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Konzert-Bericht

Ill Nino, Raging Speedhorn, Breed77 & Pleymo

Elserhalle, München 16.11.2002

Endlich - endlich sollte ich die Gelegenheit bekommen, Raging Speedhorn live zu sehen. Zuletzt wurde ich ja auf dem Full Force versetzt, aber dieses eine mal soll's wirklich klappen!

So mach ich mich gut gelaunt auf den Weg zur Elserhalle, reiss das Interview mit Ill Nino runter und harre der Bands, die da kommen sollten.

Der Einlass verzögert sich schonmal, so dass ich mich länger als geplant, vor der Elserhalle aufhalte. Interessant finde ich dabei das Publikum, das mir einmal mehr ins Bewußtsein ruft, was für ein alter Knacker ich eigentlich bin.

Losgehen tut's mit Pleymo, die mir bisher kein Begriff waren und dies auch in Zukunft nicht sein werden. Die Band konnte zwar mit zwei Sängern auftrumpfen und auch die härteren Parts waren durchaus nicht zu verachten, aber irgendwie hat man das alles schon mal gehabt. So erinnerten die melodischen Parts an Limp Bizkit und 4Lyn, was sich ja nicht ausschliesst. Auch das Outfit der Musiker war nicht so prall und erinnerte mit den komischen Schlafanzugoveralls irgendwie an Slipknot für'n Kindergarten.

Als nächstes spielten Breed 77 auf, eine Band aus Spanien, die bei uns bisher noch nix veröffentlicht hat. Auch hier fehlte es mir etwas an Substanz, klingt wie emotionaler Nu Metal oder wie ein Kumpel anmerkte wie Crossover ohne Eier! So lenkte ich meine Aufmerksamkeit auch von der Band etwas ab und bekam von daher die mit Sicherheit vorhandenen Höhepunkte nicht mit.

Höhepunkte gab's daraufhin zuhauf! Sowohl sexuelle als auch musikalische! Ich kenne wenigstens drei Personen, denen bei Raging Speedhorn das Messer in der Hose aufgegangen sein dürfte. Allerdings weniger wegen der Ausstrahlung, sondern wegen der musikalischen Qualität der Band. Schönheiten sind sie ja nicht, aber spielen können sie - und grooven! So schossen die Engländer ihre Mischung aus Sludgecore, Doom und New Metal in die Menge und kamen sogar beim Ill Nino-Publikum wohlwollend an. Als man dann auch noch mit "Thumper" den höchsten Trumpf ausspielte, war für mich klar, dass der Abend keine Steigerung mehr erfahren konnte.

Gut, soweit ging ich nicht, dass ich bei Ill Nino fluchtartig die Elserhalle verlassen hätte - im Gegensatz zu den drei oben genannten Personen - aber umgehauen hat's mich auch nicht.
Die Band spielte tight, wirkte aufeinander eingespielt und von der Erkältung des Sängers war auch nicht viel zu spüren. So gab man denn auch die komplette Debüt-CD zum besten und auch den auf dem Digi-Pack enthaltenen Livebonussong "Eye for an Eye" von Soulfly vergaß man nicht. Der Sound war, wie auch schon bei den Vorbands, super: fett und transparent.
Die Bühnenshow wirkte professionell und trotzdem - irgendwie wirkte es schon zu professionell... Die spontanen Momente, die ein Konzert in meinen Augen zu etwas besonderem werden lassen, haben schlichtweg gefehlt. Alles war perfekt einstudiert und jeder Sprung des zweiten Gitarristen kam zu dem Zeitpunkt, zu dem er kommen sollte. Von daher hatte ich etwas den Eindruck, die New Metal-Metamorphose einer Boygroup vor mir zu haben. Dass man darüber hinaus die Gitarre des zweiten Gitarristen nicht wirklich heraushören konnte, verstärkte den Eindruck auch noch.

Da letzteres aber ein sehr subjektives Empfinden von mir war, habe ich objektiv gesehen eigentlich keinen Kritikpunkt, ausser den Merchandisepreisen: die waren nämlich jenseits von Gut und Böse. Für ein T-Shirt 25 Euro und für einen Kapuzenpulli 48 Euro sind Preise, die ich persönlich für unverschämt halte und mit Fannähe nicht mehr viel zu tun haben. Leider mussten sich wohl auch die Vorbands den Preisvorgaben anschliessen, so dass sich deren Verkäufe wohl sehr in Grenzen gehalten haben. Leider hab ich dazu auch im Interview keine plausible Erklärung erhalten, doch dazu später.

Andreas

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