9 Headbänga online
25.10.2019 Jane
01.11.2019 Joey DeMaio
08.11.2019 Annihilator
09.11.2019 Stormbringer Thrash Inferno 23
16.11.2019 Tanzt! Festival
11.04.2020 Dark Easter Metal Meeting
Reviews (10070)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Early Man

Interview:
Bible Of The Devil

Live-Bericht:
Joe Bonamassa

Video:
Grave Digger
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Konzert-Bericht

Blodsrit, Kapein, Caedes & Total Hate

Titanic City, München 12.11.2005

(Fotogalerie)

Was für ein herrliches Black Metal Wochenende!!! Zuerst am Freitag Dark Fortress mit Negura Bunget und nun noch am Samstag Blodsrit. Schwarzes Herz, was willst du mehr???
Also schnell das kleine Schwarze angezogen und ab ins Titanic City, wo sich bereits mehrere Gleichgesinnte eingefunden hatten.
Wie sich dann herausstellte, hat sich das Billing des Abends "geringfügig" geändert. Die Serben The Stone traten gar nicht an, dafür waren die deutschen Total Hate kurzfristig eingesprungen, Caedes spielten nun an zweiter Stelle, während Kapein nun die dritte Band des Abends war. Aber egal, erst mal für eine regulierten Flüssigkeitshaushalt gesorgt und ab an die Bar.
Um 20 nach acht war es dann soweit, die kurzfristig eingesprungenen Total Hate eröffneten im traditionellen Corpse Paint den schwarzen Reigen mit einem ruhigen Intro, bevor es dann brachial zur Sache ging. Das Riffing und Drumming war meist sehr schnell gehalten, von gelegentlichen stampfenden, melodischen Passagen einmal abgesehen. Den rund 50 Anwesenden gefiel's jedenfalls, die ersten Banger machten sich für den Rest des Abends warm zu den Songs "Pure Hatred And Blasphemy" und "Chains And Blood". Das Acting auf der Bühne hätte zwar etwas agiler sein können, aber trotzdem hinterließen die Jungs einen guten Eindruck, der sich im Beifall nach gut einer halben Stunde manifestierte.

Als nächstes waren Caedes an der Reihe und sofort war vor der Bühne mehr los. Sowohl von der Anzahl als auch von der Bangbereitschaft her. Was man vorher noch etwas vermisst hatte, die Kälte, die Atmosphäre, war hier allgegenwärtig. Allerdings war bis auf den Sänger wieder einmal Statik auf der Bühne angesagt, von gelegentlichen Bangeruptionen des Gitarristen einmal abgesehen. Textlich kann man die mir bis dato unbekannte Band wohl in die Eisregen-Schublade stecken, den Titel wie "Pestbeulen Des Alten Kults", "Gewissenlos Und Geisteskrank" oder "Krieger Des Blutes" sagen da ja schon alles. Hinzu kommt das rollende "R" des Fronters, was diesen Eindruck noch weiter verstärkt. Ansonsten regierte hier der rohe Black Metal, wenn mich auch der Anfang von "Nach Der Apokalypse" schon arg an Obituary erinnert hat. Das bereits erwähnte "Krieger Des Blutes" bildete dann auch noch den Zugabenteil, bevor es dann nach 40 Minuten vorbei war mit dem deutschen Black Metal.

Was danach Kapein entfachten, kann man ruhig als musikalisches Inferno bezeichnen. Roher, ursprünglicher, extrem kalter und schneller Old-School-Black Metal, so wie er sein muss. Sänger Kvaahl schraubte sich amtlich beim Propellerbangen die eigene Rübe ab und schrie einfach alles in Grund und Boden. Leider hat sich auch hier dieser Enthusiasmus nicht auf den Rest der Band übertragen, der wie bei den Vorgängerbands meist regungslos dastand. Vor der Bühne war etwas weniger los als noch bei Caedes, aber trotzdem wurde amtlich gebangt, wobei gerade die etwas langsameren Parts mehr Fans dazu veranlassten, die Matten kreisen zu lassen. Zwar verzichtete man komplett auf Konversation mit den Fans, aber trotzdem wurde die Band gefeiert und mit Zugaberufen nach knapp 40 Minuten von der Bühne verabschiedet.

Dann war es endlich Zeit für den Headliner Blodsrit aus Schweden. Doch bereits beim Soundcheck machte Naahz (Vocals) auf seinen nicht unerheblichen Alkoholpegel aufmerksam, wäre er doch um ein Haar zweimal rückwärts ins Drumkit gepoltert. Nur ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn (der bis an seine Grenzen ging) und das Eingreifen des Gitarristen konnten dies verhindern. Daraufhin verhedderte sich Naahz mehrfach mit seinem Netzoberteil in dessen Gitarre. Versprach ein guter Gig zu werden. Mit dem Opener des aktuellen Longplayers Helveteshymner, "In Melancholy...", gefolgt von "In Darkness Prevail" ging es dann auch los. Sofort war auch hier eine sehr gute Stimmung am Start, die rund 100 anwesenden Fans zeigten, dass München das Bangen nicht verlernt hat und endlich war auch einmal auf der Bühne von Bewegung die Rede. Allen voran Naahz, der mit einer Art Black Metal Ausdruckstanz für Begeisterung sorgte. Dass er dabei nicht das Gleichgewicht verlor und von der Bühne fiel, grenzte an ein Wunder. Oder extreme Selbstbeherrschung. Egal, was auch immer, die Stimmung war gut, wenn auch der ein oder andere Versuch, die Fans zum Mitgrölen zu animieren, ins Beinkleid ging. Dafür waren die Fans zu sehr mit Bangen beschäftigt. Die messerscharfen Riffs erzeugten aber auch eine Kälte, die zum Haareschütteln animierten. Geboten wurde eine Setlist quer durch die Historie, wenn auch das aktuelle Album gleich mit fünf Songs vertreten war. Nach gut einer Stunde und einer Zugabe ("Ridding A Pest") war dann jedoch schon wieder Schluss und die Fans wurden in die Nacht entlassen, sofern sie nicht im Titanic City weiter feiern wollten, was der Verfasser dieser Zeilen natürlich noch tat.

Setlist Blodsrit:
In Melancholy...
As Darkness Prevail
Praise Suicide
Vanmakt
Vid Livets Slut
The Glorious Rise Of The Flames
I Sörg För Syndens Saknad
Illdjarn
Secrets Unveiled
---
Ridding a Pest

Ray

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Werbung:

© www.heavyhardes.de