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Konzert-Bericht

Tristania, Rotting Christ, Vintersorg & Madder Mortem

Metropolis, München 15.10.2001

Nicht wenige, die sich die Karte für diese Veranstaltung im Vorverkauf gesichert hatten, freuten sich besonders auf die Alkoholiker von Finntroll. Leider hatten diese, aus mir nicht bekannten Gründen, die Tour abgesagt. Das Gerücht, dass Borknagar als Ersatz spielen würden, bestätigte sich nicht.

Als erste Band betraten Madder Mortem die Bühne. Eine Band, deren Stil schwer zu definieren ist. Viking Metal mischt sich mit Doom- und Gothic Metal, dazu gesellen sich noch ein paar tiefgestimmte Hüpfpassagen, und psychedelische Parts. Was sich jetzt theoretisch interessant anhört, war in der Praxis eine Katastrophe. Die Sängerin schien stimmlich am Ende zu sein ( München war das Abschluss Konzert dieser Tour ), die Songs waren teilweise einfach nur träge, ohne Atmosphäre zu transportieren. Dazu kam, dass die Musiker äusserst introvertiert agierten, und einen zu leisen Sound hatten. Völlig deplaziert wirkte die Judas Priest Coverversion "Breaking The Law" am Ende des Sets. Ein Freund von mir betitelte diese Darbietung abfällig als "bessere Bandprobe".

Nach einer äusserst kurzen Umbaupause betraten Vintersorg die Bühne. Das Metropolis war zu diesem Zeitpunkt bereits gut gefüllt, und zum ersten Mal kam etwas Stimmung auf. Vintersorg hatten einen hervorragenden, transparenten Sound, der den exzellenten Viking/Black Metal in ein gutes Licht rückte. Mr. Vintersorg himself versteht es hervorragend mit dem Publikum zu kommunzieren, trotz "Doppelbelastung" Gesang/Bass und steigerte sich stimmlich von Lied zu Lied. Der Mann hat ein unglaubliches Organ. Charismatischer, cleaner Gesang trifft auf wütendes Gekeife - Klasse! Der stimmungstechnische Höhepunkt war mit Sicherheit "Rainbow Demon", das zum fröhlichen mitsingen einlud.

Mitsingen stand bei Rotting Christ nicht auf dem Plan. Alleine das Intro machte einem klar, dass jetzt schluss mit lustig ist. Stilistisch irgendwo zwischen Gothic, Black und Thrash Metal gaben die Jungs eine ganz gute Figur ab. Leider störte das immer gleiche, aufgesetzte Posen des Sängers, und der anfangs beschissene Sound, der die Stimme viel zu laut, und die Gitarren im Hintergrund erklingen liess. Die Stimung war insgesamt noch einen Tick besser, als bei Vintersorg, was aber mit steigendem Alkoholpegel, sowie Härtegrad der Musik zu tun haben musste, denn rein qualitativ kamen Rotting Christ nicht ganz an die Nordmannen heran.

Als gegen 23:00 Uhr Tristania die Bühne betraten, und die ersten Klänge ertönten, und nach etwa 10 Sekunden erstmal die P.A. ausfiel, standen die Musiker recht dämlich da. Letztendlich trug es aber zur guten Atmosphäre bei, da die Fans die Band nun erst recht anfeuerten. Nach etwa einer halben Minute ging es dann auch schon wieder weiter. Tristania hatten gleich 3 Sänger am Start: Einen für die tiefen Growls, einen für den cleanen Gesang und den weiblichen Blickfang mit dem exotisch anmutenden Namen Vibeke Stene, welche mit einem äusserst attraktiven Hüftschwung, sowie einem hervorragenden Sopran Gesang zu gefallen wusste. Für meinen Geschmack war der etwas pathetische Gothic Metal dieser Gruppe ein wenig zu zäh, aber das schienen die meisten der anderen Konzertbesucher nicht so zu empfinden. Dementsprechend hervorragend war die Resonanz des Publikums, vorwiegend bei den älteren Songs. Bei dem letzten Song betraten alle, an der Tour beteiligten ( Musiker, Crew, Tourmanager ) Leute die Bühne . Es wurde ziemlich eng da oben, und stand im Kontrast zu den ruhigeren Passagen dieses Liedes, war aber sehr amüsant zu beobachten, wie die Damen und Herren den Abschluss der Tour feierten. Nach drei Zugaben war dann entgültig Schluss. Und bis auf die Enttäuschung, dass die durchgeknallten Finntroll fehlten, war an diesem Abend so ziemlich alles im grünen Bereich.

David

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