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Konzert-Bericht

God Dethroned, Summon & Gatecrusher

Paradox, Ingolstadt 29.03.2005

Also, es gibt Tage, da läuft es einfach anders als man denkt bzw. hofft. Dienstag war so ein Tag. Da freut man sich auf ein geiles Konzi und verbringt erstmal zwei Stunden auf der Autobahn, weil so'n Laster umgekippt ist und alle gaaaaaaaaaaaaaaaanz langsam daran vorbei fahren müssen weil das ja soooooooooo megainteressant ist. Irgendwie hab ich's dann doch noch geschafft, pünktlich im Paradox in Ingolstadt anzukommen. Doch nicht nur mich hat der Stau getroffen, auch God Dethroned waren ein Opfer desselben und so wurde der Beginn des Abends kurzerhand um 30 Minuten nach hinten verlegt. Doch auch dieser Termin sollte nicht gehalten werden. Die Wartezeit brachte man nun mit dem einen oder anderen Bierchen rum. Dabei stellte sich dann noch heraus, dass Anorexia Nervosa von der Tour gesprungen sind, um im Land des Stangenbrotes ihre eigene Headliner-Tour durchzuziehen. Schade, denn genau die hätten mich am heutigen Billing am meisten interessiert. Das ging wohl auch nicht nur mir so, wie sonst ist es zu erklären, dass einem ständig Karten zum Kauf angeboten wurden.

Um neun ging es dann erstmals in den Keller des Paradox, wo immer noch der Soundcheck durchgeführt wurde und den Mann hinter dem Mischpult vor mehr oder weniger großen Probleme stellte. Mal war der Bass nicht zu hören, mal die Vox nicht, mal gingen die Monitorboxen nicht. Aber um viertel nach neun hatte der Mischer dann doch alles soweit im Griff und die Ingolstädter Gatecrusher konnten ihren halbstündigen Set beginnen. Obwohl das Paradox nicht sehr groß ist, verloren sich die gut 30 – 40 Anwesenden im Raum. Schade, denn das Billing hätte mehr verdient! Sei's drum, Gatecrusher nutzten die Chance, ihren melodischen Death Metal mit Black Metal Einflüssen an den Mann / die Frau zu bringen. Leider war der Sound etwas zu höhenlastig, so dass etwas der Druck verloren ging. Aber die Jungs machten ihre Sache sehr gut, vor allem wenn man bedenkt, dass Sänger Basti sich aufgrund von Schmerzen mit den Weißheitszähnen noch mit Schmerzmittel vollgepumpt hat, um den Gig absolvieren zu können. Zudem mussten sie auf den Bass verzichten, da dieser Posten noch unbesetzt ist. Wer sich berufen fühlen sollte, kann sich ja unter www.gatecrusher.de mal melden. Jedenfalls hinterließen sie nicht nur bei mir einen positiven Eindruck.

Nach einer halben Stunde Umbaupause waren dann die Amis von Summon an der Reihe. Und hier stimmte auf einmal der Druck hinter dem Sound. Und Summon machten keine Gefangenen. Mit ihrem brutalen Ami Death mit Black Metal Einflüssen bretterten sie sich im ICE Tempo durch ihre Songs, dass einem Hören und Sehen verging. Xaphan (Gitarre, Vocals) kreischte / keifte sich die Seele aus dem Leib während sich Joshua (Drums) in einen wahren Geschwindigkeitsrausch spielte. Unglaublich, welches Tempo der Junge vorlegte. Schade nur, dass das Mikro von Necromodeus (Bass, Vocals) nicht funktionierte, seine Vox-Parts gingen völlig unter. Definitiv eine Band, die man im Auge zu behalten hat. Nach 45 schnellen Minuten Gemetzel war dann allerdings Schicht im Schacht.

Leider hatte sich zwischenzeitlich der Club nicht weiter mit Besuchern gefüllt, so dass God Dethroned ebenfalls vor spärlicher Kulisse auf die Bühne gingen. Eröffnet wurde der musikalische Reigen mit dem Titelstück des aktuellen Albums, "The Liar Of The White Worm". Da nicht alle Anwesenden den Weisungen der Band Folge leisteten, sich direkt vor der Bühne einzufinden, gingen der Gitarrist und der Bassist einfach von der Bühne runter und spielten inmitten der Fans weiter. Getreu dem Motto: kommt ihr nicht zu uns, kommen wir zu euch. Das machte die Holländer gleich noch um einiges sympathischer! So etwas nenne ich mal Fannähe! In ihrer guten Stunde Spielzeit beschränkten sich God Dethroned nicht nur auf das neue Material, es wurde immer wieder zwischen alten Klassikern ("Boiling Blood", "The Execution Protocol") und neueren Songs ("Warcult", "Nihilism") gewechselt. Ihre gute Laune ließen sie sich ebenfalls nicht verderben, ständig wurde gegrinst und Witze gerissen. Den Schlusspunkt setzte dann das Titelstück ihres vorletzten Albums "Into The Lungs Of Hell". Weiter Zugaben waren aufgrund der vorgerückten Stunde (bedingt durch den verspäteten Beginn) leider nicht mehr darstellbar.

Setlist God Dethroned:
Liar Of the White Worm
Boiling Blood
Winter Campaign
Warcult
Nihilism
Execution Protocol
Villa Vampiria
The Thombstone
Under A Silver Moon
Sigma Enigma
Soul Sweeper
Serpent King
Into The Lungs Of Hell

Ray

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