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Interview

Interview mit Devil's Train (02.03.2015)

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Logo Devil's Train

Die beiden Mystic-Prophecy-Schergen Roberto Dimitri Liapakis (Gesang) und Lakis Ragazas (Gitarre) firmieren seit einiger Zeit gemeinsam mit Schlagzeuger Jörg Michael (Ex-Running Wild, Saxon, Stratovarius) und Tieftöner Jari Kainulainen (Masterplan, Ex- Stratovarius, Evergrey) unter dem Namen Devil's Train. Das zweite Album, kurz II betitelt, hat mit den Hauptbands der einzelnen Mitglieder jedoch recht wenig am Hut und ist stattdessen ein Paradestück in Sachen super lässigem Bluesrock mit klarem 1970er-Einschlag. Bandchef Roberto Dimitri Liapakis erzählt heavyhardes, wie es zu dieser ungewöhnlichen Konstellation kam, warum Mädels und Hard Rock immer zusammen gehören und was man künftig von dem Teufelszug erwarten darf.

HH: Ein fröhliches Hallo aus Bayern und Glückwünsche zum zweiten Album! Der Presseinformation war zu entnehmen, dass Devil's Train ursprünglich als eher kurzweiliges Projekt geplant war. Wann habt ihr euch entschlossen, nun doch noch einen oben drauf zu setzen?

Roberto: Es ist einfach so, dass wir Bock auf diese Musik haben und wenn es nur bei einer Scheibe geblieben wäre, dann wäre das jammerschade gewesen. Wir kommen super miteinander aus und das erste Album ist bei der Presse und vor allem bei den Leuten super angekommen. Also warum nicht weiter machen, wenn's Spaß macht und die Fans mehr verlangen? Außerdem haben wir sämtliche Gigs zusammen gespielt und waren auf Spanien-Tour. Das ist alles absolut reibungslos gelaufen und war super lustig! Wir haben wieder Blut geleckt und hier sind wir wieder mit Album Nummer zwei!

HH: Dieses Album ist seit ein paar Tagen auf dem Markt. Wie ist denn das Feedback bislang ausgefallen?

Roberto: Mehr als positiv... und vor allem besser als beim ersten Album. Vor allem in England kommt das Album sehr stark an, und das obwohl es eigentlich sehr schwer ist Fuß zu fassen in einem Land, wo eben diese Art Musik auch herkommt... vor allem schwer für Bands, die nicht aus England sind! Wir haben riesen Fanresonanzen und die Leute, die das Album bis jetzt gekauft haben und uns auf facebook oder sonst wo schreiben, sind sehr zufrieden. Es wird sich noch zeigen, wie es allgemein läuft, denn das Album ist ja erst raus und viele Leute kennen uns noch gar nicht, da wir ehrlich gesagt noch eine neue Band sind.

HH: Wenn man sich die Musiker von Devil's Train so ansieht, stammt ihr ja allesamt eher aus der klassischen Heavy- und Power Metal-Richtung. Wie kam es, dass ihr nun zu so einem bluesigen Rockalbum zusammengefunden habt?

Roberto: Wir alle sind in den 70er Jahren aufgewachsen, und in dieser Zeit ist eben diese Musik auch groß geworden. Dass wir jetzt Metal spielen, ist eine Entwicklung die später gekommen ist. Davon abgesehen sind wir alle große Fans dieser Musik a la Bad Company, Led Zeppelin, Van Halen oder von den späteren Bands wie Badlands, Blue Murder, Tesla usw. Devil's Train allerdings haben ich und Lakis gegründet und Jörg und Jari sind später dazu gestoßen. Jörg habe ich das Zeug auf unserer Stratovarius / Mystic Prophecy Tour vorgespielt. Er war sehr überrascht von der Qualität der Musik und wollte sofort mitmachen. So hat eben alles angefangen... als Projekt eben und jetzt, wie man auch am neuen Album hört, sind wir zur Band gewachsen.

HH: Wie du schon sagst, lässt es sich kaum wegdiskutieren, dass der 70er Hard Rock einen gewissen Einfluss auf den Sound von Devil's Train hat. Ihr habt ja mit dem "Immigrant Song" von Led Zeppelin und Steppenwolfs "Born To Be Wild" auch zwei Klassiker aus dieser Zeit gecovert. Standen da noch andere Nummern zur Auswahl für ein Cover?

Roberto: Es gibt so viele geile Songs von damals... das würde kein Ende haben. Aber wir haben eben die Songs genommen, die wir auch live spielen. Vor allem finde ich, dass diese Songs Stationen dieser Musik sind, die eben jeder kennt. Umso schwieriger ist es, sie gut zu covern. Auf eine 1 zu 1 Kopie haben wir keinen Bock, darum versuchen wir jedem Coversong die Duftnote von Devil's Train zu geben... hmmmmm was ich gern beim nächsten Album machen will, ist einen Song von ZZ Top... welchen werde ich dir aber nicht sagen, dann nehme ich den Überraschungseffekt nur vorweg.

HH: Gut, dann frag ich gar nicht erst. Wenn man einen Blick auf die gegenwärtige Rocklandschaft wirft, fällt auf, dass sich sehr viele (auch junge) Bands deutlich am Stil und am Sound der Siebziger orientieren - Blues Pills, Rival Sons, Blackberry Smoke, um nur ein paar zu nennen. Woran glaubst du liegt das?

Roberto: Keine Ahnung... höre mal Black Stone Cherry an... diese Jungs sind scheinbar von Geburt an gleich mit einer Klampfe und dem Rock'n'Roll im Blut aufgewachsen. Warum sollten sie nicht diese Musik machen, die ihnen liegt? Ich finde, diese Art Musik ist nicht einfach zu machen. Wenn es dir nicht im Blut liegt, dann kannst du es vergessen! Der Groove, der Blues, das Feeling... da muss alles passen, sonst kannst du es in die Tonne treten. Ich finde als Band muss man das machen, das einem am besten liegt und nicht einfach das, was sich gerade verkaufen lässt. Diese von dir genannten Bands und viele andere sind eben von der 70er und 80er Musik beeinflusst und Gott sei Dank haben sie herausgefunden, dass sie diese Musik auch am besten spielen können. Ich bin happy, dass es noch junge Bands gibt, die sich an diese Musik wagen!

Foto von Devil's Train

HH: So wie eben auch Devil's Train. Trotz einiger Links in die Rockgeschichte klingt ihr aber dennoch unglaublich frisch und zeitgemäß. Was würdest du sagen, ist eure Rezeptur? Mit einer dicken Produktion alleine ist es ja nicht getan...

Roberto: Nein, eine Produktion reicht nicht... aber sie sollte so sein, dass sie zur Musik passt. Gerade bei unserer Art Musik muss der Sound grooven und eben lebendig sein und nicht digital zu Tode produziert mit Trigger Drums und weiß Gott mit welchem modernen Bullshit sonst noch. Die Frische kommt daher, dass die Songs einfach grooven und wie ich schon gesagt habe, es liegt uns einfach, so eine Musik zu spielen. Einfach hinstellen und sagen, ich mach jetzt Blues-Rock-Mucke, das geht nicht. Mit wenigen Worten... wir sind mit dieser Art Musik aufgewachsen und sie fließt in unseren Adern!

HH: Im Vorfeld der VÖ wurden bereits zwei Videos ins Netz gestellt, nämlich zu den Songs "Hollywood Girl" und "Mr. Jones". Ich könnte mir vorstellen, dass besonders die Dreharbeiten zu "Hollywood Girl" mächtig spaßig waren...

Roberto: Klar macht es Spaß, Videos zu drehen, und noch mehr wenn dabei diese ganzen Mädels um einen herum tanzen. Aber all das ist kein Spiel, sondern viel Arbeit. Wir standen um 6 Uhr früh auf, um eben ein Video zu machen und standen nachts um 24 Uhr immer noch vor der Kamera. Also nichts von wegen nur die schönen Mädels ansehen. Die Arbeit für ein gutes Video ist sehr anstrengend. Höllisch würde ich sagen, wenn du sechs Stunden unter der Sonne bei 40 Grad stehst mit einer Lederhose - argggggggghhhhhhhh

HH: Gerade bei "Hollywood Girl" steckt nicht nur optisch auch so ein bisschen 80er-Jahre Sleaze Rock mit drin. Kann es sein, dass Mötley Crüe hier die Blaupause geliefert haben? Schließlich gibt's ja auch einen Textzeile "She's got looks that kill" in eurem Song...

Roberto: Vor Mötley Crüe gab es Hunderte von Bands, die sowas gemacht haben mit Frauen etc... Kiss vor allem. Auch der Text hat nichts mit Mötley Crüe zu tun, er passt halt genau auf diese Szene, die wir gedreht haben. Wir sind auf keinen Fall inspiriert von Mötley Crüe. Ob Musik oder Text - Hard Rock hat schon immer was mit Frauen zu tun und das ist auch gut so, haha. Schließlich macht das alles interessanter und die Leute haben außer der Musik auch ein bisschen Spaß... das Auge isst ja bekanntlich mit, wie man so schön sagt, hahahaha.

HH: Deswegen taucht das Thema Frauen in euren Songs vermutlich des Öfteren auf. Wird hier nur gezielt ein Klischee bedient oder stammen die Lyrics auch ein bisschen aus dem Leben... vielleicht sogar der Musiker selbst?

Roberto: Es sind verschiedene Stories, in denen Frauen erwähnt werden. Natürlich sind da vom eigenem Leben auch sehr viele Sachen mit verarbeitet. Man schreibt ja nicht einfach los, sondern ist von etwas inspiriert, und das kommt eben ins Thema mit rein. Ohne Klischees überlebt diese Art Musik nicht. Das gehört einfach mit rein. Könnten wir uns auch wie eine Black Metal Band anziehen und anmalen und dann nen Titel wie Hollywood Girl singen? Das ginge gar nicht. Es ist ein Teil unserer Musik. Klischee oder nicht. Es passt einfach dazu und das ist schon seit fast 50 Jahren nicht anders.

HH: Was ist denn die perfekte Bühne und was das perfekte Publikum für Devil's Train?

Roberto: Alle Bühnen sind perfekt für Devil's Train... es gibt keinen Unterschied zwischen der oder der Bühne und diesem oder jenem Publikum. Wenn du dein Ding mit Herz und Seele machst, dann bekommen die Leute das auch mit. Das Publikum ist ja nicht doof, sondern kann unterscheiden, ob jemand Bock auf etwas hat oder nicht. Allerdings denke ich, dass es wichtig ist auf Bühnen und mit anderen Bands zu spielen, wo diese Art Musik auch erwünscht und nicht deplatziert ist, also nicht auf irgendeinem Festival, wo eben mehr Musik der harten Gangart angesagt ist... die Wunschpalette ist da ja riesig.

HH: Wenn ich mir die Videos zu "American Woman" und "Mr. Jones" so ansehe, könnte man meinen, ihr seid auf einem Bikerfestival auch ganz gut aufgehoben...

Roberto: Indeed! Aber die Tour in Spanien hat uns gezeigt, dass sich offenbar alle möglichen Leute von uns angesprochen fühlen, von 15- bis 70-Jährigen... wir haben auch in letzter Zeit sehr viele Bikerangebote bekommen, um auf ihren Festen zu spielen. Mal sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt.

HH: Gibt es denn schon Pläne für die kommende Saison? Auf eurer Homepage konnte ich hierzu noch nichts finden.

Roberto: Das Album ist neu und es kommen immer wieder Anfragen rein. Wir wollen aber eben nicht nur wegen des Geldes spielen, sondern uns die Gigs aussuchen, die wir interessant finden. Im Moment planen wir was, aber da will ich nicht ins Detail gehen. Das kommt demnächst alles auf die Webseite. Devil's Train werden definitiv die Bahngleise auf Tour steuern!

HH: Wer II sagt, muss ja in der Regel auch III sagen. Habt ihr schon darüber beraten, ob Devil's Train weiterhin am Start bleiben?

Roberto: Ob du es glaubst oder nicht. Wir haben schon so viele Songs mit Lakis für II geschrieben, dass es locker für III und IV reichen würde. Also eins ist sicher: Diesen Teufelszug wird es noch länger geben!!

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