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Festival-Bericht

Open Air am Berg

mit Ektomorf, Caliban, Callejon, Fatality Inc., Fiddler´s Green, Mala Vita, Weißwurscht Is & The Jerks

Festivalgelände Eichstätt, Eichstätt 29. & 30.05.2009

(Fotogalerien: Openairamberg2009 )

Tag zwei brachte zwar eine kürzere Anreisezeit mit sich, dafür gestaltete sich die Parkplatzsuche als eine wahre Herausforderung (zu neudeutsch: Challenge). Das Festivalgelände hatte sich vor der Bühne mittlerweile zu einer Art Steppe gewandelt - dem Spaß tat's keinen Abbruch. Dafür sorgten auch die Balkanrocker Mala Vita, die mit ihren groovigen Songs vom Start weg überzeugen konnten und an einem trüben und windigen Tag die Menge bei Laune hielten. Vor allem durch das Akkordeon als melodieführendes Instrument bekamen die Lieder einen eigene Note und sorgten für einige geschwungene Tanzbeine.

Fiddler's GreenDanach ging die Post aber erst richtig ab: die Folkrocker Fiddler's Green standen auf dem Programm. Darauf hatten sich wohl auch so ziemlich (fast) alle tierisch gefreut und demnach war vor der Bühne kein freies Plätzchen mehr zu finden. Fast alle, da es einige Kinder nicht lassen konnten, den gesamten Gig über herumzumosern und zu -nölen. Wenn's euch net taugt, bleibt's weg. Unnötig zu sagen, dass die Stimmung am Kochen war und zu "Paddy Murphy", "Bugger Off" oder "Folks Not Dead" keiner mehr ruhig stehen konnte. Spätestens mit diversen Mitgrölspielchen und der Wall Of Folk (man bewege sich tanzend und hüpfend von der einen zur anderen Seite) wurde dann auch der allerletzte Bewegungsmuffel angestachelt. Alles in Allem zockten sich die Fiddlers durch einen routinierten, 90-minütigen Gig an dessen Ende jeder - egal ob auf oder vor der Bühne - einen erschöpften aber zufriedenen Gesichtsausdruck hatte.

CalibanDanach folgte eine relativ starke Verjüngungkur des Publikums, stand mit Caliban doch eine Institution der Metalcore-Szene bereit, den Berg zu beschallen. Davor war aber erstmal Warten angesagt, denn die Umbauarbeiten zogen sich etwas in die Länge wodurch die Band mit einer knapp zehnminütigen Verspätung ins Rennen ging. Und es kam was kommen musste. Unzählige Crowdsurfer machten den Helfern zu schaffen, viele kleine - manchmal ein großer - Moshpit trieben den Alkohol aus den Poren und auch die obligatorische Wand des Todes durfte nicht fehlen. Unangenehm vielen nur mal wieder die wenigen Luftkickboxer auf, die mehr Platz beanspruchten als alle restlichen Zuschauer. Aber zumindest einer hat gelernt, dass man einem betrunkenen Menschen mit Cannibal Corpse-T-Shirt nicht den Bierbecher mit einem Fußtritt aus der Hand schlägt... Davon abgesehen, war es ein Caliban-Auftritt, wie man ihn gewohnt ist: das überwiegend junge Publikum in ständiger Bewegung, die fünf auf der Bühne routiniert, alle anderen am Bierstand. Den Verzug vom Beginn machte man dann aber doch noch wett, indem man fünf Minuten eher aufhörte. Auch ein Zeichen von Motivation...

Anschließend war wieder zweimal Ska und Reggae angesagt, was uns zu einem geordneten Rückzug bewog. Rückblickend kann ich nur sagen, dass sich das Open Air am Berg zu einem wirklich gut organisierten, friedlichen und musikalisch abwechslungsreichen Festival gemausert hat zu dem ich immer wieder gerne fahre. Mal schauen, was das nächste Jahr so bringt, in dieser Form aber sind wir sicher wieder dabei.

JR

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