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Konzert-Bericht

Banner Of Wrath & Screamatorium

Banner Of Wrath CD-Release Party

Titanic City, München 23.02.2008

Wenn mal wieder ein krankes Hirn eine völlig abstruse Stilbezeichnung (z. B. Melodic Thrash oder ähnliches) erfindet, um einer Band einen Gefallen zu tun, lautet eine meiner Lieblingsfloskeln "Und was kommt als Nächstes? Kuschelgrind oder Gothic Death?" Ich weiß, es zeugt nicht unbedingt von Erfindungsreichtum, immer die gleichen Einwürfe zu machen, aber was soll's, Wirkung wird dadurch fast immer erzielt. Nun aber schickt sich eine Band aus dem Münchner Raum an, mir zumindest eine dieser Floskeln zu verderben, indem sie sich einen der beiden von mir erwähnten Stile zu eigen macht. Diese Band nennt sich Banner Of Wrath und spielt Gothic Death. Seltsame Kombination, möchte man jetzt sagen und das war auch mein erster Gedanke. Aber zumindest interessant könnte das schon sein, weswegen ich mich auch auf die Socken machte, um dem Gig der Band im Titanic City, welcher zugleich die Party zum Release der Banner-CD "Through A Decade Of Wraths" darstellte, beizuwohnen.

Aber natürlich musste Banner of Wrath nicht das ganze Programm alleine bestreiten, mit Screamatorium als Opener hatte man sich Unterstützung beschafft. Die Chamer waren anscheinend recht spontan als eingesprungen und boten dem Publikum klassischen Metal mit leichter NWoBHM-Schlagseite. Die Stücke waren solide und unterhaltsam, zwar nichts Herausragendes, aber durchaus dazu geeignet, die Stimmung anständig anzuheizen. Gut, ein wenig zurückhaltend war das Publikum schon noch, aber damit haben wohl alle Opener zu kämpfen. Auch technisch gab es gar nicht viel zu meckern bei diesem Auftritt, besonders gefiel mir die Arbeit an der Leadgitarre. Dafür wirkten die Ansagen des Frontmannes zumindest Anfangs etwas verunsichert, allerdings gab sich das auch im Laufe des Gigs. Insgesamt ein recht solider Auftakt, während dessen sich das Titanic so etwa bis zur Hälfte füllte.

Dann aber war es an der Zeit für Banner Of Wrath, ihre neue CD vorzustellen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis zu diesem Abend noch kein einziges Stück der Münchner kannte, weshalb ich also doppelt gespannt war. Und was ich dann zu hören bekam, war wirklich nicht von schlechten Eltern! Diese Kombination verschiedener Stile hat etwas ganz Eigenes und wirkte keineswegs zusammengewürfelt. Diese Musik hat ganz deutlichen Wiedererkennungswert, was man nun auch nicht alle Tage findet. Zur äußerst gelungenen Musik kam an dem Abend noch eine nicht zu verachtende Bühnenpräsenz der Band, vor allem natürlich von Frontmann Bluhm, den man schon aufgrund seiner Statur gar nicht ignorieren konnte. Aber die Masse macht's nicht alleine, nein, auch Charisma gehört zu einer guten Show und auch das war zu Genüge bei allen Bandmitgliedern zu spüren. Und so, wie ich das Publikum während des Gigs einschätzte, kam dieser Auftritt dann auch bei den meisten Anwesenden recht gut an, zumal auch die technische Seite der Darbietung keinen Grund zu Nörgeln gab. Das Programm bestand aus der kompletten CD (mit Ausnahme von "Red Wine") und sogar ein neuer Song ("Sub Miss If") hatte den Weg in die Setlist gefunden. Drei Zugaben gab's denn auch noch, die Band ließ sich also nicht lumpen, so lobe ich mir das.

Nun, abschließend kann man den Abend als sehr gelungen bezeichnen. Diese Band hat enormes Unterhaltungspotenzial, wer auf abwechslungsreichen Metal steht, der sollte sich einen der nächsten Auftritte von Banner Of Wrath nicht entgehen lassen.

Setlist Banner Of Wrath:
Intro
Stronghold
Banner Of Wrath
Cursed
Dying Time
Ambush
Schizophrenic
Wasted
In The Eye Of The Storm
---
Gone
Sub Miss If
To The End

Hannes

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