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Konzert-Bericht

Machine Head, Trivium, Dragonforce, Arch Enemy & Shadows Fall

Zenith, München 03.12.2007

München und sein Feierabend-Verkehr sind schon so eine Sache. Nach geschlagenen 40 Minuten erreiche ich endlich das Zenith, um die mir die ersehnte Black Crusade-Tour mit Machine Head und Trivium zu geben.

Das Package begann um 19:00 Uhr, doch aufgrund des Verkehrs-Fiaskos erreichte ich die Halle erst um 19:15 Uhr, wo Shadows Fall gerade ihren letzen Song ankündigten. Schnell erkundigte ich mich, ob der Show-Beginn früher als geplant verlief, doch musste feststellen, dass alles pünktlich verlaufen ist. Nur 20 Minuten für den Opener? Na das kann ja was werden!

Als Nächstes standen Arch Enemy auf dem Programm, die mit Rise Of The Tyrant sogar einen Oberhammer im Gepäck hatten. Um halb acht betrat das deutsch-schwedische Quintett endlich die Bretter der Welt und legte mit "Blood On Your Hands" vom neuem Album gleich fulminant los. Dicht gefolgt von "Rise Of The Tyrant", "My Apocalypse" und "Nemesis". Dann wurde schon mit "We Will Rise" der letzte Song für den Abend angekündigt. Nach 20 Minuten! Das kann's ja wohl nicht sein, dass so eine Klasse-Band, die spielfreudig ist und die Menge in der Hand hält nur so wenig Zeit zugestanden bekommt. Jedenfalls war nach gut 25 Minuten Sense und die Truppe machte sich vom Acker.

Nun stand die Fehlbesetzung dieses Package auf dem Plan: Dragonforce. Die Engländer und ihr bombastischer Power Metal wollen nicht ganz zu einem eher Extrem-Metal-Package passen. Dementsprechend wurde das Sextett auch begrüßt. Kaum einer der 5000 Anwesenden interessierte sich für das, was auf der Bühne geschah. So hatte ich auch mal die Gelegenheit mir eine Hopfen-Kaltschale zu Gemüte zu führen. Dragonforce waren zwar äußerst agil und spielfreudig, doch keiner interessierte sich dafür. Der charismatische Frontmann hatte seine Probleme den Mob anzuheizen und auch die spektakulären Soli der beiden Axt-Männer taten dem keinen Abbruch. Dass die Jungs überhaupt noch spielen konnten, war mir ein Rätsel. Nach jedem Song wurde erstmal ein Bier via Strohhalm komplett entleert und der Sänger hantierte ständig mit einer Whiskey-Flasche. Die Menge taute erst bei dem Überhit "Through The Fire And The Flames" richtig auf und fraß der Band aus der Hand. Nach geschlagenen 50 Minuten verließ die Truppe dann die Bühne.

Auf Trivium war ich besonders gespannt, denn die Band konnte mich mit ihrem Album The Crusade so richtig auf ihre Seite ziehen und nun wollte ich wissen, ob das Material live auch zündet. Und ja, das tut es! Wahnsinn, was die Amis für eine Energie an den Tag legen. Frontsau Matt Heafy unterhält nach allen Regeln der Kunst das Publikum und erste Circle-Pits bilden sich. Zwar erinnert der Jüngling immer noch stark an James Hetfield, aber die Anwesenden stört das herzlich wenig. Biertrinken war hier schon etwas schwieriger, denn es wurde richtig eng vor der Bühne. Mit "Anthem" kündet die Truppe ihren letzten Song an und der Mob gibt noch mal alles. Nach einer guten Stunde räumen dann Trivium schließlich die Bühne.

Der Headliner stand nun auf dem Plan und betrat mit dem Opener des neuen Albums The Blackening fulminant die Bühne. Nun gab es kein Halten mehr für das Publikum und es bildeten sich wüste Pits und Mosh-Gruppen. Die Amis ließen aber auch keine Zeit zum Verschnaufen. Mit "Empirium" kam nach 10 Minuten schon der erste Überhit. So kämpften sich die Jungs um Rob Flynn durch 60 Minuten Spielzeit und die Meute war nicht müde zu kriegen.

Nachträglich sei gesagt, dass dieses Tour-Package eigentlich enttäuschend war. Keine Band hatte wirklich guten Sound, die Spielzeiten waren viel zu kurz bemessen und die T-Shirt-Preise waren jenseits von Gut und Böse: 30 Euro für ein unspektakuläres Shirt und 60 Ocken für einen Pulli; das ist jenseits der Schmerzgrenze. Machine Head hatten eine relative Spielzeit von 40 Minuten, der Rest war Gelaber, welches hauptsächlich "Fuck" und "Prost" beinhaltete. Die Bierpreise waren mit 3,50 Euro für ein Krombacher im Plastikbecher auch vollkommen daneben. Die Höhe ist aber der übertriebene Kartenpreis von fast 40 Euro.

Basti

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