an, aber an jenem Tag im April sollte es so sein. Denn die Jungs von Pequod luden Bands wie Speedwhore, Commander, Van Drunen und Ahab ein, um gemeinsam eine CD-Release-Party zu schmeißen.

Speedwhore aus München wurde so die Ehre zuteil, diesen buntgemischten Abend einzuleiten und so gab es zu Beginn eine Keule Old-School-Thrash Metal. Und das Old-school ist sogar untertrieben, denn die beiden Gitarristen sehen wirklich so aus, als ob man sie in den 80ern eingefroren und nun wieder aufgetaut hätte. Musikalisch war das Dargebotene aber eher Standardkost und die wenigen Anwesenden vor der Bühne blieben unberührt. Bärenanteil an der eigenartigen Stimmung dürfte aber der Sänger haben, der mit seinem Rumgekasperle und seinen etwas dürftigen Ansagen für einiges Kopfschütteln gesorgt hat. Leider war die Performance des Bassisten auch etwas zu statisch, denn ich habe Bierdeckel gesehen, die sich mehr bewegt haben! Nach einer guten halben Stunde ist dann auch Schicht im Schacht und Speedwhore werden mit Höflichkeitsapplaus von der Bühne verabschiedet.

Anders sieht es da schon bei Van Drunen aus, bei denen schon deutlich mehr Leute vor der Bühne stehen und sich die Halle langsam aber stetig zu füllen begann. Ob es am Mitwirken des Emil Bulls-Gitarristen Roland liegt oder dass die Jungs live einfach ein Brett sind, ist jedem selbst überlassen. Mich hat das Trio von der ersten Sekunde an in den Bann geschlagen und die Mischung aus Metal und Southern Rock geht wirklich gut ins Ohr. Einziges Manko an der Show war, dass man die Lautstärke ziemlich hochgefahren hatte und ungeschütztes Zuhören sehr schmerzhaft sein konnte.

Nun gibt es endlich was für die Death Metal-Seele, denn die Münchener Death Metal-Heroen Commander stehen als nächstes auf der Tagesordnung und es wird noch mal einen Zacken voller im Hansa 39! Gespannt positioniere ich vor der Bühne und erwarte mit Freude die "Zehn-Jahres"-Show der Jungs um Frontmann Nick. So ließen sie auch nicht lange auf sich warten und entern die Bühne im alten Line-Up (heißt mit Birgitt von Midnattsol am Bass und Danny von Festering Saliva an der Gitarre). Es wird auch nicht lange gefackelt und so brennt innerhalb von kürzester Zeit die Bude und es wird eine feine Death Metal-Sause gefeiert. Die Jungs zeigen sich hoch motiviert, routiniert und extrem spielfreudig. Als positive Randnotiz sollte man erwähnen, dass Commander heute sämtlichen Merchandise für fünf Euro an den Mann bringen und so nicht wenige nach der Show sich mit dem Nötigsten versorgen.

Nun folgt aber der Grund, warum so viele Headbanger an diesem Tag erschienen sind, denn Pequod feiern den Release ihres Debütalbums Forgotten. Auch hier wird nicht groß gezögert und so kriegen Hunderte hungrige Metalheads gleich von Beginn eine ordentliche Packung geboten. Sänger Roland geht voll in der Rolle des besessenen Sängers auf und zieht seine Show fulminant durch. Auch die Instrumental-Fraktion zeigt sich heute von ihrer besten Seite. Der Sound vor der Bühne ist, wie den gesamten Tag über, hervorragend und so macht das Konzert gleich dreimal so viel Spaß. Auch hier wird nicht mit Gast-Auftritten gespart und so darf einmal Nick von Commander ans Mikrofon und einmal Daniel von Ahab. Das Publikum feierte diese Schmankerl mit besonderer Intensivität und so war die Stimmung wirklich auf einem guten Pegel.

Die letzte Band Ahab konnte ich mir, wegen anderer terminlicher Verpflichtungen, leider nicht mehr anschauen, habe mir aber sagen lassen, dass es eine gute Show gewesen sein muss! So geht für mich nach Pequod ein gelungener Konzertabend zu Ende, der gerne wiederholt werden darf.

Basti

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