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Konzert-Bericht

Hammerfall, Sabaton & Bullet

Backstage, München 11.03.2009

Derzeit kommt ja alles nach München, was Rang und Namen hat und daher ist es nicht verwunderlich, dass man mittlerweile jeden Tag auf ein Konzert gehen kann und dabei namhafte Größen zu sehen bekommt. Der heutige Kandidat sind die Chartstürmer und Vorzeige-True-Metaller Hammerfall und diese haben sich gleich noch Sabaton und Bullet geschnappt und starten nun eine schwedische Invasion.
Von Wirtschaftskrise bekommt man an diesem Abend auch nichts zu spüren, denn das Backstage Werk ist proppenvoll und man hat es immer kuschelig.

Um 20:00 Uhr machen dann die Jungspunde Bullet den Anfang und ballern den 1500 Anwesenden eine Mischung aus Rock'n'Roll und Old-School-Metal um die Ohren, welche auch dankbar angenommen wird. In der kurzen Zeit, die die Jungs zur Verfügung haben, zocken sie hauptsachlich Material aus der aktuellen Langrille Bite The Bullet und nicht wenige im Publikum zeigen sich textsicher. Die Bühne hat man recht verschwenderisch mit einer Bullet-Leuchtschrift vollgepackt, so dass der Drummer an der rechten Seite Platz nehmen musste. Der Sound, der da aus den Boxen schallt ist hervorragend und so kann man die halbe Stunde von Bullet als Erfolg werten und hoffen, dass sie bald wieder kommen.

Nun hieß es erstmal warten und drängeln. Sabaton ließen sich fast eine halbe Stunde für den Soundcheck Zeit und viele Metal-Jünger drängten indes nach vorne, so dass es bei der Vorband schon derartig eng vor der Bühne war, dass man kaum Luft bekam. Um 21:00 Uhr dagegen starteten die sechs Schweden ihren Set fulminant mit "Art Of War" vom aktuellen Album und hatten sofort die komplette Halle in ihrer Hand. Sowas hab ich noch nie gesehen, dass eine Band so spielend die Fans auf ihre Seite zog. Die Band konnte dies auch kaum glauben und rannte mit dickem Dauergrinsen auf der Bühne herum, welche mit großem Band-Banner auch relativ voll gestopft war. Die Jungs zockten sich durch 40 Minuten Heavy Metal erster Klasse und nahezu jeder Song wurde lauthals mitgesungen. Die Highlights waren sicherlich "Attero Dominatus", "Primo Victoria" und das obergeile Medley "Metal Machine/Metal Crüe". Die Fans ließen alles mit sich machen und so konnte man sehen, wie ca. 600 Metaller bei besagtem "Attero Dominatus" auf-und-ab sprangen und dabei noch lauthals mitgrölten. Sehr intensiver Gig, der leider viel zu früh endete.

Danach war mal wieder Warten angesagt, denn die Jungs um Joacim Cans ließen sich auch eine halbe Stunde Zeit und entblößten dabei den monströsen Bühnen-Aufbau, der an das Cover der aktuellen Scheibe angelegt ist. Zudem wird eine Wasser-Wand installiert, auf der später zu den Songs passende Laser-Effekte gebeamt wurden. Um 22:05 Uhr wurde es dann dunkel auf der Bühne und ein düsteres Intro erklang. Die Stimmung war aber dennoch deutlich ruhiger als bei Sabaton, auch als Hammerfall mit "Punish And Enslave" ihren ersten Song anstimmten. Doch mitten im Song begann die Stimmung wieder zu kochen und Joacim Cans genoss den Lärm. Die Band zeigte sich auch mit Neu-Zugang Pontus Norgren stark und lieferte einen fetten Sound ab. Nur Oscar Dronjakt hatte seine gewohnten Patzer und Verspieler en masse. Die Schweden ließen nichts anbrennen, hauten einen Gassenhauer nach dem anderen heraus und schafften es sogar einige Leute zum Moshen zu bringen(sic!). Großes Manko der Shows sind dagegen die langen Pausen während der Songs und die häufig kommenden Intros. Auch das Schlagzeug-Solo hätte man getrost in die Tonne kloppen können, so lahmarschig war das.
Aber auch von der Setlist her wussten Hammerfall zu überraschen, ließen Threshold komplett aus und spielten lieber ein paar Crimson Thunder-Klassiker wie "Trailblazers" und den Titeltrack. Hauptaugenmerk lag natürlich bei den neueren Sache wie der Single "Any Means Necessary", aber auch die Schnulzen-Ballade "Between Two Worlds" und "Bring The Hammer Down" wurden gezockt. Vom genialen Debüt Glory To The Brave wurde lediglich der Titeltrack gespielt und die Band-Hymne "Hammerfall" fehlte komplett. Doch insgesamt haben sich die Herren eine feine Setlist ausgedacht und spielten diese konsequent 100 Minuten durch.

Es ist nach zwölf als wir verschwitzt, aber glücklich das Backstage verlassen und uns gen Zuhause aufmachen. Dieser Tour-Tross war auf jeden Fall ein Highlight des Jahres und Sabaton MÜSSEN unbedingt als Headliner mal nach München kommen.
Nebenbei gesagt war der Merch mit 20 Euro für ein T-Shirt dann doch etwas teuer, aber man kann ja nicht alles haben! Geiler Abend!

Basti

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