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Konzert-Bericht

Flyswatter & 4Lyn

Feierwerk, München 26.02.2005

Auftakt zum 21. Spieltag in der Jägermeister Rockliga. Samstag am Start die Lokalmatadore vom "1. FC" Flyswatter gegen den Tabellenführer "S" 4Lyn. Ein spannendes Spiel bahnte sich an, ging es doch nicht um weniger als die zukünftige Pole Position in der Rockliga-Tabelle. Der Drittplatzierte Flyswatter hatte die Chance, auf der Tabelle entsprechend nach oben zu rutschen und die bisherigen Platzhirsche von 4Lyn die Gelegenheit, die Tabellenführung abzusichern. Flyswatter hatten dieses mal natürlich den Heimvorteil, im Gegenzug können 4Lyn dank vorhergehender Major-Releases bereits auf eine grössere Fanschar zurückgreifen, was letztendlich mit klaren Vorteilen zugunsten der Hamburger resultierte.

Doch davon liessen sich die Münchner nicht weiter beirren und legten mit einem Set los, der sich gewaschen hatte und die Ohren heftig klingen liess. Der hochenergetische moderne Rock mit Hardcore-, Punk- und Emo-Elementen ließ dann auch die Fans entsprechend vor der Bühne abgehen. Zu den Songs des vor kurzem bei Roadrunner rereleaseten ersten Albums bildeten sich Moshpits und Stagediver machten die Gegend vor der Bühne unsicher. Sänger, Gitarrist und Bassist liessen sich nicht bitten und nahmen daraufhin ebenfalls ein Bad auf der Menge und man schien diese dank fetter Bühnenperformace und exzellenter Songauswahl fest in der Hand zu haben. Dies sahen einige Die Hard-4Lyn-Fans (doch, die gibt's noch!) anders und machten lautstark Stimmung für den folgenden Auftritt der Hamburger. Nun ja, sportliches Verhalten schaut anders aus, aber was stört's die Eiche, wenn sich die Wildsau dran reibt? Eben. Um dies zu untermauern, hämmterte man zum Abschluss des Gigs noch zwei, drei alte Hardcorenummern ins darbende Publikum und beendete damit einen Gig, der sich gewaschen hatte.

In der kurzen Umbaupause sah man dann den ehemaligen Superstar-Gewinner Martin Kesici im Publikum rumschwirren, der auf Plakaten auch als Special Guest angekündigt war. Glücklicherweise hielt man davon Abstand, den Besuchern einen Auftritt des Berliners reinzudrücken, doch war seine Rolle erstmal eher unklar und liess mich mit einem unguten Gefühl zurück.

Zurück liessen mich auch 4Lyn und zwar zurück in den Eingangsbereich gehen.

(Ab hier folgt mein ganz privater subjektiver Eindruck. Wer damit Probleme hat, sollte jetzt aufhören zu lesen. JETZT!)

Der langweilige Crossover-/Nu Metal-Mix wird auch fünf Jahre nachdem mir die Musik zum ersten mal nicht gefallen hat, nicht wirklich gut. Beim Bier holen konnte ich zumindest die relativ gute Bühnenperformance und die mächtig abgehende Crowd mal etwas näher ins Auge nehmen. Der Gig kam offensichtlich beim jungen Publikum sehr gut an. Klar, wenn man der Meinung ist, 4Lyn würden originelle Musik machen, kann man sowas im jugendlichen Leichtsinn natürlich gut finden. Im Ohr geblieben ist mir ein "Woohoo" oder so, welches mich mehrmals zu ausufernden Lachanfällen hinreissen konnte. Immerhin! Auf mehr solche Höhepunkte hoffend, verblieb ich den restlichen Gig neben der Bühne und wurde leider enttäuscht. Objektiv mag man das professionelle Auftreten der Band schätzen, subjektiv fand ich die fast-choreographierte Bühnenshow eher langweilig. Morddrohungen und ähnliches bitte in unser Forum. Danke.

Nach dem 4Lyn-Gig ging's schliesslich an die Bewertung der Bands und hier wurde die Rolle, die Martin Kesici an diesem Abend spielen sollte, endlich offensichtlich. Als quasi-Schiedsrichter laberte er von den 70ern, 80er und 90ern und dass da Rock'n'Roll ganz groß war und er Rock'n'Roll liebt und hey überhaupt, weil in der 70ern und 80ern und 90ern da war noch Rock'n'Roll und so und ach ja, genau die 70er, 80er und 90er waren noch voll Rock'n'Roll ey und so und Flyswatter ein Punkt. Dieses Spielchen wiederholte sich noch dreimal in ähnlicher Form, so dass zum Schluss von Schiedsrichterseite Flyswatter gegenüber 4Lyn mit 3:1 Punkten führten. Das war aber eh mal wieder für die Katz', weil das letztendlich eh nicht zählt, sondern wie in Dortmund das Publikum in letzter Instanz den Sieger entscheidet. Hier bewiesen die Flyswatter-Crowd dann erneut, wer das kräftigste Organ im Rockzirkus besitzt, so dass 4Lyn geschlagen von dannen ziehen mussten und der Platz an der Tabellenspitze vorerst an Flyswatter übergeht. Wir gratulieren und wünschen den Münchnern für die restliche Rockliga nur das Beste.

Andreas

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