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Interview

Interview mit 69 Chambers (14.05.2012)

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Logo 69 Chambers

Drei Jahre nach ihrem Debütalbum War On The Inside bescherte uns das Schweizer Trio 69 Chambers kürzlich sein Zweitwerk Torque, das den ohnehin schon gelungenen Erstling glatt in den Schatten stellt. Vieles hat sich getan in der Band - einzig verbliebenes Mitglied der Urbesetzung ist Sängerin und mittlerweile auch Bassistin Nina Vetterli-Treml. Sie erzählte uns von den Geschehnissen zwischen den beiden Alben und verrät uns Wissenswertes rund um Torque - ein vielschichtiges, aber eben auch nicht ganz einfaches Werk.

HH: Hi Nina, ich hoffe du erinnerst dich an Heavyhardes.de - unser letztes Interview ist nun ziemlich genau drei Jahre her, kurz nach Ostern 2009 war das. Ich hoffe bei dir ist alles bestens...

Nina: Ich weiß zwar nicht mehr, was ich damals im Interview gelabert hatte, aber klar kann ich mich an Heavyhardes.de erinnern! Danke, es geht mir bestens - das neue Album ist endlich da, und wir sind bereit für ein neues Kapitel 69 Chambers.

HH: In den letzten drei Jahren ist allerhand passiert. Es gibt zwei neue Namen in der Band und einer davon taucht sogar doppelt auf... Erzähl doch mal ein wenig, wo du die neuen Mitstreiter gefunden hast.

Nina: Diego ist ja relativ bald nach dem Release des ersten Albums in die Band eingestiegen. Ich hatte davor so einige Unruhen auf der Trommlerfront mit drei verschiedenen Schlagzeugern innerhalb kürzester Zeit, das hat einfach nie richtig gepasst. Als ich Diego kennen lernte war klar, dass ich ihn für die Band gewinnen musste, er ist einer der besten Drummer der Schweiz und hatte bis dahin noch kein Engagement, das ihm so richtig am Herzen lag. Mit Tommy war ich schon länger in Kontakt, er hatte bereits das erste Album produziert. Und zunächst wollte er einfach nur aushelfen als zweiter Gitarrist beim einen oder anderen Gig. Aber das hat dann so gut funktioniert, dass er bald als festes Mitglied einstieg. Was natürlich eine Riesenbereicherung war - einen Gitarristen seines Kalibers findet man nicht an jeder Ecke. Und die Tatsache, dass nun auch ich den Namen Vetterli trage - nun ja, wir haben geheiratet. Aber abgesehen davon sind wir eine stinknormale Band und kein Pärchenprojekt. Wir sind beide professionell genug, das eine vom anderen zu trennen. Und seit einigen Monaten spielen wir wieder ein Trio: Seit Maddy die Band verlassen hat, bin ich am Bass. Wir konnten uns einfach nicht für ein neues Mitglied entscheiden. Und als wir's einmal als Trio bei einer Probe versucht haben, war für uns der Fall klar. Es hat sich in den letzten drei Jahren also einiges verändert, aber ich denke, zum Positiven. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem aktuellen Line-Up.

Foto von Nina Vetterli-Treml - 69 Chambers

HH: Im August 2009 warst du in der Zeitschrift Kin Kats auf einigen Seiten zu sehen. Wie kam es denn zu diesem Shooting und ist dir die Entscheidung leicht gefallen, für das Magazin das Outfit zu wechseln bzw. Teile davon ganz wegzulassen?

Nina: Ich wurde von Kin Kats angefragt, und da ich den Fotografen und den Fotostil selber wählen konnte, fand ich - warum nicht? Ich hab kein Problem damit, mich so darzustellen, solange es nicht ins Billige abrutscht und ich hinter den Bildern stehen kann.

HH: Würdest du so etwas noch einmal machen oder ist das Kapitel damit abgehakt?

Nina: Es steht definitiv nicht zuoberst auf der Prioritätenliste. Ich möcht's nicht kategorisch ausschließen, mal wieder solche Fotos zu machen. Aber ich konzentriere mich eigentlich lieber auf anderes, Wichtigeres...

HH: ...wie die Musik zum Beispiel. Wie war das nach eurem Debüt War On The Inside - gab es da viele Interessenten bzw. warum hat Massacre Records letztendlich das Rennen gemacht?

Nina: Im Prinzip hatten wir noch eine Option bei Silverwolf, aber das Label musste dichtmachen, also machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Deal. Wir haben verschiedene Optionen angeschaut, aber die von Massacre haben so schnell und begeistert reagiert, dass wir auf Anhieb ein gutes Gefühl hatten.

HH: Kommen wir nun gleich mal zum aktuellen Stück Torque, also Drehmoment ins Deutsche übersetzt. Welche Idee steckte denn hinter diesem Titel?

Nina: Das Drehmoment ist eine physikalische Größe und ziemlich entscheidend für die Kraft, die ein Auto auf die Straße bringt. Wir fanden das Wort irgendwie passend für das Album. Ich denke, wir haben mit dem neuen Line-Up und den neuen Songs genügend "Drehmoment", um die Band weiter zu beschleunigen.

HH: Den Titel finde ich ja insofern interessant, da er ja auch irgendwie mit deinem Job neben der Band zu tun hat...

Nina: Ich arbeite als Journalistin und schreibe hauptsächlich über Autos für zwei große Schweizer Tageszeitungen. Dabei komme ich viel zum Reisen und darf auch ab und zu an Autorennen oder Oldtimer-Rallyes teilnehmen. Das ist für mich ein Traumjob und ich bin glücklich, dass ich beide meine Leidenschaften ausleben kann: Musik und Autos.

HH: Beeinflusst deine Arbeit auch dich als Musikerin, bzw. fließen da Dinge beispielsweise in die lyrische Komponente mit ein?

Nina: Na ja, du spielst wahrscheinlich auf den Songtitel "Burn Some Gasoline" an? Es ist nicht so, dass ich beim Songschreiben an Autos denke (obwohl ich häufig während des Autofahrens auf neue Ideen komme), der Titel ist eher sinnbildlich gemeint. Ich fände es auch komisch, zu viel meiner Autoleidenschaft in dieser Band ausleben zu wollen - Diego und Tommy sind längst nicht so autoaffin wie ich.

HH: Betrachtet man die Musik auf Torque, so ist wohl jeder Rezensent, der meint für alles eine maßgeschneiderte Schublade zu finden, von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Da findet man Grunge, Rock, Thrash, Doom und Death Metal. Gibt es denn eine Art Rubicon, also eine rote Linie, von der du sagst, dass du sie mit deiner Musik nicht überschreiten darfst oder willst?

Nina: Dass wir uns nicht einordnen lassen liegt wohl daran, dass wir nie versucht haben, uns in ein Korsett zu zwängen. Unsere "Handschrift", also mein Gesang, die Brettgitarren von Tommy und Diegos hartes Schlagzeugspiel sind für sämtliche Songs charakteristisch, aber abgesehen davon ist alles erlaubt, was uns persönlich gefällt und inspiriert. Egal, ob der Einfluss aus dem Bereich Singer-Songwriter, Doom-Metal oder Pop kommt...

Bandfoto 69 Chambers

HH: Einen Favoriten auf dem Album zu nennen fällt mir sicher nicht einfach, da mir eine ganze Reihe Songs wirklich sehr gut gefällt. Wenn ich aber müsste, so fiele die Wahl am Ende wohl doch auf den Opener "Cause & Effect", bei dem du die eher garstigen Vocals deinem Landsmann Chrigel von Eluveitie überlassen hast. Wie kam es zu dem Kontakt?

Nina: Tommy hat in seinem Studio das aktuelle Eluveitie-Album Helvetios produziert. Damals waren wir in der Preproduction-Phase fürs zweite Album, und Chrigel Glanzmann hat zufällig einige Stücke gehört, die ihm sehr gefielen. Darunter auch "Cause And Effect". So kam ich auf die Idee, ihn zu fragen, ob er sich einen Gastauftritt vorstellen könnte. Ich finde ihn einen großartigen Sänger, abgesehen davon ist er ein wirklich sympathischer, toller Mensch. Es ist eine Riesenehre, dass er ja gesagt hat. Und er wird sogar im Video sein, das wir demnächst lancieren.

HH: Wie steht es mit ein paar Anspieltipps deinerseits für all jene, die bislang noch keinen Kontakt mit 69 Chambers hatten?

Nina: Ich hab irgendwie zu wenig Distanz zum Album, um beurteilen zu können, welche Songs am besten ankommen. Aber ich würd mal sagen, nebst "Cause And Effect" lohnt es sich, in "Burn Some Gasoline", "And Then There Was Silence" oder "The Peep Hole" reinzuhören.

HH: Das Jahr ist noch jung, das neue Album am Start. Welchen Effekt erhoffst du dir nach der Veröffentlichung? Gibt es so etwas wie eine Wunschliste, was den Werdegang der Band betrifft?

Nina: Wir sind realistisch genug, um keine übersteigerten Erwartungen zu haben - gerade weil wir uns so schlecht schubladisieren lassen, erleben wir beides: totale Begeisterung oder vehemente Ablehnung. Ich denke, wir haben mit dem zweiten Album aber gute Chance, die Band einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wir möchten möglichst gute Live-Gigs erleben und natürlich viele neue Fans dazu gewinnen.

HH: Wo wird das neue Album denn auf die Bühne gebracht? Schon Konzerte in Planung?

Nina: Letzten Dienstag feierten wir die Plattentaufe in Zürich, das nächste Konzert in der Schweiz wird am Montreux Jazz Festival stattfinden. Weitere Gigs und eventuell auch eine Tour für Herbst/Winter sind derzeit in Planung - auf alle Fälle werden die bestätigten Daten laufend auf unserer Website publiziert.

HH: Wir kommen auch schon zum Ende. Ich danke dir für das Interview und wünsche dir alles Gute. Wenn du noch eine Botschaft an unsere Leser hast, kannst du sie hier gerne loszuwerden.

Nina: Also erst mal an euch: Danke für die Interviewfragen und bis zum nächsten Mal, vielleicht wieder in drei Jahren? Und an die Leser, wir freuen uns, euch mal auf einem Gig in eurer Nähe zu anzutreffen!

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