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Konzert-Bericht

The Haunted, God Forbid & God Dethroned

Backstage, München 09.12.2005

(Fotogalerie)

Zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten machten The Haunted an diesem Freitag Station in München. Allerdings hatten die Mannen um Sänger Peter Dolving dieses Mal nicht die Aufgabe das Publikum für den Hauptact aufzuwärmen, sondern schlüpften selbst in die Headlinerrolle. Für die nötige Betriebstemperatur im Publikum waren an diesem Abend die niederländischen Todesmetaller God Dethroned sowie die Metalcore-Walze God Forbid verantwortlich. Beste Voraussetzungen also für einen recht kurzweiligen und unterhaltsamen Abend im Backstage.
Dieser begann gegen 20 Uhr dann aber erstmal recht unspektakulär vor den verschlossenen Toren des Clubs an der Friedenheimer Brücke. Sollte die Backstage Homepage wirklich Recht behalten und der Gig tatsächlich erst um 21 Uhr beginnen? Ein Schelm wer dies tatsächlich angenommen hat, denn wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, fiel der Startschuss bereits gegen halb neun. Soviel zum Thema Organisation...

God Dethroned hatten das Pech, das viele andere Combos vor ihnen auch schon hatten: Die richtige Band am falschen Ort zur falschen Zeit. Denn als Ersatz für die abgesprungenen Manntis konnte das holländische Death Metal Kommando die Erwartungen der Anwesenden nicht erfüllen. Außerdem trug der verfrühte Beginn und die dadruch resultierende Leere vor der Bühne nicht gerade dazu bei, dass Henri "T.S.K" Sattler und Co. auf der Bühne die sprichwörtlichen Bäume ausreißen wollten. Es war deutlich zu merken, dass die Band enttäuscht vom geringen Zuspruch war; kein Wunder, denn gerade mal eine Handvoll Leute reagierte positiv auf Henris Frage, ob überhaupt schon mal wer von God Dethroned gehört habe. Das motiviert natürlich nicht sonderlich, was dazu führte, dass die Holländer wie geprügelte Hunde von der Bühne schlichen. Wirklich schade, das hatten sie nun wirklich nicht verdient. Aber wie gesagt, richtige Band am falschen Ort zur falschen Zeit.
(Lord Obirah)

Nach einer relativ kurzen Umbaupause (Gott sei Dank, denn der aus den Lautsprechern eiernde Hip Hop(!) sägte nicht nur an meinen Nerven) kündigte das Intro ihrer aktuellen Scheibe IV: Constitution Of Treason die Amis God Forbid an, die mit "End Of The World" recht knackig in ihren Set einstiegen. Schnell formierte sich ein recht ansehnlicher Moshpit vor der Bühne und das zuvor noch recht zurückhaltende Publikum erwachte aus seinem vorgezogenen Winterschlaf. Sänger Byron war an diesem Abend gut bei Stimme und auch der Rest der Band sprühte vor Spiellaune. Dies zeigte sich vor allem in einigen Gitarrenduellen zwischen Doc und Dallas, die sich mit ihren Soli gegenseitig anstachelten. So zockte sich eine gut gelaunte Band durch einen kurzweiligen Set und bewies, dass die energiegeladene Mischung aus Metal und Hardcore live massig Laune macht. Leider war nach acht Songs und nicht einmal einer Stunde Schluss mit lustig und der moshenden Menge wurde vom Pausen-DJ erneut mit seltsamer Hip Hop Mucke schlagartig die gute Laune verhagelt. Besten Dank hierfür!
(JR)

Nachdem die Ohren während der Umbaupause wieder auf schändlichste Art und Weise malträtiert wurden, wurde man mit "No Compromise" dafür belohnt, dieses unsägliche Hip Hop Gedöns erduldet zu haben. Der Opener gab auch gleich die Richtung vor, ein kompromissloses Thrash Gewitter wurde hier entfacht, dem sich kaum einer entziehen konnte. Die Folge waren überall fliegende Haare, kleine aber fein Pits und eine gut gelaunte Band. Bei dem Set war das aber auch kein Wunder, wer bitte kann bei Granaten wie "99", "Abysmal" oder dem göttlichen "Hate Song" auch seine Rübe still halten? Eben, keiner und deswegen gab es auch massig Applaus und Jubel nach den einzelnen Songs. Die Band präsentierte sich in ausgezeichneter Verfassung und spielte verdammt tight zusammen. Gut, der Bewegungsradius war auch hier wieder mal der berühmte Bierdeckel, aber dafür ging Peter Dolving völlig aus sich heraus und zelebrierte jeden einzelnen Song, was vor allem beim düster bedrohlichen "My Shadow" für Gänsehaut sorgte. Und wie es bei starken Konzerten so der Fall ist, war die Spielzeit mit ca. 70 Minuten ruckzuck vorbei, viel zu kurz also.

Was aber sehr schade war und einen faden Beigeschmack hinterlassen hat, war die Tatsache, dass es trotz massiver Forderungen keine Zugabe gab. Wobei ich hier ausnahmsweise mal der Band keine Vorwürfe machen will, sondern den Grund in der anschließenden Hallenbeschallung gefunden zu haben meine. Denn im Anschluss an den Gig kam über das DJ-Pult wieder so unsäglich bescheidener Hip Hop, der sowohl The Haunted als auch jeden Metaller flugs aus dem Backstage vertrieb. Ich frage mich, wer auf so eine stupide Idee kommt, zuerst ein Metalkonzert und im Anschluss daran eine Hip Hop Party aus zu richten? Vor allem nach den ganzen Scherereien, die das Backstage nach dem letzten Hip Hop Konzert hatte, als fast der halbe Laden kurz und klein geschlagen wurde und die aufgebrachte Meute nur mit massivem Polizeieinsatz zu beruhigen war. Manche sind einfach unbelehrbar. Schade, denn die Metalheads hätten etwas Besseres verdient gehabt als so ein abruptes Ende eines geilen Konzertes.
(Lord Obirah)

Setlist God Forbid:
End Of The World
Force Fed
Into The Wasteland
Anti-Hero
Gone Forever
Chains Of Humanity
Better Days
Broken Promise

Setlist The Haunted:<;br /> No Compromise
Nothing Right
Bullet Hole
Shadow World
Bloodletting Intro
In Vein
Abysmal
Trespass
99
Forensick
D.O.A.
Hate Song
All Against All
Dark Intentions
Bury Your Dead
My Shadow

JR & Lord Obirah

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