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Interview

Interview mit Torchbearer (06.05.2004)

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Und wieder ein Debut, diesmal aus Schweden, das mich aufhorchen lässt, hat es ja nicht nur bei mir, sondern auch in anderen Zines für Euphorie gesorgt. Gitarrist Göran Johansson stand meinen Fragen Rede und Antwort, wenn auch teilweise recht karg.

HH: Hallo aus Deutschland! Herzlichen Glückwunsch zu eurem gelungenen Debut Yersinia Pestis. Aber würdest Du uns bitte zuallererst einen kurzen Blick auf eure Geschichte werfen lassen? Was für einen Background habt ihr alle?

Göran: Torch Bearer an sich hat eher eine kurze Geschichte. Die Band wurde 2003 aus einer Laune heraus gegründet und ich wurde von Christian Älvestam (Unmoored, Incapacity, Solar Dawn und Gitarre bei Torch Bearer) gefragt, ob ich nicht mitmachen will. Ebenso hat Christian den Drummer seiner anderen Bands, Henrik Schönström, und unsere Freunde von Satariel, Pär Johansson (Vocals bei Torch Bearer) und Mikael Degerman (Bass) gefragt, ob sie nicht mitmachen wollen. Jeder von uns war schon länger oder kürzer in der Metal Szene aktiv, und auch wenn wir uns schon geraume Zeit kannten, war es uns bis jetzt nicht möglich, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen.

HH: Torch Bearer wurde ja als Projekt gegründet. Ist es dies immer noch oder seht ihr es nun eher als "richtige" Band? Wie steht’s mit euren anderen Bands aus?

Göran: Nun, ich würde Torch Bearer nun als Band sehen. Obwohl wir nicht wirklich nah beieinander wohnen und deswegen nicht so oft proben können wie wir wollen, fühlen wir eine sehr persönliche Verbindung, die Art Chemie, die so viele Bands haben. Wir alle haben noch andere Bands, die ebenfalls unsere Aufmerksamkeit benötigen. Wenn Du eine Band gründest, heißt das noch lange nicht, dass man bei den bisherigen Bands aufhören muss.

HH: Ihr habt ja einen Vertrag mit Metal Blade, das ja schon ziemlich groß ist. Was erwartet Ihr von eurem Label? Oder habt ihr eher Angst, nur eine Nummer zu sein?

Göran: Als wir den Vertrag unterschrieben, war Cold Records noch kein Unter-Label von Metal Blade. Ich gehe nie an solche Sachen mit irgendwelchen Erwartungen ran, also habe ich auch keine Angst, nur eine Nummer unter vielen zu sein. Wenn ich besorgt bin, dann nur hinsichtlich der Musik, sonst nicht. Ich erwarte nur, dass uns Metal Blade wie jedes andere anständige Label behandelt: aufrichtig und mit Respekt.

HH: Ich bezeichne euren Stil als Thrash Metal mit einigen Black Metal Einflüssen. Bist Du damit einverstanden? Oder ist euch das Denken in verschiedenen Schubladen egal?

Göran: Doch, damit bin ich einverstanden. Zuerst wollten wir Death / Thrash machen, der von Bands der Neunziger beeinflusst wird. Auch wenn sich das Resultat nicht wie eben beschrieben anhört, ich für meinen Teil hatte definitiv Bands wie z.B. Merciless im Kopf, als ich meine Parts schrieb. Aber ich versuche mich nicht selbst zu limitieren, indem ich daran denke, welche Stile ich in meine Songs involvieren soll und welche nicht.

HH: Euer Debut ist einfach großartig. Es bietet guten, abwechslungsreichen Thrash Metal, den man heute nicht mehr allzu oft zu findet. Vor allem "Far Advanced Closure" ist einfach genial!!! Was für Reaktionen / Reviews habt ihr bislang erhalten? Nur gute oder auch schon negative (obwohl ich mir das nicht vorstellen kann.)?

Göran: Danke! Bislang haben wir nur gute Kritiken für Yersinia Pestis erhalten. Vielleicht hatte ich nur Glück, aber ich habe bis jetzt nur gute Reviews gefunden.

HH: Von was handeln eure Texte? Was kannst Du uns über die einzelnen Songs berichten? Sind sie nur erfunden oder haben sie einen Bezug zur Realität?

Göran: Die Texte behandeln den schwarzen Tod, die Pest, die im Mittelalter über Europa hinwegfegte und Millionen Menschen dahinraffte. Ich habe keinen einzigen der Texte geschrieben, kann also nicht hineininterpretieren, ob sie eher einen persönlichen Bezug haben oder nicht, da Pär die Texte geschrieben hat.

HH: Nun könnt ihr ja des Ergebnis eures Schaffens begutachten. Was denkt ihr jetzt drüber? Wie zufrieden seid ihr? Oder gibt’s bereits jetzt Verbesserungspotential?

Göran: Es gibt immer etwas, das man besser machen kann und zwar auf jedem Album. Ich denke, genau das ist es auch, was Musiker wachsen und reifen lässt: das Streben nach Perfektion. Perfektion ist unerreichbar, und wenn Du einmal damit aufhörst, sie erreichen zu wollen, bleibst Du immer auf dem selben Level und machst keinerlei Fortschritte. Ich denke, Yersinia Pestis ist ein hervorragendes Album, aber auch hier gibt es Verbesserungsmöglichkeiten. Daneben bin ich aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

HH: Wart ihr schon live aktiv? Zum Beispiel hier in Deutschland? Gibt’s schon Pläne für eine Tour?

Göran: Mit Torchbearer live zu spielen wäre schön, aber wir haben da noch gar nichts geplant. Zudem haben wir auch ein leichte Problem hinsichtlich der räumlichen Entfernung einiger Bandmitglieder, aber bekanntlich ist nichts unmöglich. Wenn und falls die Umstände es erlauben sollten, wären wir mehr als glücklich, einige Gigs zu spielen.

HH: Schweden hat ja eine sehr gute Metal Szene. Fast jeder bei euch spielt in einer Band, glaub ich. ;-) Was denkst Du über eure Szene?

Göran: Schweden war schon immer in gutes Metal Land. Wir haben einige geniale Bands und natürlich auch einige schlechte, aber der Kreativitätsfunke scheint tatsächlich in unseren Genen verankert zu sein. Ich wünschte, ich könnte mit der Szene heutzutage mithalten wie ich es noch vor einigen Jahren konnte.

HH: Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade im Proberaum sitzt? "Normale" Berufe oder studieren?

Göran: Jeder muss dafür sorgen, leben zu können, die Miete zu bezahlen und Essen auf dem Tisch zuhaben. Nur die Naiven unter uns glauben immer noch, vom Extremen Metal allein leben zu können. Diesen Luxus können sich nur eine Handvoll Bands erlauben. Nun, ich arbeite also. Die anderen Bandmitglieder arbeiten auch oder studieren (und was???? Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher - Ray). Natürlich wäre es schön, von der Musik allein leben zu können, aber das ist schlichtweg unmöglich... zumindest zu diesem Zeitpunkt.

HH: So, das war’s. Danke und viel Glück für eure Zukunft. Die letzten Worte gehören Dir.

Göran: Danke für das Interview und euer Interesse an Torch Bearer. Grüße an alle, die sie verdienen. Besucht uns im Netz unter www.torchbearer.tk"

Ray

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