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Interview

Interview mit Pripjat (16.06.2014)

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Mit Pripjat macht sich eine junge Band auf den Weg, die (Thrash) Metal-Welt zu erobern. Neben der Musik fällt dann auch der ungewöhnliche Name sowie die Themen auf, mit denen sich die Band auf ihrem Album Sons Of Tschernobyl beschäftigt.

HH: Vor kurzem habt ihr euer Debüt Sons Of Tschernobyl veröffentlicht. Wie fühlt ihr euch jetzt, wo die Scheibe draußen ist?

Eugen: Könnte alles nicht besser sein. Die Platte ist unfassbar gut angekommen, wir haben immer noch einen Steifen von diesen Reaktionen. Für uns alle war es die erste richtige Veröffentlichung überhaupt - dass sie so einschlägt, hatten wir zwar gehofft (wir haben wirklich an die Songs geglaubt), aber dass es dann auch wirklich so kommt, ist natürlich der Wahnsinn. Ich kann es kaum erwarten an dem Folgealbum weiter zu machen!

HH: Wie fallen denn die Reaktionen auf das Album genau aus?

Eugen: Wie schon oben gesagt - sehr, sehr gut. Es kommen vor allem viele Originale auf uns zu, die die wilden Thrash-Achtziger hautnahe miterlebt haben und sagen uns, dass sie seit den Jahren nichts Authentischeres gesehen und gehört haben. Das haut mich jedes Mal um, wenn ich so etwas höre. Aber ich verstehe es auch - Pripjat ist Energie und Authentizität. Etwas, das 90% der neuen Bands heutzutage leider fehlt. Gut spielen ist eine Sache - gute Songs mit dem richtigen Spirit zu schreiben und sie dann richtig zu performen eine ganz andere.

HH: Wie wichtig sind Reaktionen der Fans und der Presse für euch? Interessiert euch das überhaupt?

Eugen: Klar interessieren uns die Reaktionen! Wir schreiben unsere Musik für uns - wenn wir alle grünes Licht für einen Song geben, dann stehen wir auch 100% dahinter. Trotzdem ist positives Feedback oder konstruktive Kritik unabdingbar. Was wir von einigen Fans zu hören kriegen, bringt mich manchmal fast zum Heulen, so herzlich ist das. Die Tatsache, dass wir überhaupt Fans haben, ist irgendwie verrückt. Wir sind doch einfach vier Dudes, die Bock haben. Aber genau so muss es auch sein, schätze ich.

HH: Pripjat heißt die Ortschaft, die dem Tschernobyl-Katastrophengebiet am nächsten ist. Wieso fiel die Namenswahl ausgerechnet auf diesen Ort?

Eugen: Kirill und ich kommen beide aus Kiew. Ich hatte eine Liste mit diversen Vorschlägen zu einer unserer ersten Proben mitgebracht und PRIPJAT hat allen sofort gefallen. Wir haben alle unsere ganz eigene Story zu diesem Thema und es ist gut, wenn die Leute durch den Namen an den ganzen Scheiß zurückdenken. Heute haben die Menschen ein Erinnerungsvermögen, das nicht einmal über die verdammte Werbepause in der Glotze hinausreicht. So hat uns der Staat dressiert. Wir helfen da also gerne auf die Sprünge.

HH: Wie kam es zum Titel Sons Of Tschernobyl? Was steckt dahinter?

Eugen: Das sind wir - vor allem Kirill und ich, aber auch der Rest von uns. Die ganze Generation - man hat mich nie nach meiner Meinung zur Atomspaltung gefragt. Die Bastarde haben einfach mal gemacht und wir wurden in das nukleare Zeitalter hineingeboren und waren auch die ersten Opfer ihres Versagens im zivilen Bereich. Die Ignoranz der Menschen macht mir Angst.

HH: Welche Themen hatten beim Schreiben der Songs noch Einfluss auf euch?

Eugen: Ach vieles. Spaß an der Musik, das Abgefuckt sein über Politiker, Titten und Ärsche, Bier, Massenmörder, Leidenschaft, Kettensägen - solches Zeug. Ich schreibe bei uns den Großteil der Texte und habe da gerne eine tiefe Message drin - Thrash ist perfekt für so etwas. Ich kann nicht über 08/15-Kram schreiben, sondern nur über Dinge, die mich selbst bewegen und aufwühlen. Bobo und K. dagegen brauchen es nicht so "deep". In "Snitches Get Stitches" geht es eigentlich um ein Zitat, dass ich mit dem K. mal in einer Gefängnisdoku gehört habe. Es geht darum, dass man Verräter, die Snitches absticht. Der schwarze Typ in der Doku sagte es, wir schauten uns an und meinten gleichzeitig - nächster Song!

HH: Das Cover spiegelt glaube ich die Thematik der Katastrophe gut wieder. Wer hatte die Idee zum Artwork? Wer hat es umgesetzt?

Eugen: Die Idee haben wir zusammen ausgearbeitet und gingen dann zu einem befreundeten Künstler aus Köln. Der Junge ist der Wahnsinn! Es war seine erste Arbeit dieser Art überhaupt und es konnte nicht geiler sein. Er hat das ganze Albumdesign, unser Logo, unsere Shirts etc. entwickelt. Schaut euch unbedingt seine Sachen an: 1001 Nightmares bei Facebook

HH: Am besten gefallen mit der Opener "Nuclear Chainsaw", das groovige "Acid Rain" sowie das ruhig beginnende "Born To Hate". Welche Songs habt ihr besonders gern?

Eugen: Wir lieben sie alle! Alle gehen live fantastisch ab, kein Song gleicht dem anderen - das ist auch die Stärke von Sons Of Tschernobyl. Es war nicht geplant - die Stücke kamen einfach eines nach dem anderen und am Ende ist ein abwechslungsreiches Album entstanden. Ich habe keine Lieblinge.

HH: Welche Favoriten haben sich bei den Fans herauskristallisiert?

Eugen: "Born To Hate" ist definitiv einer davon. "Sons Of Tschernobyl" und "Toxic" auch. Aber auch der Rest - wir haben ein bisschen was von jeder Thrash-Richtung drin, also hat da auch jeder seinen Liebling. Die einen mögen das aggressive aufs-Maul-Zeug, die anderen die etwas epischeren/melodischen Sachen. Live gehen sie aber zu allem steil. Da gehört unsere Musik auch hauptsächlich hin!

HH: Wenn Sons Of Tschernobyl eine Kölner Spezialität wäre, was wäre das und warum?

Eugen: Ein Strap-On Dildo. Warum? Weil isso!

HH: Welche ukrainische Spezialität spiegelt Sons Of Tschernobyl am besten wieder?

Eugen: Da gibt es dieses außer Betrieb gegangen AKW...

HH: Werdet ihr Sons Of Tschernobyl auch live promoten?

Eugen: Wir kommen gerade von einer zweiwöchigen Tour zurück - es ging nach Deutschland, Österreich, Schweiz und Tschechien. Eine unfassbar geile Zeit! Wir haben viel gelernt und sind jetzt wirklich bereit für den nächsten Schritt. Live enttäuschen wir nie, das kann ich jetzt wirklich versprechen. Es folgen natürlich konstant Gigs und wir sind weiterhin sehr froh über alle Angebote.

HH: Was kann man von einem typischen Pripjat-Auftritt erwarten? Werdet ihr auch den Süden der Republik besuchen?

Eugen: In den Süden kommen wir sicherlich - München ist in Planung. Ein Pripjat-Gig ist ein Schlag ins Gesicht, Dude! Das meine ich ernst. Wir geben immer alles und kotzen fast vor Anstrengung beim Zocken, aber so muss der Shit auch laufen. Nichts ist langweiliger als eine Band, die steif auf der Bühne ihren Kram runterspielt. Ich verspiele mich lieber ein Paar Mal, laufe und springe aber über den ganzen Club. Das machen die Jungs genau so. Wenn ihr euch nach den "guten, alten, wilden Zeiten" zurück sehnt, dann packt eure Kutte aus, tankt Bier und kommt zu Pripjat.

HH: Vielen Dank für eure Zeit, die letzten Worte gehören euch!

Eugen: Vielen Dank für das Interesse! Gebt einen Scheiß auf euren Fernseher, euer Smartphone, eure Partei und eure Supermärkte! Habt Spaß am Leben und genießt es in vollen Zügen. Cheers!

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