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Konzert-Bericht

Thumb, Bazzooka & Thorn.Eleven

Metropolis, München 29.10.2001

Ich bin alt! Wahnsinn! Es ist echt lang her, dass ich mir bei einem Konzert so alt vorgekommen bin. Ich glaub ausser den beteiligten Bands waren vielleicht gerade mal zehn Leute im fast ausverkauften Metropolis annähernd so alt wie ich. Der Grund? Thumb spielten mal wieder in München um ihre aktuelle CD "3" zu promoten und das machten sie nicht mal schlecht, doch zunächst spielten noch zwei Newcomerbands für das überwiegend jugendliche (Trend-)Publikum.

Als erstes spielten die Berliner Bazzooka, die mit ihrem deutschsprachigen, etwas prollig wirkenden Old School-Crossover (Old School im Sinne von Mitt-Neunziger) das Publikum durchaus zu unterhalten wussten. Ich fand dagegen die Mischung aus alten Such A Surge und Megavier-Sachen etwas eintönig und mässig aufregend. Man sollte sich vielleicht um etwas mehr Eigenständigkeit bemühen.

Als zweites spielten die Newcomer von Thorn.Eleven, die bereits einen Track im Rahmen der Unexplored-Aktion auf einem Visions-Sampler unterbringen konnten. Was mir unangenehm auffiel war die im Vergleich zur Aufnahme quäkende Stimme bei den melodischen Parts und die peinliche Ansage bezüglich CDs und Shirts am Merchandise-Stand. Zudem war das Publikum mit der komplexen Mischung aus härteren Tool und Stone Temple Pilots offensichtlich etwas überfordert. Schade, denn so ging die Band unverdientermassen etwas unter, abgesehen von zwei Schwachmaten, die nicht nur mich zum lachen brachten, nach einiger Zeit aber bloss noch nervten (Reich sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Himmelsreich).

Zuguterletzt kamen dann Thumb auf die Bühne, um gleich mit dem ersten Song vom neuen Album Upside & Down die Stimmung anzuheizen, was ihnen auch problemlos gelang. Die halbe Halle sprang und pogte sich die Seele aus dem Leib, versuchte sich am Stage Diving und sang die Texte lauthals mit. Vom ersten Album wurden gerade mal zwei Songs gespielt (Red Alert und Haunted), der Rest des Abends wurde mit Exposure- und 3-Material problemlos aufgefüllt. Wie bereits im Vorfeld angekündigt, bestand die Setlist ausschliesslich aus eigenen Songs, die aber genügend Hitpotential aufwiesen, um den Abend problemlos überstehen zu lassen. Der Sound war hervorragend und die Stimmung ausgelassen. So ausgelassen, dass Claus das Publikum zwischendurch zu etwas Fairness im Umgang miteinander und zu etwas gesitteterem Verhalten auf der Bühne aufrufen musste. Zudem wurde noch eine kurze Lektion zum stagediven für Anfänger erteilt.

Nachdem quasi alle Hits der langjährigen Bandgeschichte abgespult waren, hinterliess man ein ausgepowertes, aber sehr zufriedenes Publikum, welches sich abschliessend am Merchandise-Stand zu fairen Preisen mit Devotionalien aller Art eindecken konnte.

Andreas

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